Los Tangueros: Argentine Tangos & Klezmer Walter Abt & Gianfranco Grisi

Album Info

Album Veröffentlichung:
2018

HRA-Veröffentlichung:
12.07.2018

Label: A B T music

Genre: World Music

Subgenre: Worldbeat

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 48 $ 13,50
  • 1El choclo03:22
  • 2La Gomavera06:33
  • 3Ballad for a Klezmer04:22
  • 4Milonga de mis Amores03:44
  • 5A Genejwe03:00
  • 6Yankele / Oifn Pripitchik04:58
  • 7Preludio Matinal02:37
  • 8Nuovo Cinema Paradiso07:07
  • 9Suite Buenos Aires: Pompeya04:17
  • 10Suite Buenos Aires: Palermo04:14
  • 11Suite Buenos Aires: San Telmo03:54
  • 12Rabbi Montenyu03:16
  • Total Runtime51:24

Info zu Los Tangueros: Argentine Tangos & Klezmer

Wenn es um Tango geht, sind Astor Piazzolla und das Bandoneon zur „Marke“ dafür geworden – aber es gibt noch eine Welt jenseits des „Tango Nuevo“, die in einem früheren Stadium überhaupt erst die Voraussetzungen dafür schuf! Diesen Aspekt möchten der Gitarrist Walter Abt und der Concertina-Spieler Gianfranco Grisi mit ihrem neuen Album „Los Tangueros“ beleuchten.

Da ist einmal dieses Instrument, das heute eher unbekannt ist: Das Concertina ist gewissermaßen der Vorläufer des Bandoneon - seine Spielweise ist nicht eben einfach zu erlernen, der Klang ist weicher und zarter als sein späterer „großer“ Bruder. Um sich mit der feinziselisierten, vielgestaltigen Saitenkunst von Walter Abt zu verbinden, ist das Concertina auf der vorliegenden neuen CD auf jeden Fall die richtige Wahl. Denn diese beiden Instrumente können als echte Dialogpartner auf Augenhöhe miteinander umgehen. Harmonien und filigrane Läufe von Abts Gitarre beflügeln und umranken das sangliche, dynamisch vielgestaltige Concertina-Spiel des italienischen Partners auf vielfältige Weise. Hier stimmen zwei überein - soviel ist hör- und spürbar!

Ein Anliegen war, die Tanzform der Milonga, die gewissermaßen für den Tango die Voraussetzungen bildete, zu beleuchten und Zusammenhänge und Schnittstellen zu verwandten Gefilden auszuloten. Und deren gibt es viele, um hier die entspannt-eloquente Spiellust von Walter Abt und Gianfranco Grisi in bestem Sinne zu beflügeln: Angel Villodos El Choclo zeigt, was immer im Zentrum stehen muss - nämlich eine prägnante Song-Idee, die so ganz die lateinamerikanische Lebenslust erstrahlen lässt. Ebenso erweist sich Walter Abt als stilistisch aufgeschlossener Stückeschreiber, der die vielen südamerikanischen Stilistiken intuitiv „erfühlt“ und eine eigene, zeitlos-moderne Tonsprache daraus ableitet. In seinem Stück La Gomavera überwiegt die hohe Kunst des entspannten Geschichtenerzählens. Ein berückend balladesker Gestus kommt in seinem Preludio Matinal zum Tragen.

Wie groß die Schnittstelle zwischen Klezmer und Tango ist, bewies Giora Feidman, der lange in Buenos Aires lebte. Mit einer erst rezitativischen, dann aber leidenschaftlich vorwärts stürmenden Ballade for a Klezmer zollen Walter Abt und Gianfranco Grisi diesem Weltbürger würdig Tribut.

Dass auch der Tango ohne den Einfluss Johann Sebastian Bachs kaum denkbar wäre, legen vor allem jene Arpeggien offen, welche Pedro Laurenz Milonga mis Amores öffnen. Wunderbar gleichberechtigt verzahnen sich Gitarre und Concertina in einem federleichten Figurenspiel. Ennio Morricons Stück Nuevo Cinema Paradiso ist ein Paradestück für den Concertina-Klang des Intalieners, was dann auch die vertrauten Bezüge zu den großen Filmmusiken assoziieren lässt.

Und dann lebt auch mal der echte Tango, wie ihn Piazzolla in einem noch kommenden Kapitel der Musikgeschichte weiterdenken könnte - in einer lichtdurchfluteten Tanzsuite von Diego Maximo Pujol, bevor Samuel Bugatchs Klezmer-Stück Rabbi Noneny eine latent orientalische Färbung zum Leuchten bringt. Endlos könnte man dem Spiel der beiden Künstler weiter zuhören, in dem so viel südländische Wärme erlebbar wird!" (Stefan Pieper, Klassik-heute)

Walter Abt, Gitarre
Gianfranco Grisi, Klavier




Walter Abt
geboren in Memmingen, Deutschland, ist ein außergewöhnlich vielseitiger Komponist und Interpret, mit einem besonderen Gespür für Improvisation, beeinflusst durch seine Freundschaft mit Sinti-Musikern. Im zarten Alter von 17 Jahren spielte er bereits verschiedene Instrumente in zahlreichen Ensembles: Jazz- und Akustikgitarre, Klavier, Trompete, Flügelhorn, Kontrabass, Akkordeon und Posaune. Solistische Präzision und technischen Schliff erhielt er während seines Studiums an der Musikhochschule in Graz, am Conservatorio Statale in Verona sowie in der Meisterklasse am Mozarteum Salzburg. Als Leiter des “ Munich Guitars Orchestra“ wurde er 1992 mit dem 1. Preis beim Bayerischen Orchesterwettbewerb sowie beim Deutschen Orchesterwettbewerb des Deutschen Musikrats ausgezeichnet. Er erhielt ebenfalls den Sonderpreis für hervorragende Interpretation zeitgenössischer Musik. 1998 wirkte Walter Abt als Arrangeur und Solist für Giora Feidman bei der CD „Schubert und Jiddische Lieder“ mit und konzertierte mit Feidman bei Live-Auftritten im Fernsehen. Auch die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Leo Brouwer, Paulo Bellinati, Gianfranco Grisi, Ennio Morricone mit Orchestern wie den „Virtuosi di Praga“, „der Georgischen Kammerphilharmonie Ingolstadt“ und dem venezianischen „Orchestra de la Fenice“ ist durch Video- und CD-Einspielungen („Spaces“, „Concierto de Aranjuez“, “ Concerto del Benaco“) dokumentiert. Er überrascht sein Publikum immer wieder mit einer musikalischen Gratwanderung zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik –auch mit historischen Instrumenten wie der Laute oder der Vihuela und ist ein gern gesehener Gast bei vielen internationalen Festivals.



Dieses Album enthält kein Booklet

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