Max von Mosch Orchestra


Biographie Max von Mosch Orchestra


Max von Mosch
Erst 32 ist der Saxophonist Max von Mosch, und doch schon ein Aushängeschild des jungen deutschen Jazz. Was untrennbar mit dem Namen max.bab verbunden ist. Im Jahr 2000 stieß der Gautinger zum aus der Geretsrieder Schulbigband hervorgegangenen Trio des Pianisten Benedikt Jahnel, des Bassisten Benjamin Schäfer und des Schlagzeugers Andi Haberl. Kaum war das Quartett gegründet, gewann man den Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“ und stand fortan als „große Hoffnung des deutschen Jazz“ auf dem Zettel. Die nicht trog: Internationale Auszeichnungen folgten, [...] und die vier spielten bis heute sechs CDs ein, die letzte veröffentlicht beim Münchner Vorzeige-Label Act in dessen Reihe „Young German Jazz“.

[...] Er studierte in Berlin und Amsterdam, bevor es nach Kanada und USA ging, an die Manhattan School in New York, und schließlich zur Promotion ans New England Conservatory in Boston. Zug um Zug hat Mosch dabei seine Kompositions-Leidenschaft intensiviert, und auch da steht er für die aktuelle Entwicklung, bei der der Blick in viele Weltregionen wie das technische Handwerk nur als Grundlage begriffen werden, um das „eigene Ding“ zu machen. So ist Moschs Stil inzwischen unverwechselbar: Melodik, Harmonik und Dynamik behandelt er gleichberechtigt, amerikanische Tradition und skandinavische Moderne gehen Hand in Hand, vor allem aber liebt er den großen Bogen, der seine Stücke zu Suiten werden lässt. So komplex und vielschichtig ist das geworden, dass sich das Tentett als Idealbesetzung herauskristallisiert hat. Seit 2006 existiert das Max von Mosch Orchestra, mit Freunden aus der New Yorker Szene besetzt. Mit dem Album „Black Perigord“ kam 2011 eine luzide schillernde, schwerelos schwingende Zwischenbilanz dieser Arbeit heraus.

Seit eineinhalb Jahren ist Mosch nun zurück in Berlin und hat in dieser Zeit eine Version dieses Orchester zusammengebastelt, die kaum weniger als eine All-Star-Band der jungen deutschen Jazzgeneration darstellt: Mit dem Berliner Saxophonisten Christian Weidner, den Trompetern Andy Haderer (WDR-Leadtrompeter) und Matthias Schriefl (von Act „gedraftet“ und gerade noch artist in residence beim Südtirol Festival), dem Baritonsaxophonisten Gregor Bürger und dem Posaunisten Klaus Heidenreich hat er herausragende Bläsertalente um sich geschart, die Rhythmusgruppe mit dem Münchner Christian Elsässer, und dem unzertrennlichen Duo Robert Landfermann am Bass und Jonas Burgwinkel ist gar komplett mit Echo-Preisträgern bestückt. Einzig der australische Starposaunist Adrian Mears entstammt einer älteren Generation. Oliver Hochkeppel, SZ (Juli 2012)

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