Purcell Choir, Orfeo Orchestra & György Vashegyi


Biographie Purcell Choir, Orfeo Orchestra & György Vashegyi


Purcell Choir
Der Purcell Choir wurde 1990 in Budapest von György Vashegyi gegründet für die Aufführung von Purcells Barockoper Dido und Aeneas. Nur wenige ahnten zu diesem Zeitpunkt, dass diese Gruppierung fünfzehn Jahre später einmal der meistgeschätzte Chor Ungarns sein würde. Alle Chormitglieder sind exzellente professionelle Sänger, Musiker und Instrumentalisten, manche musizieren zudem in weiteren Chören und Orchestern. Das Kernrepertoire des Chors stammt aus der Zeit zwischen Gesualdo und Mozart, aber es werden auch Werke späterer Komponisten aufgeführt. Der Purcell Choir singt regelmäßig bei Haydn-Festivals in Ungarn, so z.B. 2004 unter Nicholas McGegan zusammen mit der Capella Savaria. Der Purcell Choir und das Orfeo Orchestra arbeiten eng zusammen, und gemeinsam haben sie zahlreiche TV-, CD- und Konzertaufnahmen in Ungarn durchgeführt.

Orfeo Orchestra
Das Orfeo Orchestra wurde 1991 in Budapest von György Vashegyi gegründet. Es benannte sich nach Monteverdis L’Orfeo und ließ die erste Gesamtaufführung der Oper in Ungarn folgen. Das Orchester besteht aus professionellen Musikern mit ungarischer und internationaler Erfahrung als Orchestermitglieder oder Instrumentalsolisten. Das Orfeo ist der authentischste Klangkörper für klassische Kompositionen in Ungarn und hat unter György Vashegyi zahlreiche Erstaufführungen auf historischen Instrumenten realisiert. Zwischen 2002 und 2007 wurden Haydns 80 Sinfonien als Teil von Vashegyis eigener Konzertreihe im Esterházy-Palast aufgeführt und konnten dabei erstmals seit dem 18. Jahrhundert mit derselben Anzahl Musiker sowie auf historischen Instrumenten so gehört werden, wie Haydn selbst sie aufgeführt hat. Die Namen des Orfeo Orchestra und des Purcell Choir sind untrennbar mit dem von György Vashegyi verknüpft, der zu Recht als herausragender Interpret Alter und klassischer Musik gilt und der die Werke dieser Epochen in Ungarn wiederbelebt hat.

György Vashegyi
wurde 1970 in Budapest geboren und begann seine musikalischen Studien als Instrumentalist: Er spielte Violine, Blockflöte, Oboe und Cembalo. Mit nur 18 Jahren begann er ein Dirigierstudium bei Ervin Lukács an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest, das er 1993 mit Auszeichnung abschloss. Mehrfach nahm er an Dirigier-Meisterkursen bei John Eliot Gardiner und Helmuth Rilling teil. Von 1994 bis 1997 war er Student in der Continuo-Masterclass von John Toll in Dresden, wo er zudem bei Jaap ter Linden und Simon Standage Kammermusik studierte. Als Continuo-Spieler wirkte er bei führenden ungarischen Orchestern wie dem Franz Liszt Chamber Orchestra und Concerto Armonico mit. 1990 gründete er in Budapest den Purcell Choir und ein Jahr später das Orfeo Orchestra. 1991 gab Vashegyi sein Operndebüt mit Glucks Orfeo an der Kammeroper Budapest und unternahm erfolgreiche Konzertreisen mit diesem Werk in Frankreich, der Schweiz und in Luxemburg. In seinen Konzerten (hauptsächlich in Budapest) dirigierte er zahlreiche große Werke des 17. und 18. Jahrhunderts, die niemals zuvor in Ungarn aufgeführt worden waren: Buxtehudes Membra Jesu nostri, Purcells The Fairy Queen und Funeral Anthem sowie Händels Theodora, das Requiem von Kraus etc. Zugleich legt er besonderen Wert auf die Erforschung und Aufführung von Werken ungarischer Komponisten des 18. Jahrhunderts, die international noch unbekannt sind. Vashegyi arbeitet in erster Linie mit seinen eigenen Ensembles, gibt aber auch als Gastdirigent Konzerte mit anderen Alte Musik-Gruppierungen (Concerto Armonico, Capella Savaria und Musica Aeterna) sowie modernen Sinfonie- und Kammerorchestern. Im August 2000 debütierte er an der Ungarischen Staatsoper in Budapest (mit dem Orfeo Orchestra) mit Haydns L’infedeltà delusa; dies war die erste Opernaufführung auf historischen Instrumenten an der Ungarischen Staatsoper. Seit 2001 dirigiert Vashegyi regelmäßig an der Staatsoper. 2004 stand er beim Mozartfest Würzburg sowie beim Rheingau Musikfestival in Kloster Eberbach am Pult des Prager Kammerorchesters.



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