Belle Époque Daniel Hope

Album Info

Album Veröffentlichung:
2020

HRA-Veröffentlichung:
07.02.2020

Das Album enthält Albumcover

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  • Claude Debussy (1882 - 1918):
  • 1Claude Debussy: Rêverie, L. 68 (Arr. Badzura)06:08
  • Arnold Schoenberg (1874 - 1951):
  • 2Arnold Schoenberg: Notturno for Strings and Harp03:12
  • Jules Massenet (1842 - 1912):
  • 3Jules Massenet: Thaïs: Méditation (Arr. Knoth)05:30
  • Reynaldo Hahn (1874 - 1947):
  • 4Reynaldo Hahn: À Chloris (Arr. Hope and Crawford-Phillips)03:03
  • Alban Berg (1885 - 1935):
  • 5Alban Berg: Schließe mir die Augen beide01:08
  • Claude Debussy:
  • 6Claude Debussy: Préludes / Book 1, L. 117: 8. La fille aux cheveux de lin (Arr. Hope and Crawford-Phillips)02:21
  • Ernest Chausson (1855 - 1899):
  • 7Ernest Chausson: Concert for Violin, Piano and String Quartet, Op. 21: 1. Décidé - Calme - Animé (Orch.)15:10
  • 8Ernest Chausson: Concert for Violin, Piano and String Quartet, Op. 21: 2. Sicilienne – Pas vite (Orch.)04:15
  • 9Ernest Chausson: Concert for Violin, Piano and String Quartet, Op. 21: 3. Grave (Orch.)11:39
  • 10Ernest Chausson: Concert for Violin, Piano and String Quartet, Op. 21: 4. Finale – Très animé (Orch.)11:28
  • Richard Strauss (1864 - 1949):
  • 11Richard Strauss: 4 Lieder, Op. 27, TrV 170: 4. Morgen!04:00
  • Frank Bridge (1879 - 1941):
  • 12Frank Bridge: Miniatures: 7. Valse Russe03:11
  • SIR Edward Elgar (1857 - 1934):
  • 13SIR Edward Elgar: Chanson de Matin, Op. 15 No. 2 (Arr. Bateman)03:18
  • Alexander von Zemlinsky (1871 - 1942):
  • 14Alexander von Zemlinsky: Serenade für Violine und Klavier: 1. Mäßig02:07
  • Sergey Vasil'yevich Rachmaninov (1873 - 1943):
  • 15Sergey Vasil'yevich Rachmaninov: 2 Morceaux de Salon, Op. 6: 1. Romance05:47
  • Arnold Schoenberg:
  • 16Arnold Schoenberg: Piece in D Minor01:17
  • Gabriel Fauré (1845 - 1924):
  • 17Gabriel Fauré: Andante, Op. 7504:17
  • Maurice Ravel (1875 - 1937):
  • 18Maurice Ravel: Sonate Posthume for Violin and Piano, M. 1214:15
  • Alban Berg:
  • 19Alban Berg: Jugendlieder: 10. Winter01:07
  • Fritz Kreisler (1875 - 1962):
  • 20Fritz Kreisler: Liebesleid03:14
  • Gabriel Fauré:
  • 21Gabriel Fauré: Morceau de lecture01:25
  • Charles Koechlin (1867 - 1950):
  • 22Charles Koechlin: Quatre Petites Pièces: 2. Très modéré01:51
  • 23Charles Koechlin: Quatre Petites Pièces: 4. Scherzando00:59
  • 24Charles Koechlin: Quatre Petites Pièces: 3. Allegretto quasi andantino02:01
  • 25Charles Koechlin: Quatre Petites Pièces: 1. Andante03:02
  • George Enescu (1881 - 1955):
  • 26George Enescu: Impromptu concertant05:15
  • Claude Debussy:
  • 27Claude Debussy: Préludes / Book 1, L. 117: 12. Minstrels (Arr. for Violin and Piano)02:12
  • Paul Juon (1872 - 1940):
  • 28Paul Juon: Four Pieces for Violin and Piano, Op. 28: 3. Berceuse02:30
  • Anton Webern (1883 - 1945):
  • 29Anton Webern: Four Pieces for Violin and Piano, Op. 7: 1. Sehr langsam01:06
  • 30Anton Webern: Four Pieces for Violin and Piano, Op. 7: 2. Rasch01:22
  • 31Anton Webern: Four Pieces for Violin and Piano, Op. 7: 3. Sehr langsam01:27
  • 32Anton Webern: Four Pieces for Violin and Piano, Op. 7: 4. Bewegt00:56
  • Christian August Sinding (1856 - 1941):
  • 33Christian August Sinding: Suite im alten Stil, Op. 10: 2. Adagio05:32
  • SIR Edward Elgar:
  • 34SIR Edward Elgar: Introduction and Allegro for Strings, Op. 4713:57
  • Total Runtime02:30:02

Info zu Belle Époque

Daniel Hope ist bekannt für seine Entdeckernatur. Der britische Stargeiger beschränkt sich nie auf Altbewährtes. So sehr er die klassische Tradition schätzt, so gerne weicht er vom üblichen Pfad ab, durchstreift unerforschtes Gelände und hält Ausschau nach musikalischen Schätzen. Dass er dabei ein glückliches Händchen hat, konnte er schon oft unter Beweis stellen. Konzeptalben wie “Spheres” (2013) oder “For Seasons” (2017) bezeugen sein außerordentliches Geschick, ungewöhnliche Programme zusammenzustellen und das Publikum in entlegene Welten zu entführen, wo es sich in Tagträumen verlieren darf und ganz ungezwungen mit überraschenden poetischen Stimmungen vertraut gemacht wird.

"Belle Époque", so der Titel des gerade erschienenen Doppelalbums, versammelt erlesenes Repertoire aus der musikalisch höchst produktiven Zeit um 1900. Neben bekannten Werken von Massenet, Debussy und Elgar erklingen selten gehörte Miniaturen von Rachmaninow, Charles Koechlin und Frank Bridge sowie Werke der Zweiten Wiener Schule um Arnold Schönberg. Den ersten Teil des Doppelalbums bestreitet Hope unter Begleitung des Zürcher Kammerorchesters mit Orchestermusik der Belle Époque. Im zweiten Teil widmet er sich unter Mitwirkung des britischen Meisterpianisten Simon Crawford-Phillips der Kammermusik.

Belle Époque: Die Belle Époque weist viele Ähnlichkeiten mit unserer Zeit auf. Einerseits lebten die Menschen in relativer Sicherheit, blickten gebannt auf die Neuerungen der modernen Technik und versprachen sich für die Zukunft wachsenden Wohlstand. Andererseits verschärften sich die sozialen Spannungen und es gab Anzeichen globaler Machtverschiebungen, die sich im Beben des Ersten Weltkriegs, der die Belle Époque mit einem Schlag beendete, grausam entluden. Daniel Hope weiß um die Widersprüche der “schönen Epoche”. Er will sie keinesfalls überdecken.

Sein Album geht der wechselvollen Stimmung zwischen konservativen Gefühlsregungen und dem zart aufkeimenden Pioniergeist der Moderne nach. Damals “entwickelte sich”, so der Geiger mit Blick auf Strömungen wie Art nouveau, Sezession oder Jugendstil, “eine frische, sinnenfrohe Kunst, der die Natur als Maß aller Dinge galt, die aber auch einer verborgenen, intensiven Emotionalität visuellen Ausdruck verlieh.” Zugleich wurden nostalgische Sehnsüchte wach. Die Glut des romantischen Lebensgefühls flammte noch einmal auf.

Poetische Essenzen: "Belle Époque" zeichnet diesen stimmungsmäßigen Reichtum der Zeit detailfreudig nach. Das Spektrum des Albums reicht von spätromantischer Klangpoesie über impressionistische Neuerungen bis hin zu dem kühnen Experiment eines äußerst reduzierten Ausdrucks, wie ihn Anton Webern in seinem Werk “Vier Stücke für Violine und Klavier” (Op. 7) entwickelte. Erstaunlich ist, dass Hope aus der Vielfalt an Stoffen eine poetische Essenz gewinnt: Es ist sein hinreißend warmer, melancholisch gefärbter Ton, der das gesamte Album dominiert. Am überzeugendsten vielleicht in Debussys "Rêverie", die er in einem großzügigen, filmische Züge tragenden Arrangement für Geige und Orchester darbietet.

Die romantischen Affekte der Epoche werden am eindringlichsten in Richard Strauss' bewegendem Lied “Morgen!” spürbar. Der Gesang von Mojca Erdmann bereitet Gänsehaut. Selten hat man den hoffnungstrunkenen Vers “Und morgen wird die Sonne wieder scheinen” so beseelt gehört wie in der ohne jeden sentimentalen Überschwang auskommenden Interpretation der hochbegabten Sopranistin.

Als Highlight des Albums darf Chaussons Konzert für Geige, Klavier und Streichquartett (Op. 21) gelten. Hope trägt es an der Seite der französischen Klaviervirtuosin Lise de la Salle in einer neuen Transkription für Streichorchester vor. “Für mich verkörpert das Werk viele Merkmale dieser Epoche”, so der Geiger, “eine sehr sinnliche Tonsprache, aber auch eine tiefe, fast nostalgische Sehnsucht nach der guten alten Zeit.” Diese Qualitäten, vor allem die sinnliche Fülle und der begeisternde Furor des Kopfsatzes, kommen in der leidenschaftlichen Interpretation von Daniel Hope glänzend zur Geltung.

Daniel Hope, Violine
Mojca Erdmann, Sopran
Simon Crawford-Phillips, Klavier
Stefan Dohr, Viola
Jane Berthe, Harfe
Maria Todtenhaupt, Harfe
Lise de la Salle, Klavier
Yibai Chen, Cello
Zürcher Kammerorchester




Daniel Hope
"Dieser Geiger, inzwischen einer der weltweit besten und gedankenvollsten seiner Zunft, spielt Bach und Birtwistle gleichermaßen hervorragend", The Observer (London)

Intensität und Menschlichkeit zeichnen Daniel Hopes Musizieren aus, hinzu kommt seine leidenschaftliche künstlerische Neugier. Der britische Geiger spricht mit seiner Kunst Kenner und Klassische-Musik-Neulinge gleichermaßen an, sein poetisches, kenntnisreiches Spiel gewinnt die Herzen und den Geist. Hope lässt sein Instrument singen. Sein Verständnis für musikalische Linien und den richtigen Ausdruck hat seine Wurzeln in der frühen Arbeit mit seinem Mentor Yehudi Menuhin. Es ermöglicht ihm ausgeprägt persönliche Interpretationen eines breiten Repertoires, das von Bach, Händel und Vivaldi bis zu Takemitsu, Tavener und Turnage reicht. Die Frankfurter Neue Presse nannte Hope einen "Musiker mit Sinn und Gefühl für Außergewöhnliches", und traf damit den Kern von so vielen Rezensionen über Hopes Arbeit. Dieses »Gefühl« speist seinen Wunsch, Grenzen einzureißen, die Individuen, Gemeinschaften und Nationen trennen, und ist treibende Kraft seiner Arbeit als erklärter musikalischer Aktivist.

Daniel Hopes Projekte haben die Aufmerksamkeit auf das Schicksal der von den Nationalsozialisten ermordeten Musiker gelenkt, auf die Geschichten anderer, von Hass und Engstirnigkeit betroffener Menschen und auf die Kunst von Komponisten, die in der Musikgeschichte stiefmütterlich behandelt wurden. Er hat mit Schauspielern wie Klaus Maria Brandauer und Mia Farrow gearbeitet, um bekannte Werke von Mozart und Beethoven in einen neuen Kontext zu stellen, und anlässlich des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs schuf er ein Projekt, das Lieder jener Zeit, Texte von Soldaten-Dichtern und ein neues Violinkonzert von Gabriel Prokofiev vereinte. "Ich bin fasziniert davon, was Musik erreichen kann, und ich stelle jedes Jahr verschiedene Projekte zusammen, die auf ihre Art eine gewisse politische Aussage haben", erklärt Hope. "Trotzdem bin ich kein Politiker. Ich bin Musiker. Aber ich glaube, dass Musiker ihre Talente und ihre Kommunikationsform nutzen können, um so manches zu bewirken."

Sein Engagement umfasst ein breites Spektrum von Aktivitäten. Er ist Moderator einer wöchentlichen Rundfunksendung auf WDR 3, Autor von vier erfolgreichen Büchern für den deutschsprachigen Markt und hat regelmäßig für das Wall Street Journal und Cicero geschrieben. Seine Leistungen wurden mit dem Europäischen Kulturpreis für Musik (2015) und dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Bei der Verleihung dieses Ordens am 10. Oktober 2017 in Berlin sagte Kultursenator Klaus Lederer in seiner Laudatio: "Sie erreichen mit Ihrer Musik ein großes Publikum. Umso bemerkenswerter ist es, dass Sie sich gesellschaftspolitisch engagieren ... Barrieren abzubauen und unterschiedliche Gemeinschaften zueinander zu führen, das gehört ganz selbstverständlich zu Ihrem Leben." Diese Aussage trifft Hopes Sinn für die besonderen Ausdrucksmöglichkeiten von Musik. "Ich glaube, dass Musik kulturelle Unterschiede überwindet, so wie sie jenseits von Religion und Abstammung ist", betont er. "Ich glaube nicht, dass Musik die Welt verändern kann, aber sie kann die Menschen zum Denken anregen." Diese Überzeugung veranlasste ihn auch, Hope@9pm ins Leben zu rufen, eine vierteljährliche Veranstaltungsreihe im Berliner Konzerthaus, bei der seit September 2016 Hope und eingeladene Gäste aus Kultur und Politik im Sinne der Salonkultur des 18. Jahrhunderts musikalische Darbietungen und Diskussionen über unterschiedlichste Themen miteinander verbinden.

In den letzten 20 Jahren ist Daniel Hope mit vielen international führenden Orchestern und Dirigenten aufgetreten. Als Solist in Konzerten und Recitals ebenso gefragt wie als Kammermusiker ist er in den renommiertesten Konzertsälen zu hören wie der Carnegie Hall, der Wigmore Hall und dem Amsterdamer Concertgebouw oder bei prestigeträchtigen Festivals wie den BBC Proms oder den Festspielen in Salzburg und Tanglewood. Für das alljährliche Savannah Music Festival hat er als Stellvertretender Künstlerischer Direktor seit 2004 außergewöhnliche Programme konzipiert. Zu Beginn der Saison 2016/17 wurde Hope Nachfolger von Roger Norrington als Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters, das er auf Tournee nach Südkorea und China führte. 2019 tritt er das neu geschaffene Amt des Künstlerischen Direktors der Dresdner Frauenkirche an, die für ihn nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Symbol für Frieden, Versöhnung und Toleranz ist.

Im Oktober 2017 spielte er bei der Uraufführung des Konzerts für zwei Violinen Shadow Walker von Mark-Anthony Turnage (mit Vadim Repin und dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra). Zu den kommenden Höhepunkten der laufenden Saison zählen Auftritte in der Schweiz, in Deutschland und den USA mit dem Zürcher Kammerorchester, Bruchs Violinkonzert Nr. 1 mit dem Royal Philharmonic Orchestra in der Londoner Royal Festival Hall sowie Aufführungen mit dem in San Francisco ansässigen New Century Chamber Orchester, dessen "Künstlerischer Partner" er drei Spielzeiten hindurch sein wird.

Hopes neustes Album, Journey to Mozart, erscheint international im Februar 2018 bei Deutsche Grammophon. Die Aufnahme mit dem Zürcher Kammerorchester bietet Musik von Komponisten, die Mozart beeinflusst haben, darunter Gluck und Haydn, sowie Werke von Mozart selbst: das Violinkonzert Nr. 3 in G-Dur KV 216, das Adagio in E-Dur KV 261 und ein neues Arrangement für Violine und Orchester des »Rondo alla turca« aus der Klaviersonate KV 331. Nach seinen ersten Aufnahmen 1999 erwarb sich Hope schon bald den Ruf eines der individuellsten und faszinierendsten Virtuosen seiner Generation. 2007 unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon. Auf seinem ersten Album für das gelbe Label spielte er Werke von Mendelssohn, unter anderem die Originalfassung des Violinkonzerts in e-Moll. Im selben Jahr nahm er Schulhoffs Sonate für Solovioline als Beitrag zu Anne Sofie von Otters Album mit Musik jüdischer Komponisten aus dem Konzentrationslager Theresienstadt auf.

Zu Hopes DG-Veröffentlichungen zählen Projekte mit dem post-minimalistischen Komponisten Max Richter, darunter das überaus erfolgreiche Recomposed by Max Richter: Vivaldi – The Four Seasons und Remixes von Berlin by Overnight (beide 2014), sowie eine Reihe von Alben, die thematisch oder anhand einer musikalischen Stimmung konzipiert sind. Air – A Baroque Journey (2009) zeigte die Ausdruckskraft der virtuosen Violinmusik des 17. und 18. Jahrhunderts; The Romantic Violinist (2011) widmete sich dem Vermächtnis des legendären Geigers und Komponisten Joseph Joachim aus dem 19. Jahrhundert; Spheres (2013) bot eine Sammlung von 15 Stücken, die durch die aus der Antike stammende Vorstellung von der Sphärenmusik inspiriert waren; und Escape to Paradise (2014) galt Werken europäischer Komponisten, die in Hollywood Zuflucht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten fanden.

Der Geiger feierte den 100. Geburtstag von Yehudi Menuhin 2016 mit dem Album Daniel Hope – My Tribute to Yehudi Menuhin, das der Observer »eine liebevolle Hommage« nannte. Das im März 2017 veröffentlichte For Seasons geht auf Hopes Erinnerung zurück, wie er als Kind eine Aufführung von Vivaldis Vier Jahreszeiten mit Menuhin und dem Zürcher Kammerorchester erlebte. "Es hinterließ einen tiefen Eindruck", berichtet er. "Diese Kombination von Musikern war unwiderstehlich; und auch die Tatsache, dass Menuhin Vogelstimmen und den Klang der Naturgewalten auf der Geige hervorbringen konnte. Ich war sofort gefesselt."

2004 wurde Hope bei den Classical Brit Awards zum "Nachwuchskünstler des Jahres" gekürt. Er erhielt sieben ECHO Klassik-Preise, darunter den Preis "Klassik ohne Grenzen" 2017 für For Seasons, sowie den Deutschen Schallplattenpreis, Prix Caecilia, "Diapason d’Or des Jahres" und Edison Classical Award Special Prize 2014. Hinzu kommen zahlreiche Grammy-Nominierungen.

Daniel Hope kam 1973 in Durban in Südafrika zur Welt. Als er sechs Monate alt war, erhielt sein Vater, der Romanautor, Dichter und Antiapartheid-Aktivist Christopher Hope, ein Ausreisevisum unter der Bedingung, dass er nie zurückkehre. Die Familie ging zunächst nach Paris, dann nach London, wo Daniels Mutter Eleanor Sekretärin und später Managerin von Yehudi Menuhin wurde. Als kleiner Junge spielte er mit den Enkelkindern des Geigers, der ihn anregte, Geigenunterricht bei Sheila Nelson zu nehmen, einer der besten Musikpädagoginnen für Kinder in England. 1984 trat er in das Royal College of Music in London ein und studierte anschließend an der Royal Academy of Music. Hope startete 1990 seine Laufbahn als Berufsmusiker und nahm zwischen 1992 und 1998 als Krönung seiner formellen Ausbildung noch Unterricht bei Zakhar Bron.

Gegenwartsmusik gehört ebenso wie Alte Musik zu Hopes umfassendem Repertoire. Mit vielen Komponisten hat er eng zusammengearbeitet – von Harrison Birtwistle, Alfred Schnittke und Torū Takemitsu bis zu Sofia Gubaidulina, Roxanna Panufnik und Gabriel Prokofiev – und mehr als 30 neue Werke in Auftrag gegeben und uraufgeführt. Auch der Kammermusik gilt sein besonderes Interesse. 2002 wurde er das jüngste Mitglied des Beaux Arts Trio in der Geschichte dieses legendären Ensembles, mit dem er 400 Konzerte gab, bis das Trio sich 2008 auflöste. Daniel Hope, der mit seiner Familie in Berlin lebt, spielt die "Ex-Lipiński" von Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1742, die ihm von einer ungenannten Familie aus Deutschland zur Verfügung gestellt wurde.



Dieses Album enthält kein Booklet

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