Playing John Williams David Helbock

Cover Playing John Williams

Album Info

Album Veröffentlichung:
2019

HRA-Veröffentlichung:
30.08.2019

Label: ACT Music

Genre: Jazz

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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FLAC 96 $ 12,80
  • John Williams (b. 1932):
  • 1Hedwig's Theme 101:53
  • 2Theme from E.T.03:39
  • 3Theme from Schindler's List05:04
  • 4Superman March03:19
  • 5Hedwig's Theme 201:22
  • 6Escapades, 1. Closing In03:42
  • 7Moonlight05:38
  • 8Duel of the Fates04:38
  • 9Hedwig's Theme 301:28
  • 10Raiders March04:26
  • 11Hymn to the Fallen04:52
  • 12Theme from Jurassic Park03:33
  • 13Theme from Jaws02:17
  • 14Hedwig's Theme 403:12
  • 15Star Wars04:00
  • 16A Prayer for Peace02:24
  • Total Runtime55:27

Info zu Playing John Williams

Der österreichische Jazzpianist David Helbock interpretiert Musik des mehrfachen Oscar und Grammy prämierten US-amerikanischen Filmkomponisten John Williams.

Es gibt Musik, die lässt einen im Leben nicht mehr los. Sie berührt so stark, dringt tief in einen ein und bleibt unauslöschlich im Gedächtnis haften. Oft kommen außermusikalische Ereignisse hinzu, die sich mit dem Hörerlebnis verknüpfen und die Erinnerung noch fester zementieren. So erging es auch David Helbock als er das Kino für sich entdeckte und hier der Musik von John Williams begegnete. „Er begleitet mich bereits mein ganzes Leben. Ich bin ein großer Star Wars Fan und kann mich auch noch genau erinnern, wie ich als Kind unzählige Male den Film „E.T.“ gesehen und mit dem außerirdischen Wesen und seinen menschlichen Freunden mitgefiebert habe. Oder an „Jurassic Park“, mein erster Kinobesuch ohne Eltern. Auch das Wechselbad der Gefühle zwischen Faszination und Angst werde ich nicht vergessen, als ich den „Weißen Hai“ erstmals schaute. All das waren tief emotionale und prägende Erlebnisse für mich und verantwortlich dafür war auch immer der Soundtrack zu den Filmen.“

Aber was macht die Wirkung von John Williams aus, sodass einem unweigerlich die Musik in den Kopf kommt, wenn man über die Filme spricht, die er als Komponist mitgeprägt hat? Helbock erklärt: „Natürlich ist seine Musik in den Filmen letztendlich aufgeblasen und toll orchestriert, aber im Kern ist John Williams vor allem ein großer Melodienschreiber. Diese treffen mitten ins Herz und lösen die Emotionen aus. Nehmen wir Hedwig´s Theme“ aus Harry Potter, eine simple, aber ungemein tiefgehende Melodie. Oder auch das ergreifende Thema zu Schindlers Liste. Für mich ist Williams deshalb auch ein Filmkomponist der alten Schule, wenn man ihn mit moderneren Komponisten wie Hans Zimmer vergleicht, die viel weniger auf musikalische Komposition, sondern mehr auf Soundeffekte und Show setzten.“Eine Anekdote verdeutlicht anschaulich, wie sehr Williams bestrebt war, die Essenz eines Films ebenbürtig durch Musik auszudrücken. „Weil er von „Schindlers Liste“ so sehr beeindruckt war, traute er sich zunächst nicht, für den Film zu komponieren. Er befürchtete, dass seine künstlerischen Fähigkeiten für diesen seiner Meinung nach großartigen Film nicht ausreichen würden.

Daher ging Williams auf Regisseur Steven Spielberg zu und sagte zu ihm: „Steven, du benötigst einen besseren Komponisten, als ich es bin.“ Daraufhin antwortete der Regisseur: „Ich weiß! Aber die sind alle tot.“ Ermutigt durch diesen Satz schritt Williams zur Tat und komponierte das musikalische Thema des Films. Unvergessen ist auch die Musik zum „Weißen Hai“. Einfach, aber mit großer Wirkung, wie David Helbock findet: „Man sieht ja nicht wirklich viel Grauenvolles in diesem Film, im Vergleich zu den Horrorfilmen von heute. Aber die Musik macht es eben so ungeheuer spannend. Es sind eigentlich nur zwei Töne in einem stetigen Rhythmus, aber immer wenn dieser Rhythmus kommt, verfällt man in Aufregung.“

„Ich habe alles Mögliche mit John Williams Musik gemacht, sie reharmonisiert, andere Taktarten verwendet und vieles mehr, um so natürlich auch meine eigene Stimme miteinfließen zu lassen“, erzählt David Helbock über den Schaffensprozess. „Aber bei allen Änderungen bleibt die Melodie immer dieselbe und so bleibt der Wiedererkennungseffekt erhalten. Viel passierte bei den Bearbeitungen intuitiv und ist von den Emotionen gelenkt, die die jeweiligen Filme in mir auslösen. Ich habe mir also die Hauptmelodien aufgeschrieben, dann zuerst die Filme angeschaut, bevor ich schließlich improvisatorisch am Klavier meine Versionen entwickelt und langsam erweitert habe.“

Die Musik von John Williams solo am Klavier im Jazz-Gestus – in mehrerer Hinsicht passt dies zusammen: So besitzt der Filmkomponist selbst Jazzwurzeln. Während seines Klavierstudiums an der Juilliard School in New York hat er nebenbei in den dortigen Bars Jazz gespielt. Diese Prägung hört man bis heute, zum Beispiel in „Moonlight“ aus dem Film Sabrina, ein waschechter Jazzsong. Zum anderen: „Natürlich hat Williams sich dann recht schnell zum klassischen Orchesterkomponisten entwickelt, aber für mich ist das Klavier an sich schon ein ganzes Orchester mit einem Füllhorn an Klangmöglichkeiten. Noch mehr, wenn ich meine Inside-Piano-Techniken einsetze, also Saiten mit der Hand abdämpfe, Akkorde auf den Saiten streiche oder das Innere des Klaviers als Perkussionsinstrument verwende“, schildert Helbock, dass Klavier und Orchester gar keine so großen Gegensätze sein müssen, wie man denken mag. Und so spielt der „Geschichtenerzähler am Klavier“ (3sat) einen ganz anderen John Williams als wir es aus dem Kino gewohnt sind, bleibt im Kern aber dennoch ganz beim Großmeister der Filmmusik selbst.

David Helbock, Klavier




David Helbock
Zweimal Preisträger und der Publikumspreis beim weltweit größten Jazz-Piano-Solo-Wettbewerb des Jazzfestivals Montreux, begeisterte/internationale Kritiken für seine CDs und der wichtigste Förderpreis des Bundes Österreich 2011 - der "Outstanding Artist Award" - der aus dem kleinen österreichischen Dorf Koblach stammende Pianist David Helbock ist zweifellos auf dem besten Weg zu einer internationalen Karriere.

Helbock ist aber nicht nur ein hervorragender Pianist, sondern auch ein eigenwilliger Denker, der in seine Projekte nicht nur außerordentliche Fingerfertigkeit, sondern auch jede Menge Hirnschmalz investiert.

David Helbock, am 28. Jänner 1984 geboren, begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen.

Er studierte am Konservatorium Feldkirch bei Prof. Ferenc Bognar Klavier, wo er 2005 sein klassisches Konzertfach-Diplom mit Auszeichnung abschloss und nahm seit 2000 zusätzlich Unterricht beim New Yorker Jazzpianisten Peter Madsen, der sein Lehrer, Mentor und Freund wurde.

David Helbock spielte Konzerttourneen und Aufnahmen in Länder wie den USA, Australien, Mexiko, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, China, Mongolei, Südafrika, Äthiopien, Kenia, Senegal, Marokko, Indonesien, Malaysia, Indien, Brasilien, Argentinien, Chile und überall in Europa.

David Helbock ist seit Beginn seiner Musikerlaufbahn außerdem als Komponist sehr aktiv. Zu seinen Werken zählt ein großes „Jahreskompositionsprojekt“ in dem er für ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück geschrieben hat (Anfang 2010 ist das "Personal Realbook" mit über 600 Seiten Musik erschienen)

Booklet für Playing John Williams

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