Cover Leipziger Disputation

Album Info

Album Veröffentlichung:
2019

HRA-Veröffentlichung:
04.04.2019

Label: Carus

Genre: Classical

Subgenre: Vocal

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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FLAC 96 $ 16,70
  • 1Et ecce terrae motus00:32
  • Antoine Brumel (1460 - 1513): Missa Et ecce terræ motus:
  • 2Missa Et ecce terræ motus: I. Kyrie05:46
  • 3Missa Et ecce terræ motus: II. Gloria08:34
  • Josquin Des Prez (1450 - 1521):
  • 4De profundis clamavi à 504:39
  • Johann Walter (1496 - 1570):
  • 5Aus tiefer Not schrei ich zu dir03:01
  • Locus iste:
  • 6Locus iste01:13
  • Antoine Brumel: Missa Et ecce terræ motus:
  • 7Missa Et ecce terræ motus: III. Credo09:14
  • Johann Walter:
  • 8Beati immaculati in via06:20
  • Domine Deus:
  • 9Domine Deus02:29
  • Antoine Brumel: Missa Et ecce terræ motus:
  • 10Missa Et ecce terræ motus: IV. Sanctus11:56
  • Cipriano de Rore (1515 - 1565):
  • 11Usqueqo domine07:01
  • Thomas Stoltzer (1480 - 1526):
  • 12Herr, wie lang wilt du mein so gar vergessen05:44
  • Antoine Brumel: Missa Et ecce terræ motus:
  • 13Missa Et ecce terræ motus: Va. Agnus Dei I02:54
  • 14Missa Et ecce terræ motus: Vb. Agnus Dei II03:21
  • Nicolas Gombert (1495 - 1560): Missa Tempore paschali:
  • 15Missa Tempore paschali: V. Agnus Dei02:34
  • Total Runtime01:15:18

Info zu Leipziger Disputation

Streiten und Singen in Leipzig: Die sogenannte »Leipziger Disputation« war ein mit aller Vehemenz geführtes theologisches Streitgespräch zwischen dem papsttreuen katholischen Theologen Johannes Eck und den führenden Vertretern der Reformation, Martin Luther, Andreas Karlstadt und Philipp Melanchton, das vom 27. Juni bis zum 16. Juli 1519 im damals noch katholischen Leipzig stattfand und bei dem die wesentlichen Unterschiede zwischen katholischer und reformatorischer Lehre offenbar wurden. Das von der Universität Leipzig organisierte Ereignis fand in Gegenwart des Herzogs Georg von Sachsen – ein entschiedener Gegner Luthers – in der Hofstube der Leipziger Pleißenburg statt. Nach der Begrüßung des gesamten Auditoriums ging man zunächst gemeinsam zu einer Messe in die Thomaskirche, bei der sich natürlich auch der Thomanerchor unter der Leitung des damaligen Thomaskantors Georg Rhau hören ließ.

Diesem musikalischen »Nebenprogramm« widmet sich das erste gemeinsame Aufnahmeprojekt der beiden international renommierten Vokalformationen amarcord und Calmus Ensemble aus Leipzig. Im Zentrum des CD-Programms steht die klangprächtige zwölfstimmige Messe Et ecce terrae motus von Antoine Brumel (um 1460–nach 1513), die der Überlieferung nach zu diesem Anlass erklungen sein soll. Das Werk ist ohne Zweifel ein kunstvoller Meilenstein der mehrstimmigen Vokalmusik der Renaissance und war so etwas wie der musikalische Höhepunkt der Veranstaltung. Ergänzt wird die Messe auf der CARUS-Aufnahme durch weitere Kompositionen aus der Feder von Renaissance-Meistern: darunter Josquin des Préz, Johann Walter und Thomas Stoltzer.

Am Ende des knapp dreiwöchigen Disputs beanspruchten übrigens beide Parteien jeweils für sich den Sieg, und der Bruch zwischen Rom und Lutheranern manifestierte sich endgültig.

"Wunderbar musizierte gregorianische Antiphone ergänzen die Aufnahme, von jeweils Calmus und Amarcord allein musizierte Sätze von Zeitgenossen Brumels schmuggeln andere Farben in den Messzusammenhang. Es ist einfach alles wunderbar." (Aachener Zeitung)

"Diese musikalische Disputation ist schon auf Tonträgern ungeheuer sinnlich, beeindruckend, beredt - und auch unterhaltsam." (Peter Korfmacher, FAZ)

Anna Kellnhofer, Sopran
Isabel Schicketanz, Sopran
Amarcord
Calmus Ensemble




Amarcord
Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind die besonderen Markenzeichen von amarcord. Das äußerst facettenreiche und breitgefächerte Repertoire umfasst Gesänge des Mittelalters, Madrigale und Messen der Renaissance, Kompositionen und Werkzyklen der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts sowie A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder und bekannter Songs aus Soul und Jazz.

Neben dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor zählt amarcord zu den wichtigsten Repräsentanten der Musikstadt Leipzig im In- und Ausland. Regelmäßig gastiert die Gruppe bei den bedeutenden Musikfestivals. Zahlreiche Konzerttourneen führten die Sänger in über 50 Länder und auf nahezu alle Kontinente der Erde. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut gastierten sie in Australien, Südostasien, dem Nahen Osten, Russland, Afrika und in Mittelamerika.

Das 1997 von amarcord ins Leben gerufene Internationale Festival für Vokalmusik „a cappella“ (www.a-cappella-festival.de) hat sich unter der künstlerischen Leitung der Gruppe zu einem der wichtigsten Festivals seiner Art entwickelt. Regelmäßig sind die Stars der Szene wie The Real Group, The King’s Singers oder Take 6 im Frühjahr in Leipzig zu erleben. Zahlreiche CDs dokumentieren eindrucksvoll die Facetten des Repertoires und werden vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Für die CD Folks & Tales erhielten die Sänger 2014 ihren sechsten Contemporary A Cappella Recording Award – den „A-cappella-Oscar“, mit dem jährlich die besten Produktionen weltweit im A-cappella-Bereich prämiert werden. Die CD Zu S Thomas mit zwei gregorianischen Messen aus dem Thomas-Graduale der Leipziger Thomaskirche wurde 2013 mit dem International Classical Music Award (ICMA), dem wichtigsten Preis der europäischen Schallplattenkritik, ausgezeichnet. 2012 erhielten die Sänger für Das Lieben bringt groß’ Freud! den ECHO Klassik in der Kategorie Ensemble des Jahres/vokal.

Calmus Ensemble
Homogenität, Präzision, Leichtigkeit und Witz – das sind die Markenzeichen von Calmus, heutzutage eine der erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands. Das Ensemble besitzt eine Klangkultur, wie sie nur von wenigen erreicht wird. Die breite Palette an Klangfarben, die Musizierfreude, die die Musiker auf der Bühne vermitteln, aber auch ihre abwechslungs- und einfallsreichen Programme werden von der Presse immer wieder hervorgehoben. Die fünf Leipziger haben eine ganze Reihe internationaler Preise und Wettbewerbe gewonnen, u.a. den ECHO Klassik und den Supersonic Award, und der Radius ihrer Aktivitäten wird ständig größer und führt sie durch ganz Europa sowie Nord- und Südamerika. 2010 gab das Quintett sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall.

Unermüdlich sind die Musiker bestrebt, neues Repertoire zu entdecken. Geprägt von der vielhundertjährigen Tradition großer deutscher Knabenchöre sind sie natürlich in der Vokalmusik der Renaissance, des Barock und der Romantik zu Hause. Musik unserer Zeit ist ihnen aber ebenfalls ein echtes Anliegen. In allen Sparten gibt es immer wieder interessante Partnerschaften mit Kollegen wie der Lautten Compagney Berlin, dem Raschèr Saxophone Quartet, der Hamburger Ratsmusik oder der Bigband des Hessischen Rundfunks. Da diese im Bereich der zeitgenössischen Musik häufig völlig neues Repertoire bedeuten, hat Calmus über die Jahre zahlreiche Kompositionsaufträge u. a. an Bernd Franke, Steffen Schleiermacher, Wolfram Buchenberg, Mathew Rosenblum, Bill Dobbins, Michael Denhoff und Harald Banter vergeben und Uraufführungen gesungen. Dass sie gerne Pop, Folk und Jazz sowie Chansons und Evergreens der zwanziger Jahre singen, das versteht sich von selbst!

Ein Teil ihrer Zeit ist der Nachwuchsförderung gewidmet, denn Unterricht und Workshops gehören zu ihrem Alltag, zu Hause in Leipzig und unterwegs. Kein Wunder, dass Calmus mit der einzigartigen Besetzung aus Sopranistin, Countertenor, Tenor, Bariton und Bass überall auf der Welt immer mehr Fans hat.



Booklet für Leipziger Disputation

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