Boulevard des Italiens Benjamin Bernheim

Album Info

Album Veröffentlichung:
2022

HRA-Veröffentlichung:
08.04.2022

Label: Deutsche Grammophon (DG)

Genre: Classical

Subgenre: Vocal

Interpret: Benjamin Bernheim

Komponist: Giacomo Puccini (1858-1924), Gaetano Donizetti (1797-1848), Giuseppe Verdi (1813-1901), Gaspare Spontini (1774-1851), Luigi Cherubini (1760-1842), Pietro Mascagni (1863-1945)

Das Album enthält Albumcover

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  • Giacomo Puccini (1858 - 1924):
  • 1Puccini: Madama Butterfly, SC 74: Adieu, sejour fleuri02:19
  • Gaetano Donizetti (1797 - 1848):
  • 2Donizetti: La fille du régiment: Pour me rapprocher de Marie03:21
  • 3Donizetti: La Favorite: Ange si pur03:23
  • Giuseppe Verdi (1813 - 1901):
  • 4Verdi: Don Carlos: Fontainebleau! Forêt immense02:19
  • 5Verdi: Don Carlos: Je l'ai vue02:35
  • 6Verdi: Don Carlos: Le voilà! ... Toi, mon Rodrigue05:55
  • 7Verdi: Don Carlos: Dieu, tu semas dans nos âmes04:26
  • Gaetano Donizetti:
  • 8Donizetti: Dom Sébastien: Seul sur la terre05:09
  • Gaspare Spontini (1774 - 1851):
  • 9Spontini: La vestale: Introduction01:17
  • 10Spontini: La vestale: Qu'ai-je vu! ... Julia va mourir!03:08
  • Giuseppe Verdi:
  • 11Verdi: Jérusalem: L'Emir auprès de lui m'appelle02:39
  • 12Verdi: Jérusalem: Je veux encore entendre ta voix03:12
  • Luigi Cherubini (1760 - 1842):
  • 13Cherubini: Ali Baba: C’en est donc fait02:39
  • 14Cherubini: Ali Baba: C’est de toi, ma Delie04:38
  • Pietro Mascagni (1863 - 1945):
  • 15Mascagni: Amica: (Amica!...) Vous restez á l’ècart01:48
  • 16Mascagni: Amica: Pourquoi garder ce silence obstiné?03:46
  • Giuseppe Verdi:
  • 17Verdi: Les vêpres siciliennes: Ô toi que j'ai chérie03:45
  • Giacomo Puccini:
  • 18Puccini: Tosca, SC 69: O de beautés égales02:56
  • Total Runtime59:15

Info zu Boulevard des Italiens

Benjamin Bernheims neuestes Album Boulevard des Italiens dokumentiert mehr als 100 Jahre italienischer Oper in Frankreich. Musik zwischen Spontinis La Vestale und Mascagnis Amica singt der Tenor hier auf Französisch, in seiner Muttersprache. »Wir wollten die Geschichte der französischen Sprache in den Pariser Opernhäusern nachzeichnen durch all diese italienischen Komponisten, die ihre Stücke dort aufführen ließen«, sagt Bernheim. »Zwischen der Opéra Garnier und der Opéra-Comique wurde diese Geschichte zu Musik – der Boulevard des Italiens ist ihr Schauplatz.« Das Album erscheint am 8. April 2022 bei Deutsche Grammophon.

Vom Beginn des 19. bis hinein ins 20. Jahrhundert war Paris die Opernhauptstadt Europas. Insbesondere italienische Komponisten zog die Metropole an, denn sie war weltoffen und ihre Städter liebten den Bühnengesang. So entwickelte sich zwischen der französischen und der italienischen Theatertradition ein intensiver Austausch. Stücke wurden, unabhängig vom Land ihrer Entstehung, fast ausnahmslos auf Französisch aufgeführt; und indem die italienischen Komponisten ihre Musik der Klanglichkeit der französischen Sprache anpassten, erschlossen sich ihnen zugleich neue Bereiche melodischer Kreativität.

Auf Boulevard des Italiens singt Bernheim eine charakteristische Auswahl der jeweils markantesten Werke. Das Repertoire hat er zuvor gründlich recherchiert, fachkundig beraten vom Palazzetto Bru Zane, einer Stiftung für französische Musik der Romantik. Nicht nur inspirierende Gedanken und Vorschläge kamen von dort, sondern auch »handfeste Hilfe in der Bearbeitung der Gesangspartien, aber auch der Orchesterpartituren«, sagt Bernheim.

Gaspare Spontini war es, der das neue Zeitalter der Romantischen Oper in Paris einläutete mit seiner bahnbrechenden La Vestale im Jahr 1807; eine leidenschaftliche Szene daraus ist die älteste Musik auf Boulevard des Italiens. Bernheim singt außerdem Musik von Spontinis Zeitgenossen Luigi Cherubini: eine Arie aus der wenig bekannten Oper Ali Baba (1833), in der das hohe C ertönt, das zu diesem Zeitpunkt bereits zum stimmlichen Rüstzeug eines jeden Tenors gehörte.

Vom Anfang des 19. Jahrhunderts an wurde der Zustrom italienischer Komponisten beständig größer. Einer der erfolgreichsten von ihnen war Gaetano Donizetti. Bernheim hat Auszüge aus drei seiner Opern ausgewählt, die in Paris ihre Welturaufführung feierten – aus dem eher selten gespielten Dom Sébastien, seinem letzten Beitrag zur Gattung, sowie aus La Fille du régiment und La Favorite.

Geht es um den alle überragenden Giuseppe Verdi, wartet Bernheim mit noch größeren Überraschungen auf. Die beschwingte Tenorarie aus Jérusalem, Verdis eigener französischer Fassung von I lombardi, ist zu hören. »Bis zur Unkenntlichkeit umgestaltet«, wie der Komponist selbst anmerkte, ist sie eine ebensolche Enthüllung wie eine Arie für den Heldentenor in seinem Epos Les Vêpres siciliennes, die als absolute Seltenheit gelten kann. Diese Nummer wurde nicht für die Premiere geschrieben, sondern als Ersatzarie in einer späteren Wiederaufnahme. In einer frühen Ausgabe der Partitur fand sie sich im Anhang versteckt. Verdis Don Carlos ist für Bernheim »ein zentrales Stück«, wie er sagt. Er hat daraus die wunderschöne Auftrittsarie des Helden ausgewählt und das bewegende Duett für Tenor und Bariton in der längeren, nuancenreicheren französischen Originalfassung; Florian Sempey singt es mit ihm.

Giacomo Puccini ist auf vielfältige Weise und sehr eng mit Paris verbunden – nicht zuletzt wegen der 1906 in der Opéra-Comique erstaufgeführten Fassung von Madama Butterfly, auf die die gültige Partitur der Oper zurückgeht. Noch bis in die 1960er-Jahre war es üblich, Puccini auf Französisch zu singen. Mit zwei der bekannteren Arien aus Madama Butterfly und Tosca belebt Bernheim diese Tradition und demonstriert plastisch, wie »die französische Sprache, mit ihren ganz eigenen Betonungen und den vielen Nasalen, dieser Musik eine neue Klanglichkeit verleiht.«

Ergänzt wird der historische Überblick durch eine längere Szene aus Pietro Mascagnis selten zu hörender tragischer Oper Amica, die 1905 in Monte Carlo uraufgeführt wurde. Hier gibt sich Bernheim dem Klang des Französischen im Amalgam mit tief empfundenem italienischem Verismo hin.

Die Aufnahmesitzungen mit dem Dirigenten Frédéric Chaslin und dem Orchestra del Teatro Comunale di Bologna fanden im April 2021 statt – »als die Welt gerade wieder aufmachte«, sagt Bernheim. »Das war, persönlich wie musikalisch, ein wunderbares Gefühl. Wir schwelgten geradezu in der ›Italianità‹.«

Benjamin Bernheim erhielt große Anerkennung für seine Bühnenauftritte und sein Debütalbum, das 2019 bei Deutsche Grammophon erschien, wo er unter Exklusivvertrag steht. Auf Boulevard des Italiens gibt der »neue Startenor« (Diapason) nicht nur eine Vorführstunde in französischem Operngesang mit einer Diktion von »kaum fassbarer Klarheit«, wie die Kritiker schreiben, sondern auch einen faszinierenden Überblick über die symbiotische Beziehung zwischen Paris und Generationen von italienischen Komponisten.

Benjamin Bernheim, Tenor
Orchestra del Teatro Comunale di Bologna
Frédéric Chaslin, Dirigent




Benjamin Bernheim
Als einer der führenden Tenöre einer neuen Sängergeneration absolvierte Benjamin Bernheim eine Reihe bedeutender Auftritte an den renommiertesten internationalen Opernhäusern. Die Liste seiner bisherigen und geplanten Aufführungen, unter anderem die gefeierte Rückkehr an das Royal Opera House, die Wiener Staatsoper, die Pariser Opéra und die Mailänder Scala, unterstreicht seinen Status als kommender Superstar der Opernwelt.

Bernheims Interpretationen der großen lyrischen Partien von Puccini, Verdi, Donizetti, Gounod, Massenet und Tschaikowsky sorgen bei Kritikern und Publikum gleichermaßen für Bewunderung. Seine Stimme, laut Opera News »makellos und rein« und mit einem erstaunlichen Ausdrucksspektrum und einer Vielfalt des Tons ausgestattet, verrät eine seltene Hingabe an die Kunst und das Handwerk des Singens. »Wenn wir als Sänger einfach auf ein und demselben Niveau verharren, hören wir auf, Künstler zu sein«, äußerte er im März 2019 gegenüber der spanischen Musikzeitschrift Codalario. »Wir müssen ständig an uns arbeiten und uns verbessern. Deshalb ist es mir so wichtig, neues Repertoire zu lernen, in andere Länder zu reisen und an anderen Opernhäusern zu singen.«

Benjamin Bernheim unterzeichnete im April 2019 einen langfristigen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon. Sein erstes Album für das gelbe Label erscheint im Herbst 2019 und umfasst mit Arien aus Opern von Gounod, Massenet, Donizetti, Tschaikowsky, Verdi und Puccini die zentralen Rollen seines gegenwärtigen romantischen Repertoires.

1985 in Paris geboren und in Genf aufgewachsen, wurde Benjamin Bernheim schon als Kind von seinen opernbegeisterten Eltern an das Singen herangeführt. Mit zehn Jahren trat er in den Kinderchor des Genfer Konservatoriums ein und entdeckte bald danach seine Liebe zur Oper, als der Chor in Cavalleria rusticana und Pagliacci am Grand-Théâtre in Genf mitwirkte. Bernheim studierte am Konservatorium in Lausanne bei Gary Magby und Dale Duesing, nahm an Meisterkursen von Giacomo Aragall teil und besuchte Carlo Bergonzis renommierte Accademia Verdiana in Busseto.

2008 ging Bernheim ans Internationale Opernstudio der Oper Zürich. Zwei Jahre später wurde er Mitglied des angesehenen Ensembles und war schon bald sehr gefragter Gast an den führenden internationalen Opernhäusern. In den letzten Jahren sang er Puccinis Rodolfo in London, Paris, Wien und Zürich; Gounods Faust bei seinem Nordamerika-Debüt in Chicago und in Paris; Verdis Alfredo in Zürich, London und Berlin; und Tschaikowskys Lenski in Berlin. Er verkörperte zudem mehrere Rollen bei den Salzburger Pfingst- und Sommerfestspielen.

Zu den Höhepunkten von Bernheims Saison 2018/19 zählten die Rückkehr ans Royal Opera House, wo er unter der Leitung von Sir Antonio Pappano erstmals in Verdis Requiem sang; sein Rollendebüt als Nemorino in Wien, wo er auch in La bohème und Die Zauberflöte auftrat; La traviata am Covent Garden und an der Mailänder Scala; sowie Puccinis Messa di gloria mit Pappano im Londoner Barbican Centre. Im April 2019 fand sein Rollendebüt als Des Grieux in Massenets Manon in Bordeaux begeisterte Zustimmung der Kritiker und des Publikums: »In diesem Rollendebüt glänzt Bernheim von Anfang an: hervorragende Diktion, elegante Phrasierung, Kraft, wo erforderlich, und sorgfältige Beachtung der Linie unter meisterhafter Verwendung der Mixed Voice, unerlässlich für dieses Repertoire ... dies ist der neue Tenor, auf den die französische Oper gewartet hat.« (Forum Opera)

In der kommenden Spielzeit kehrt Benjamin Bernheim für Neuinszenierungen von La traviata (September/Oktober 2019) und Manon (Februar bis April 2020) an die Pariser Opéra zurück und gibt sein Haus- und Rollendebüt als Herzog in Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper in München (November 2019). Er singt erneut Rodolfo in Berlin (Dezember 2019), Paris und München (beides im Juli 2020) und Alfredo in Berlin (Januar 2020) und Wien (Juni 2020).

In einem Interview für die Wiener Staatsoper begrüßte er kürzlich die Perspektive, sich künftig auch gewichtigeren Rollen zuzuwenden und mit zunehmender Reife das größtmögliche Spektrum an stimmlichen Farben zu entwickeln. »Der Benjamin Bernheim von vor drei Jahren hatte andere Stimmfarben und Auffassungen als der von heute«, stellte er fest. »Und in drei Jahren wird wieder alles anders sein.«



Dieses Album enthält kein Booklet

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