Schubert: Schwanengesang Andreas Bauer Kanabas & Daniel Heide

Cover Schubert: Schwanengesang

Album Info

Album Veröffentlichung:
2022

HRA-Veröffentlichung:
17.02.2023

Label: CAvi-music

Genre: Classical

Interpret: Andreas Bauer Kanabas & Daniel Heide

Komponist: Franz Schubert (1797-1828)

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • Franz Schubert (1797 - 1828): Der Wanderer, D. 489:
  • 1Schubert: Der Wanderer, D. 48905:15
  • Totengräbers Heimweh, D. 842:
  • 2Schubert: Totengräbers Heimweh, D. 84206:51
  • Der Tod und das Mädchen, D. 531:
  • 3Schubert: Der Tod und das Mädchen, D. 53102:56
  • Wehmut, D. 772:
  • 4Schubert: Wehmut, D. 77203:04
  • Schwanengesang, D. 957:
  • 5Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 1, Liebesbotschaft (Ziemlilch langsam)02:46
  • 6Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 2, Kriegers Ahnung (Nicht zu langsam)04:58
  • 7Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 3, Frühlingssehnsucht (Geschwind)03:35
  • 8Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 4, Ständchen (Mässig)04:20
  • 9Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 5, Aufenthalt (Nicht zu geschwind, doch kräftig)03:18
  • 10Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 6, In der Ferne (Ziemlich langsam)05:50
  • 11Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 7, Abschied (Mässig geschwind)04:45
  • 12Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 10, Das Fischermädchen (Etwas geschwind)02:17
  • 13Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 12, Am Meer (Sehr langsam)04:41
  • 14Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 11, Die Stadt (Mässig geschwind)02:50
  • 15Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 13, Der Doppelgänger (Sehr langsam)04:17
  • 16Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 9, Ihr Bild (Langsam)03:01
  • 17Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 8, Der Atlas (Etwas geschwind)02:28
  • 18Schubert: Schwanengesang, D. 957: No. 15, Die Taubenpost (Ziemlich langsam), D. 965a03:45
  • Total Runtime01:10:57

Info zu Schubert: Schwanengesang

Die erste Gruppe der Rellstab-Lieder beginnt recht unbeschwert und schwärmerisch. Frühlingsgefühle beherrschen die Szenerie. Schwellende Triebe, farbig umschrieben in Naturbildern wie dem silbern sprudelnden Bach, zeugen von herrlicher Vitalität. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken auf und das Bächlein wird zum „rauschenden Strom“ unguter Gefühle. Euphorie weicht Enttäuschung. Der schwärmerische Geist trübt sich, von Abschied ist die Rede, mit einem deutlichen Zug von Verbitterung.

In den Heine-Liedern beginnt die Geschichte noch einmal von vorn, weniger schwärmerisch allerdings, schon abgeklärter und mit noch mehr Bitterkeit am Ende. Wir präsentieren die Lieder in einer Reihenfolge, welche das Anbahnen der Liebe und ihr baldiges Scheitern in eine zeitlich stringente Abfolge bringt. Ist es überhaupt Liebe - oder bloßes Begehren? Warum endet denn alles so unbefriedigend und schmerzvoll?

Sind die Fischermädchen dieser Welt etwa zu unbedarft, die „großartigen Qualitäten“ des Poeten zu erkennen oder woran scheitert es immer wieder? „Mein Herz gleicht ganz dem Meere, hat Sturm und Ebb‘ und Flut, und manche schöne Perle in seiner Tiefe ruht.“ Liegt hier ein Schlüssel zum Verständnis? Mit heiterer Offenheit deutet uns der Erfüllung-Suchende gleich zu Beginn einen Hang zur Unstetigkeit und Verführung an. Seine schwankenden Gefühlszustände sind ihm wie Gezeiten, denen er unweigerlich ausgeliefert ist. Er wirbt um Vertrauen. Doch das Fischermädchen müsste schon sehr weit hinab tauchen, um an die „schöne Perle“ zu gelangen.

Bereits im nächsten Lied schauen sich beide ratlos an. Tränen fließen stumm. Die Trennung nimmt ihren Lauf. „Und ach, ich kann es nicht glauben, dass ich dich verloren hab‘.“, heißt es im vorletzten Lied. Der Suchende, nie Ankommende, nie Heimat und Erlösung findende, er leidet an sich selbst. Die „Welt der Schmerzen“, die er zu tragen hat, ist seine unerfüllte Sehnsucht. Sehnsucht, geliebt zu werden und selbst zu lieben.

Zum Abschluss die Taubenpost, welche ganz für sich steht, aber allegorisch zusammenfasst, was alle Lieder verbindet: Die Sehnsucht.

Andreas Bauer Kanabas, Bass
Daniel Heide, Klavier




Andreas Bauer Kanabas
singt große Opernbasspartien in acht verschiedenen Sprachen.

Zu seinem Repertoire gehören Verdi-Partien wie Philippe II (in Italienisch und Französisch), Zaccaria, Fiesco, De Silva und Padre Guardiano sowie lyrische Wagner-Partien wie König Marke, König Heinrich, Landgraf Hermann, Veit Pogner und Daland. Er singt Mephisto in Gounods Faust, die Titelrolle in Blaubarts Burg, Wodnik (Rusalka), Gremin (Eugen Onegin), Ibn Hakia und König René (Iolanta), Claggart (Billy Budd), Escamillo (Carmen) sowie Mozartrollen wie Sarastro, Osmin und Commendatore.

Andreas Bauer Kanabas singt auf internationalen Bühnen wie der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House at Covent Garden in London, der Opéra Bastille de Paris, dem Bolschoi Theater in Moskau, dem Teatro Real Madrid, der Seattle Opera, dem New National Theater in Tokio, dem Teatro Municipal Santiago de Chile, Opéra de Lyon, Théatre du Capitole de Toulouse, der Lettischen Nationaloper Riga, der Semperoper Dresden und der Staatsoper München sowie an der Berliner Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin und der Komischen Oper Berlin. Seit 2013 ist er Ensemblemitglied der Oper Frankfurt.

Im Jahr vor Covid-19 hatte er eine Reihe von überaus erfolgreichen Debüts in Antwerpen, Gent, Moskau, Quebec und London.

Zukünftige Engagements werden ihn wieder an verschiedene Opernhäuser in Europa und Japan bringen. Im Jahr 2021 veröffentlichte das Label Ohems Classics seine viel gelobte Aria-CD Love and Despair.

Andreas Bauer Kanabas studierte bei Prof. Eugen Rabine in Weimar, später bei Paolo Barbacini in Reggio Emilia, Robert Lloyd in London und Robert Gonnella in Toulouse. Als Kunstliedinterpret arbeitet er eng mit dem Pianisten Daniel Heide zusammen.

Daniel Heide
Der in Weimar geborene Pianist Daniel Heide ist einer der gefragtesten Gesangsbegleiter und Kammermusiker seiner Generation. Er konzertiert bei Liederabenden und Festivals in ganz Europa und Asien, so zum Beispiel in den Konzerthäusern in Wien, Berlin und Dortmund, in der Londoner Wigmore Hall, bei der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems (Österreich), beim Heidelberger Frühling und beim Oxford Lieder Festival.

Neben seiner ständigen Zusammenarbeit mit Sängern wie Andrè Schuen, Christoph Prégardien, Simone Kermes, Ingeborg Danz, Britta Schwarz, Roman Trekel und Tobias Berndt hat er auch Liederabende mit renommierten Sängern wie Regula Mühlemann, Fatma Said, Benjamin Appl, Sheva Tehoval, Dietrich Henschel, Dorottya Lang, Patrick Grahl, Katharina Konradi, Hanno Müller-Brachmann, Luca Pisaroni, Konstantin Krimmel und Johannes Weisser begleitet.

Er liebt es auch, die Bühne mit Schauspielern und Sprechern wie Christian Brückner, Udo Samel, Thomas Thieme und Hanns Zischler im Genre des Melodrams zu teilen. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Daniel Heide mit der verstorbenen deutsch-griechischen Mezzosopranistin Stella Doufexis. Ihre CD Poèmes mit Liedern von Claude Debussy wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Als Kammermusikpartner in Duo-Sonatenabenden konzertierte er mit herausragenden Solisten wie Sabine Meyer, Tabea Zimmermann, Antje Weithaas, Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz und Danjulo Ishizaka.

Daniel Heide ist Gründer und künstlerischer Leiter der Liederabendreihe Der lyrische Salon. Die Reihe findet seit 2011 auf Schloss Ettersburg bei Weimar statt und ist eine der wenigen weltweit, die sich ausschließlich dem Kunstlied widmet. In diesem Rahmen hat er in mehr als 75 Konzerten mit einer Vielzahl gefeierter Solisten des Liedes zusammengearbeitet.

Für das Label CAvi-music hat er mehrere CDs mit dem Bariton Andrè Schuen (Lieder von Robert Schumann, Hugo Wolf, Frank Martin und Wanderer, ein Schubert-Album) sowie mit Roman Trekel (Loewe-Balladen), Stella Doufexis (Hamlet-Echos), Konstantin Krimmel (Liszt-Lieder) und das Album Liebe mit der Sopranistin Katharina Konradi aufgenommen.



Booklet für Schubert: Schwanengesang

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