Biographie Anton Karas


Anton Karas
wurde am 7. Juli 1906 in Wien geboren. Schon als Kind begeisterte er sich für Musik, besonders faszinierte ihn das Orgelspiel in der Kirche. Sein größter Wunsch war, Theaterkapellmeister zu werden. Die bescheidenen finanziellen Verhälnisse erlaubten jedoch "nur" das Erlernen des Zitherspiels. Die Zither findet er auf denm Dachboden der Großmutter, Anton war damals 12 Jahre alt.

Von 1920 bis 1924 nimmt er Abendkurse an der Pollux-Musikschule in Wien, wärend er tagsüber als Werkzeugschlosser-Lehrling arbeitet. Mit 17 Jahren wird er Berufsmusiker und spielt bei den Heurigen in Sievering/Wien auf. von 1924 bis 1928 studiert er Harmonielehre an der Musikakademie in Wien bei Prof Spiel. Während dieser Zeit gibt er auch Konzerte gemeinsam mit dem damals sehr bekannten Zitherspieler Adolf Schneer, der besonders in den adeligen Kreisen des Hauses Habsburg beliebt war.

Im Jahr 1948 begegnet Anton Karas dem englischen Filmregisseur Carol Reed und dieses Treffen verändert sein ganzes Leben. Er komponiert und spielt die Filmmusik zu "Der Dritte Mann" und aus dem Heurigenmusikanten wird mit einem Schlag der Welt berühmtester Zitherspieler.

Eine Tournee jagt die andere, er spielt in den meisten westlichen Ländern Europas, den USA, Kanada, Argentinien, Japan, Hongkong, Südafrika, Australien.

Höhepunkte waren sicherlich ein Empfang bei der englischen Königin, sowie Einladungen an den holländischen königlichen Hof, von Premierminister Churchill (1949) und eine Privataudienz bei Papst Pius VII.

Seit er als kleiner Musikant bei den Wiener Heurigen aufgespielt hat, träumt er von einem eigenen Lokal, nun hat er die Mittel sich seinen Traum zu erfüllen. Er eröffnet 1953 im 19. Wiener Gemeindebezirk die Weinschenke "Zum Dritten Mann". Sein Puplikum ist prominent und international.

Nach 12 Jahren zieht er sich zurück und beschränkt sich auf Fernsehauftritte, Eröffnungen und Konzerte zu besonderen Anlässen. 1976 ehrt ihn die Stadt Wien mit dem Goldenen Verdienstzeichen.

Die berühmte Zither erklang 1985 ein letztes Mal, bei der Beisetzung von Anton Karas auf dem Sieveringer Friedhof - heute eine Pilgerstätte für Fans aus aller Welt.



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