Cover Handel: Concerti a due cori

Album Info

Album Veröffentlichung:
2018

HRA-Veröffentlichung:
09.02.2018

Label: Harmonia Mundi

Genre: Classical

Subgenre: Chamber Music

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • Georg Friedrich Händel (1685 - 1759): Concerto in F Major, HWV 334:
  • 1Concerto in F Major, HWV 334: I. Ouverture01:41
  • 2Concerto in F Major, HWV 334: II. Allegro02:46
  • 3Concerto in F Major, HWV 334: III. Allegro ma non troppo03:08
  • 4Concerto in F Major, HWV 334: IV. Adagio02:25
  • 5Concerto in F Major, HWV 334: V. Andante larghetto03:23
  • 6Concerto in F Major, HWV 334: VI. Allegro04:18
  • Concerto in B-Flat Major, HWV 332:
  • 7Concerto in B-Flat Major, HWV 332: I. Ouverture01:24
  • 8Concerto in B-Flat Major, HWV 332: II. Allegro ma non troppo02:17
  • 9Concerto in B-Flat Major, HWV 332: III. Allegro02:31
  • 10Concerto in B-Flat Major, HWV 332: IV. Largo02:29
  • 11Concerto in B-Flat Major, HWV 332: V. A tempo ordinario01:36
  • 12Concerto in B-Flat Major, HWV 332: VI. Alle breve moderato02:21
  • 13Concerto in B-Flat Major, HWV 332: VII. Minuet02:13
  • Concerto in F Major, HWV 333:
  • 14Concerto in F Major, HWV 333: I. Pomposo01:46
  • 15Concerto in F Major, HWV 333: II. Allegro01:57
  • 16Concerto in F Major, HWV 333: III. A tempo giusto02:52
  • 17Concerto in F Major, HWV 333: IV. Largo02:13
  • 18Concerto in F Major, HWV 333: V. Allegro ma non troppo03:48
  • 19Concerto in F Major, HWV 333: VI. A tempo ordinario03:26
  • Total Runtime48:34

Info zu Handel: Concerti a due cori

Händel hat Zeit seines Lebens einen besonderen Bezug zum Genre des Concerto gehabt. Während die meisten Komponisten sich bemühten, durch die Virtuosität der Stücke dem Geschmack des Publikums zu schmeicheln oder aber den Amateuren entgegenzukommen, die ein ihren Fähigkeiten entsprechendes Repertoire erwarteten, tat sich Händel in seinen späteren Jahren damit hervor, dass er Konzerte schrieb, die bei Aufführungen von Werken größeren Formats als Zwischenspiel (Intermedium) dienten. Die drei Concerti a due cori (Doppelchörige Konzerte) komponierte er für die Oratoriensaison des Covent Garden 1747 / 1748. Sie boten dem Publikum eine doppelte Neuerung. Denn für diese Konzerte überarbeitete Händel sein Konzept der Transkription, indem er seine äußerst erfolgreichen Chorwerke in Form von instrumentalen, wunderbar orchestrierten Concerti noch einmal neu auflegte. Allerdings war Händels Orchester sehr speziell. Er rekrutierte Oboisten, Fagottisten, Hornisten und andere Bläser aus ehemaligen Militärkapellen, um mit ihnen zwei Chöre aus Blasinstrumenten zu bilden und mit ihnen neben den Streichinstrumenten neue Effekte und orchestrale Klangfarben zu schaffen.

Freiburger Barockorchester
Petra Müllejans, Dirigent
Gottfried von der Goltz, Dirigent




Das Freiburger Barockorchester
besteht aus 27 Musiker-Gesellschaftern (elf Violinen, vier Violen, zwei Violoncelli, Kontrabass, Cembalo, zwei Flöten, zwei Oboen, Fagott, zwei Hörner und einer Trompete) sowie zahlreichen Gastmusikern, die das Orchester um Instrumente ergänzen, die im festen Orchesterstamm nicht zu finden sind (wie Blockflöte, Klarinetten, Trompeten, Pauken, Viola da Gamba und Laute). Gastmusiker werden auch für größere Besetzungen (Opern, romantisches Repertoire) hinzugezogen und sind auf vielen CD-Aufnahmen des FBO zu hören.

Der Legende nach begann alles am Silvesterabend 1985, als sich mehrere Studenten der Freiburger Musikhochschule - angeregt vom bevorstehenden Jahreswechsel und ein paar Glas Sekt - entschlossen, sich zu einem Ensemble zusammenzutun und auf historischen Instrumenten Barock zu spielen.

Nach zwei Jahren Probenarbeit mit intensivem Quellenstudium und angeregten Diskussionen darüber, wie denn wohl diese oder jene Phrase im barocken Sinne zu spielen sei, war es dann soweit: Am 8. November 1987 traten die Musiker erstmals unter dem Namen „Freiburger Barockorchester“ in der Burgheimer Kirche in Lahr auf. Auf dem Programm stand Barockmusik aus England (Purcell), Frankreich (Lully), Italien(Corelli), Österreich (Muffat) und Holland (Wassenaer).

Mit dieser Perspektive nähern sich die Musiker des Freiburger Barockorchesters auch nach fast dreißig Jahren ihres Bestehens immer noch einem einzelnen Werk oder einem Konzertprogramm. Mittlerweile hat sich allerdings ihr Repertoire eindrucksvoll vergrößert, mit einer Bandbreite vom barocken 17. Jahrhundert über Klassik und Romantik bis in die Gegenwart. Ja, inzwischen haben „die Freiburger“ (wie sie in der Musikszene häufig genannt werden) auch zeitgenössische Komponisten inspiriert, für ihre Barockinstrumente und ihre experimentelle, musikalische Neugier zu komponieren. Sehr oft sogar mit explizit barockem Bezug, etwa wie im August 2009 bei der Bachwoche Ansbach, wo die Musiker ein „Ansbachisches Konzert“ von Manfred Trojahn (Sentimenti del tempo) aus der Taufe hoben, das sich in Besetzung und konzertantem Gestus auf Johann Sebastian Bachs 4. „Brandenburgisches Konzert“ bezieht.

Eine weitere untrennbar mit dem FBO verbundene Eigenschaft ist das überwiegende Spiel ohne Dirigenten. Wie im 18. Jahrhundert üblich, wird auch das Freiburger Barockorchester vom Pult des Konzertmeisters aus geleitet. Weniger historisch, sondern vielmehr äußerst zeitgemäß, wird bei den „Freiburgern“ diese Position von zwei gleichberechtigten künstlerischen Leitern (also einer „Doppelspitze“) ausgefüllt, die im Wechsel einzelne Projekte leiten: Gottfried von der Goltz und Petra Müllejans. Selbstverständlich werden für größer besetzte Werke Dirigenten eingeladen - prominentester Gast und ein besonders beliebter Partner der Musiker ist René Jacobs, unter dessen Leitung das FBO für die Einspielung von Mozarts Oper „Idomeneo“ den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2009 erhalten hat. Mit dem spanischen Dirigenten Pablo Heras-Casado arbeitet man seit einigen Jahren sehr erfolgreich an Projekten mit sinfonischem Repertoire. Oft, und auch dies ist eine besondere Qualität des FBO, treten Musiker aus den eigenen Reihen als Solisten im Konzert und auf CD auf. Und damit wären wir auch bei dem Markenzeichen des Freiburger Barockorchesters angelangt: hoher Anspruch, große Spielfreude und wache musikalische Neugier. Unbekannte Musik neu zu entdecken ist dabei ebenso wichtig, wie bekannte Musik auf eine neue Art zum Sprechen zu bringen. Mit diesem künstlerischen Credo hat das Freiburger Barockorchester die bekanntesten Konzersäle der internationalen Musikszene erobert, in denen es mit ungefähr 100 Auftritten pro Jahr zu hören ist. Oft mit einigen der bekanntesten Interpreten unserer Zeit wie Christian Gerhaher, Isabelle Faust, Philippe Jaroussky und René Jacobs. Die Diskographie des Orchesters ist inzwischen auf über 60 CDs angewachsen, von denen viele Aufnahmen preisgekrönt sind. Dass sich das Freiburger Barockorchester auch in der traditionellen Klassikszene ganz nach oben gespielt hat, belegt die Tatsache, dass es 2009 als erstes Barockorchester überhaupt eingeladen wurde, die Salzburger Festspiele zu eröffnen.

Neben der eigenen Konzertreihe im Freiburger Konzerthaus hat das FBO auch in der Stuttgarter Liederhalle und der Berliner Philharmonie seit 15 Jahren mit einer selbst veranstalteten Konzertreihe eine musikalische Heimat gefunden.



Booklet für Handel: Concerti a due cori

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