Agostino Steffani: Duetti da Camera - Crudo Amor Forma Antiqva & Aarón Zapico

Cover Agostino Steffani: Duetti da Camera - Crudo Amor

Album Info

Album Veröffentlichung:
2016

HRA-Veröffentlichung:
17.02.2016

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

Entschuldigen Sie bitte!

Sehr geehrter HIGHRESAUDIO Besucher,

leider kann das Album zurzeit aufgrund von Länder- und Lizenzbeschränkungen nicht gekauft werden oder uns liegt der offizielle Veröffentlichungstermin für Ihr Land noch nicht vor. Wir aktualisieren unsere Veröffentlichungstermine ein- bis zweimal die Woche. Bitte schauen Sie ab und zu mal wieder rein.

Wir empfehlen Ihnen das Album auf Ihre Merkliste zu setzen.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Ihr, HIGHRESAUDIO

  • Agostino Steffani (1654-1728): Begl'occhi, oh Dio, non piú piangete
  • 1Begl'occhi, oh Dio, non piú piangete02:23
  • 2Begl'occhi, oh Dio, non piú piangete (Clori mia, s'il cor t'ingombra)02:22
  • 3Begl'occhi, oh Dio, non piú piangete (Se la tua gelosia)01:14
  • 4Begl'occhi, oh Dio, non piú piangete (Clori mia, deh, ferma alquanto)02:22
  • Occhi, Perché piangete?
  • 5Occhi, Perché piangete?06:50
  • Giovanni Girolamo Kapsperger (c.1580-1651): Libro Terzo d'intavolatura di chitarrone
  • 6Toccata Terza from Libro Terzo d'intavolatura di chitarrone03:38
  • Steffani: Dimmi, dimmi, Cupido
  • 7Dimmi, dimmi, Cupido01:27
  • 8Steffani: Dimmi, dimmi, Cupido (Son erede dei tormanti)02:37
  • 9Dimmi, dimmi, Cupido (Ah, che quei piedi, oh Dio)02:01
  • 10Dimmi, dimmi, Cupido (Non bastava al Dio d'amore)02:19
  • Johann Caspar Ferdinand Fischer (c.1656-1746): Musikalischer Parnassus
  • 11Passacaglia from Musikalischer Parnassus04:45
  • Steffani: Crudo amor, morir Mi sento
  • 12Crudo amor, morir Mi sento02:05
  • 13Crudo amor (Come nel mar d'amore)01:34
  • 14Crudo amor (La stella ch'a me splende)03:00
  • 15Crudo amor (È la speme un falso bene)02:45
  • Placidissime catene
  • 16Placidissime catene06:45
  • Francesco Corbetta (c1615 – 1681): Passachaglia from Varii scherzi di sonate per la chitara spagnola, Libro Qvarto
  • 17Passachaglia from Varii scherzi di sonate per la chitara spagnola, Libro Qvarto03:35
  • Steffani: Sol negl'occhi del mio bene
  • 18Sol negl'occhi del mio bene02:15
  • 19Sol negl'occhi del mio bene (Filli crudele, oh Dio!)01:45
  • 20Sol negl'occhi del mio bene (Ma, se nel tuo bel viso)01:02
  • 21Sol negl'occhi del mio bene (Chi vedesse la beltà)01:01
  • Total Runtime57:45

Info zu Agostino Steffani: Duetti da Camera - Crudo Amor

Agostino Steffani (1654–1728), der Dichterwelt besser bekannt als Gregorio Piva, verbarg sich hinter vielen Masken. Eine barocke Persönlichkeit, wie man sie sich nur vorstellen kann, in der sich der Sänger – vermutlich ein Kastrat mit einer wunderschönen Stimme, die Graf Tattenbach in San Marco in Venedig entdeckt hatte – der Komponist, der Bischof, apostolischer Vikar, Spitzel…. und Diplomat trafen, in letzterer Rolle, um delikate Vermittlerfunktionen an verschiedenen deutschen Höfen auszuführen, bis er seine musikalische Laufbahn fast nur noch im Verborgenen verfolgte. Im Verborgenen oder auch nicht so sehr. Die Musik Steffanis wurde weithin bewundert, so sehr, daß der junge Georg Friedrich Händel eine Kopie des Manuskripts seiner Kammerduette besaß, denen er in seinen eigenen Duetten aus den Jahren 1708 bis 1712 nacheiferte. In dessen elegantem und geschmackvollem Stil erkannte Steffani das große Talent jenes jungen Händel, den er mit gutem Grund für seinen Opernnachfolger hielt.

Die eleganten Kammerduette Steffanis, geschrieben im Stil der Duette Giovanni Claris als zweistimmige Kantaten mit Continuo, sind ein Markstein der Entwicklung weltlicher Vokalmusik zwischen Giacomo Carissimi und Händel. Mit ihnen erreicht er seinen kompositorischen Höhepunkt; sie sind eine Weiterentwicklung der italienischen Solo-Kantate jener Zeit, angereichert mit Variationen des vokalen Kontrapunkts, ganz in der Art der zwei Soloviolinen in der Triosonate. Die Duette zeichnen sich durch lebhafte Melodien, einen eleganten Kontrapunkt und formal perfekte Proportionen aus. Sein Stil kann mit dem Alessandro Stradellas, Arcangelo Corellis, Alessandro Scarlattis oder dem des jungen Händel verglichen werden. Der größte Teil der Duette entstand vor 1702, das Jahr in dem Steffani nach einer seiner misslungenen diplomatischen Missionen begann, die Werke zu überarbeiten, nur zwei Duette entstanden erst nach 1702. Seine Revisionsarbeiten dauerten bis 1710. Voller Liebreiz und Bukolik, wie die damalige italienische Kammerkantate, finden sich in den Duetten verschiedene Vokalkombinationen – Sopran und Kontra-Alt, Sopran und Tenor, Sopran und Bass – mit Continuo sowie eine Gliederung in bis zu sechs Teile zwischen Solos und Duetten. Verwendung finden geschlossene Formen der Kantate des 17. Jahrhunderts – Aria da capo und Rondo – als auch eine offenere Form, die in ihrer Mehrgliedrigkeit die Nähe zum Renaissance Madrigal erkennen läßt, bevorzugte Wahl Steffanis in seinen revidierten Versionen, in denen er zugunsten der Duos auf Wiederholungen verzichtet und die Möglichkeiten des Kontrapunkts und fugierter Passagen erkundet. Viel bestaunt, übten die Duette Steffanis großen Einfluß aus: sie wurden zu Vorbildern für Komponisten wie Reinhard Keiser, Georg Caspar Schürmann und Georg Philipp Telemann, dienten den besten Sängern jener Zeit als Vokalübungen und wurden von Johann Mattheson, Padre Martini, Charles Burney und E.T.A. Hoffmann vielfach gerühmt. In England fanden sie im sakralen Repertoire Wiederverwendung, wobei die italienischen Originaltexte durch religiöse Texte in Englisch ersetzt wurden. All dies geschah mit einem hohen Maß an Bewunderung, die das Werk des Komponisten und Diplomaten sowohl zu seinen Lebzeiten erfuhr als auch später in der begeisterten Vorstellungswelt des Romantikers Hoffmann.

Steffani war ein exzellenter Sänger und Sprachkenner, der mit Geschick den verschiedenen Berufungen seines Lebens folgte. Eine außergewöhnliche Virtuosität tritt in seinen Vokalkompositionen zutage, aber auch die Fähigkeit große Sensibilität im Text zu entfalten und damit die besondere Gabe, Emotionen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Leidenschaften und Gemütsbewegungen in den Worten, den Klängen und den Farben der Stimmen. Die bittere Seite der Liebe und die Sanftmut genüsslich erduldeter und ersehnter Qualen. Sopran und Alt, Continuo und Stimmen, Liebe und Abneigung.

Forma Antiqva:
Aarón Zapico, harpsichord, musical director
Pablo Zapico, baroque guitar
Daniel Zapico, theorbo
Ruth Verona, violoncello
Eugenia Boix, soprano
Carlos Mena, countertenor


Forma Antiqva
Das 1998 gegründete spanische Barock-Ensemble Forma Antiqva um die Brüder Pablo, Daniel und Aarón Zapico bringt hervorragende Instrumentalisten in variabler Besetzung zusammen. Zahlreiche Konzerte spielten sie bei wichtigen spanischen Festivals wie dem Internationalen Festival für Musik und Tanz in Granada und den San Sebastian Musical Fortnight. Sie touren aber auch mit vielseitigen Programmen auf internationalen Festivals wie den Van Vlaanderen in Brügge oder den Sommerfestspielen alter Musik in Prag. Darüber hinaus spielten sie in verschiedenen Konzerthäusern in Bolivien, Brasilien, Singapur, Australien, Japan und Frankreich. Forma Antiqva erhielt die Auszeichnung »Bestes Ensemble 2010« der Radio Televisión del Principado de Asturias. Zuletzt produzierte das unter der Leitung von Aarón Zapico stehende Ensemble im Jahr 2012 eine CD mit Antonio Vivaldis »Die vier Jahreszeiten«.

" class="ng-binding ng-scope">Forma Antiqva & Aarón Zapico

Booklet für Agostino Steffani: Duetti da Camera - Crudo Amor

© 2010-2019 HIGHRESAUDIO