Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
20.02.2026

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 48 $ 13,40
  • 1 Inner Traces 08:30
  • 2 Will You Walk A Little Faster 05:25
  • 3 Not Waving But Drowning 06:23
  • 4 Jazzonia 05:37
  • 5 Fuite D'Enfance 06:07
  • 6 Vital Spark 07:33
  • 7 Infant Joy 06:44
  • 8 Heavenly City 07:14
  • 9 These are The Things We Trust 07:28
  • Total Runtime 01:01:01

Info zu Vital Spark (Music of Kenny Wheeler)

Die Jazzlegenden Dave Holland und Norma Winstone präsentieren zusammen mit dem vielseitigen London Vocal Project „Vital Spark“ – ein Album mit einer Sammlung von Kenny Wheelers letzten Kompositionen, die im Laufe der Zeit an Pete Churchill geschickt und durch geduldiges Arrangieren, aufmerksames Zuhören und gegenseitiges Vertrauen zum Leben erweckt wurden.

Vital Spark fängt eine seltene Einheit zwischen Jazzensemble und Chor ein und offenbart einen Klang, der sowohl ungezwungen, zart und nachdenklich als auch voller Kennys Charakter und Energie ist. Die Musik enthält neue Texte von Norma Winstone sowie Wheelers Vertonungen von Gedichten von Stevie Smith, Lewis Carroll und William Blake. Das Ergebnis ist unverkennbar Kenny Wheeler: lyrisch, aber unsentimental, harmonisch reichhaltig und dennoch weitläufig. Für Dave, Norma und Pete ist dieses Projekt keine Retrospektive, sondern ein persönlicher, gemeinsamer Akt des Erinnerns und Neuinterpretierens, geprägt von jahrzehntelanger Freundschaft, Zusammenarbeit und stiller Verehrung für eine der einzigartigsten Stimmen der modernen Musik.

„Zeit und Beziehungen haben diese Musik geprägt, die Jazz, Poesie und Stimmen zu einer herausragenden Hommage an Wheelers Geist vereint. Für viele der Beteiligten war es ein sehr persönliches Projekt, das äußerst erfolgreich ist und Wheelers lyrischen und melodischen Stil mit der Vitalität eines großen Vokalensembles interpretiert und integriert.“ (WhatAboutJazz)

Norma Winstone, Gesang
Dave Holland, Bass
Nikki Iles, Klavier
James Maddren, Schlagzeug
Mark Lockheart, Tenor- und Sopransaxophon
John Parricelli, Gitarre (Tracks 3, 4, 5, 7, 8)
London Vocal Project
Pete Churchill, Leitung

Aufgenommen von Alex Bonney und Marcus Locock mit den Assistenztechnikern Luke Farnell und Tris Ellis
Abgemischt von Alex Bonney und Dave Holland in den Red Room und Earconnector Studios, London
Gemastert von Greg Calbi bei Sterling Sound
Ausführende Produzenten Dave Stapleton und Louise Holland




Norma Winstone
ist eine britische Jazz-Sängerin und -Pädagogin. Als Stipendiatin des Londoner Trinity College of Music studierte Norma Winstone drei Jahre lang Klavier und Orgel. 1971 wurde sie vom Melody Maker als beste Jazzsängerin ausgezeichnet, was dazu führte, dass sie ihr erstes Album unter eigenem Namen aufnehmen konnte. 1977 begründete sie mit John Taylor und dem Trompeter Kenny Wheeler die Gruppe Azimuth, die von der Londoner Times als die phantasievollste und interessanteste kammermusikalische Jazzgruppe weltweit bezeichnet wurde. Im Laufe ihrer langen und beeindruckenden Karriere arbeitete sie mit Kenny Wheeler, Steve Swallow, John Abercrombie, Dave Holland, Peter Erskine, John Taylor, Fred Hersch, John Surman, Jimmy Rowles, der NDR-Big Band und mehr. Sie ist außerdem als Jazzpädagogin an der Royal Academy of Music tätig. Im Jahr 2001 gewann Norma Winstone den Titel „Best Vocalist“ beim BBC Jazz Award. Für 2009 wurde ihr der Jazzahead-Skoda-Award 2009 zugesprochen. Ihr 2007 gemeinsam mit Glauco Venier und Klaus Giesing eingespieltes Album Distances wurde 2009 für einen Grammy nominiert.

David Holland
Der Kontrabassist, Cellist, Komponist und Bandleader David “Dave” Holland wurde am 1. Oktober 1946 im englischen Städtchen Wolverhampton geboren. Seine ersten musikalischen Gehversuche machte er mit zehn Jahren als Gitarrist, war aber bald schon von dem noch jungen Instrument Bassgitarre fasziniert und wechselte mit 15 zum Kontrabass. Anfang der Sechziger spielte er zunächst Blues und Rock’n'Roll in einheimischen Bands, entschloss sich daraufhin, von 1965 an an den Guildhall School Musik zu studieren und war daraufhin sowohl in klassischen Orchestern wie in unterschiedlichen Jazz-Formationen zu hören. Musikalisch flexibel traf er mit verschiedenen Stilformen zusammen, arbeitete auf der einen Seite mit Traditionalisten wie Tubby Hayes und Ronnie Scott, auf der anderen mit Free-Experimentatoren wie John Surman, Evan Parker oder Kenny Wheeler.

Im Jahr 1968 passierte ihm das, wovon viele Musiker damals träumten. Der Trompeter Miles Davis hörte ihn während eines Aufenthaltes in London, war angetan von der profunden Musikalität des Newcomers und bot ihm an, in seiner Band zu spielen. Holland nahm das Angebot an, hatte das Glück, quasi über Nacht zur Crème des modernen Jazz zu gehören und blieb bis 1970 bei Davis. In dessen Formationen wirkte er durch Aufnahmen wie “In A Silent Way” und “Bitches Brew” (beide 1969)an der Geburt des Jazz Rocks mit. Darüber hinaus fand er Geschmack an der neuen Offenheit der improvisierenden Musik und gründete 1970 zusammen mit dem Pianisten Chick Corea, dem Saxofonisten Anthony Braxton und dem Schlagzeuger Barry Altschul das kurzlebige, aber einflussreiche Free-Quartett “Circle” (“Paris Concert”, 1972).

Dave Holland wurde zu einer der prägenden Kontrabassisten der gemäßigten Avantgarde. Auf der einen Seite kultivierte seinen sonoren, vokalnahen und wandlungsfähigen Ton, auf der anderen trieb ihn die musikalische Neugier in sehr unterschiedliche Projekte. Holland wirkte in experimentellen Ensembles etwa an der Seite von Paul Bley (1972/73) oder Sam Rivers (1976–80) mit, war durch “Gateway” (1975) mit John Abercrombie und Jack DeJohnette Teil eines der führenden Modern Jazz Trios und wagte als einer der ersten Bassisten unbegleitete Solo-Alben (“Emerald Tears”, 1977; “Ones All”, 1995) aufzunehmen. Seit den achtziger Jahren konzentrierte er sich neben zahlreichen Jobs als Sideman auf seine verschiedenen Quintettbesetzungen. In Fortführung dessen, was er selbst als Juniorpartner von Miles Davis genossen hatte, entdeckte und förderte er in seinen Bands junge Musiker wie die Saxofonisten Steve Coleman (“Jumpin' In”, 1984), Eric Person (“Dream Of The Elders”, 1996), Steve Wilson (“Points Of View”, 1998) oder auch Chris Potter (“Prime Directive”, 1999).

Darüber hinaus ist Dave Holland auf Hunderten von Studioaufnahmen zu hören und sekundierte Kollegen wie Joe Henderson, Pat Metheny, Herbie Hancock, Charles Lloyd oder auch jüngere Koryphäen wie James Carter, Joe Lovano und Gary Thomas. Von 1982 an gab er sein Wissen und seine Erfahrung als Dozent an der Banff School Of Fine Arts weiter, 1987 unterrichtete er am New England Conservatory, im Jahr 2000 bekam er vom Berklee-College in Boston die Ehrendoktor-Würde verliehen. Seine Fähigkeit, sich in Klangwelten einzufinden, die über die afroamerikanische Traditionsbildung hinaus gehen, und die Offenheit, mit der er sich auf zeitgenössische Projekte einlassen kann, machten ihn zum idealen Partner für kammerjazzige Komponisten und Instrumentalisten wie seinen vom Free-Pionier zum Sound-Ästheten gewandelten Landsmann John Surman und den tunesischen Oud-Spieler Anouar Brahem (“Thimar”, 1998). Neben weiteren Quintettaufnahmen (“Not for Nothin'”, 2001; “Extended Play”, 2003) verwirklichte Dave Holland sich 2001 einen lang gehegten Traum und gründete zunächst im Auftrag des Monterey Festivals eine eigene, aus New Yorker Szene-Profis bestehende Big Band, mit der er 2005 auf dem eigens gegründeten Label Dare2 das Album “Overtime” veröffentlichte.



Dieses Album enthält kein Booklet

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