A Gentle Reminder Slowtide

Album Info

Album Veröffentlichung:
2018

HRA-Veröffentlichung:
16.11.2018

Label: Timezone

Genre: Songwriter

Subgenre: Contemporary

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

FormatPreisIm WarenkorbKaufen
FLAC 44.1 $ 10,20
  • 1Today03:33
  • 2Soothing Light04:00
  • 3The Shape Of Things04:17
  • 4Get Up You're Free03:46
  • 5Safe03:27
  • 6Halcyon Days02:53
  • 7Light Up02:43
  • 8The Story Of Your Life03:58
  • 9Fall Down04:23
  • Total Runtime33:00

Info zu A Gentle Reminder

Lange vor seinem von der Presse gefeierten Albumdebüt "Origins" (2009) und dessen ebenso hochgelobtem Nachfolger "Solaria" (2012) machte Kevin Werdelmann alias Slowtide schon mit den beiden Demo-CDs "Time Escape" (2001) und "Things That Fade" (2002) auf sich aufmerksam. Diese längst vergriffenen Frühwerke waren noch im besten Do-it-yourself-Gewand als CD-Rohling mit selbst ausgedrucktem Cover zu erstehen. Neun Lieder, die in schlicht instrumentierter Kulisse auf engstem Raum und mit wenigen Spuren im Schlafzimmer entstanden, denen aber schon in den Demospalten einschlägiger Magazine großes Potential bescheinigt wurde.

Mehr als 15 Jahre später flöst Kevin mit dem Album "A Gentle Reminder" diesen rohen Demo-Fragmenten neues Leben ein, kleidet sie mal elegisch mit Streichern und Flügeln, mal berauschend mit Gitarren und Synthesizern, mal gar nicht. Eine Neuinterpretation von jugendlichen Ideen aus gereiftem Blickwinkel, denen man zweifelsohne anhört, dass sie dem Künstler am Herzen liegen. Das entstandene Album versteht sich dabei eher als Kompilation, als Rundgang durch eine Ausstellung stilistisch divergierender Bilder vergangener Zeiten und huldigt damit ungeniert der Vielfalt der Möglichkeiten. So startet das Album mit dem von Angst durchzogenen, flirrenden Synth-Rock Opener "Today", verliert sich kurz darauf im intimen Chamber Pop von "Soothing Light" in zermürbender Schwermütigkeit, mahnt den Perspektivenwechsel über einem pulsierendem Lofi-Drumloop in "The Shape of Things" und schwitzt sich anschließend durch den patzigen 70er Rock von "Get Up You're Free".

Ganz in diesem Sinne steht die Ambivalenz im lyrischen Fokus: die Auflehnung gegen die eigenen Dämonen und die verheerende Kapitulation, die letzten Chancen und die ewigen Versäumnisse, aufkeimende Hoffnung und aussichtslose Verzweiflung. Während die gezupfte Ballade "Halcyon Days" noch Rausch und Euphorie huldigt, ahnt man, dass jedes Glühen wieder vergehen muss und irgendwann der Kater einsetzt ("Safe"). "Die ursprünglichen Ideen und Demos stammen aus einer für mich aufwühlenden und unsicheren Zeit, in der meine Stimmung oft fast manisch wechselte. Es war spannend das noch einmal für diese Aufnahmen zu durchleben, und warum sollte sich das nicht in der Musik widerspiegeln?", erklärt Kevin.

Aus Kontrasten entstehen eben Spannungsfelder, und so öffnet das Album zum Schluss noch einmal weite, blaue Horizonte mit Nashville Slide-Gitarren ("Light Up"), zelebriert Aufbruchsstimmung als Britpop-Hymne ("The Story Of Your Life") und mündet schließlich im gespenstischen Finale "Fall Down", das die gletscherkalte Atmosphäre abgeschiedener Einsamkeit heraufbeschwört.

Zu schade wäre es gewesen, wenn diese Songs nur Fragmente geblieben und den Besitzern der Demo-CDs vorbehalten wären. So eröffnet diese Zusammenstellung die Möglichkeit Vergangenes neu oder erstmals zu entdecken. Wenn Moment und Gegenwart im Eiltempo vorbeirasen, hilft oftmals nur der Blick in den Rückspiegel. Für Slowtide spiegelt sich darin "A Gentle Reminder".

Kevin Werdelmann, Gesang, Klavier, Gitarre, bass, Cello
Aaron Jablonski, Schlagzeug
Peter Ricken, Violine



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