Franziska Pietsch, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin & Cristian Măcelaru


Biographie Franziska Pietsch, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin & Cristian Măcelaru


Franziska Pietsch
wurde in die Atmosphäre eines Musiker – Elternhauses hineingeboren und wuchs im ehemaligen Ostberlin auf. Bereits als Elfjährige gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper in Berlin und konzertierte schon früh als Solistin mit namhaften Orchestern der ehemaligen DDR. Als Jungstudentin begann sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Ost-Berlin bei Prof. W. Scholz. In Ostdeutschland galt sie als Ausnahmetalent und genoss bis zur Flucht des Vaters 1984 in den Westen eine besondere Förderung des Staates. Es folgten zwei schwierige Jahre mit Repressalien durch das Regime. 1986 konnte sie als 16-Jährige mit ihrer Mutter und jüngeren Schwester nach Westdeutschland ausreisen.

Es folgten Studien bei Prof. Ulf Hoelscher , Prof. Jens Ellermann sowie Dorothy Delay an der Julliard School New York. Wichtige und fruchtbare Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei bekannten Persönlichkeiten wie W. Wilkomirska, R. Ricci, H. Krebbers und Z. Bron.

Franziska Pietsch ist 1. Preisträgerin des Bach-Wettbewerbes für Kinder und Jugendliche in Leipzig (1982) und des Concours Maria Canals in Barcelona (1989). Sie erhielt Auszeichnungen wie den Parke-Davis Förderpreis (1987) sowie den Preis der Brahms Gesellschaft Baden-Baden (1989). 1990 war sie Stipendiatin des Deutschen Musikrats. Ihre international erfolgreiche Konzerttätigkeit führte sie in verschiedene Länder Europas, nach Amerika und Asien. Sie konzertierte mit Dirigenten wie Antoni Wit, Arpad Joo, Moshe Atzmon, Julia Jones, Toshiyuki Kamioka und George Hanson.

Als Konzertmeisterin hatte sie zahlreiche Fest- und Gastengagements. In den Jahren 1998 bis 2002 war sie 1. Konzertmeisterin im Sinfonieorchester Wuppertal und von 2006 bis 2010 Deuxième Soliste im Orchestre Philharmonique du Luxembourg. Außerdem folgte sie regelmäßig Einladungen als Konzertmeisterin an die Düsseldorfer Oper, Frankfurter Oper, dem WDR Köln, sowie den Solistes Europèens Luxembourg.

Doch ihr besonderes Interesse gilt der Kammermusik. Zusammen mit der Pianistin Hyun Jung Kim-Schweiker und dem Cellisten Hans-Christian Schweiker gründete Sie im Jahre 2000 das Trio Testore, dem sie bis 2015 angehörte. Das Trio hat neben einer regen Konzerttätigkeit zum 10. Jubiläum sein eigenes Kammermusikfestival „Mai-Klassik“ ins Leben gerufen.

Die Gesamteinspielung aller Brahmstrios 2013, sowie eine weitere Aufnahme mit Werken von Rachmaninov und Tschaikowsky 2014 sind beim Label audite erschienen. Diese Aufnahme wurde für den International Classic Music Award 2015 nominiert.



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