Album Info

Album Veröffentlichung:
2017

HRA-Veröffentlichung:
16.11.2017

Label: Edition Kohlstedt

Genre: Electronic

Subgenre: Ambient

Das Album enthält Albumcover

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FLAC 96 $ 15,30
  • 1NAO06:21
  • 2KSY06:12
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  • Total Runtime49:19

Info zu Strom

Martin Kohlstedts Opus "Strom" ist ein Handstreich der Unbarmherzigkeit, das Klavier den Elementen auszusetzen.

Im Fluss der neun Stücke löst sich der Komponist auf und macht Musik in ihrer ureigensten Dynamik erfahrbar. Man wird Zeuge davon, wie sich Nähe und Intimität zu Weite und Gewalt wandeln, sowie Schönheit in alledem zu finden ist - vor allem aber im Vergehen. Konsequent entwickelt "Strom" dabei verschiedenste Formwelten, erscheint neblig gefährlich, dann wieder ganz direkt, fast verspielt, bis hin zum Erstarren vor der eigenen Größe. Dabei wurden für "Strom" keine Pointen erdacht und keinerlei Maß genommen. Stattdessen wirkt es so, als ob Martin Kohlstedt es geschafft hätte, der Intuition ein Monument zu bauen. Dabei sind unabänderliche Denkmäler gar nicht Kohlstedts Spezialität, ganz im Gegenteil. Bekannt geworden ist der Thüringer vor allem für die Energie und Unberechenbarkeit seiner Konzerte. Nach zwei Solo-Piano Alben legte er Schablonen für das Instrument ab und entwickelte seine eigene Selbstverständlichkeit, Elektronik und Effekte so zu spielen, als seien sie nur weitere Tasten auf der schwarzweißen Klaviatur. "Strom" ist Martin Kohlstedts drittes Studioalbum und ebenso ein Destillat dieser Entwicklung wie auch ein Blick in die Zukunft: Bevor der Komponist auf sein Publikum trifft, prallt er in diesem ersten aller Räume mit sich selbst zusammen. Inszenierung ist hier fehl am Platz. Sound und Struktur treten hinter den Wunsch, mit der Musik andere Orte zu erreichen. Man hört dem nach - seinen Händen - die all die Arbeit verrichten, feinfühlig und größenwahnsinnig zugleich. Und bleibt doch ganz bei sich, wie auf seinen Konzerten. Mehr braucht man über Martin Kohlstedt nicht zu wissen.

Martin Kohlstedt, Klavier, Keyboards, Synthesizers, Electronics




Martin Kohlstedt
Intuitively Martin Kohlstedt feels his way through this body of wood, felt hammers and steel strings. The young composer, who grew up in the forests of Thuringia, doesn’t just put on an anonymous fingerplay - he perpetually opens himself up with each and every moment, with every stroke of the keys. An attempt to create something close and personal - beyond sophisticated classics or artificial pathos. Kohlstedt isn’t reenacting a play, he’s holding a musical conversation with his instruments. At times he might even lose his self-control and get carried away. Particularly in a concert setting, one might take note of this kind of aggressive straightforwardness, perhaps making him seem vulnerable. If you were standing off to the side, you could even find it cheesy. Nevertheless, the argumentation between character and piece is so fierce, that you just can’t get around it. Consider yourself lucky under these circumstances - because that’s exactly what Martin Kohlstedt needs, this soundbox, his audience.

This exchange was captured within his two albums “Nacht“ (2014) and “Tag“ (2012) (Night and Day respectively), published by himself. Besides solo performances, he is part of the electronica bands Marbert Rocel and Karocel and also melodizes motion pictures.

Dieses Album enthält kein Booklet

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