Harry Our King: Music for King Henry VIII Tudor Capella de la Torre & Katharina Bäuml

Cover Harry Our King: Music for King Henry VIII Tudor

Album Info

Album Veröffentlichung:
2012

HRA-Veröffentlichung:
04.09.2012

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • 1England be glad02:05
  • 2Missa pro defunctis Introitus03:03
  • 3Gentil Prince de renom03:15
  • 4Nil maius superi vident à 503:40
  • 5The hunt is up04:01
  • 6Green groweth the holly03:21
  • 7Jay pryse amours04:23
  • 8Blow thy horn, hunter02:21
  • 9Pavan La Battaglia03:40
  • 10And I were a maiden02:33
  • 11Pray we to God à 302:26
  • 12Fortune esperée02:11
  • 13Fortune my foe01:50
  • 14Fortune my foe (instr)04:06
  • 15If love now reigned02:21
  • 16A Robin, gentle Robin02:51
  • 17Taunder naken02:35
  • 18Gagliarde La Battaglia02:12
  • 19Pastime with good company03:25
  • 20Helas Madame02:55
  • 21La doune cella02:20
  • 22Adieu madame ma maistresse04:03
  • 23Sancta Maria à 604:17
  • Total Runtime01:09:54

Info zu Harry Our King: Music for King Henry VIII Tudor

Mit “Harry our King” legt das bekannte Ensemble Capella de la Torre eine märchenhafte Einspielung mit Musik rund um König Heinrich VIII von England vor. Heinrich VIII war ein hoch gebildeter und kreativer Kunstkenner, musizierte und komponierte auch selbst und empfing an seinem Hof Künstler und Gelehrte aus ganz Europa. Hier werden Lieder und Tänze von ihm selbst und von Komponisten seiner Zeit kreativ zu einem höchst lebendigen Kaleidoskop höfischer Lust, Leidenschaft und Religiosität verwoben und von Tenor Charles Daniels in unnachahmlichem Altenglisch mehr als lebendig gemacht.

Capella de la Torre
Charles Daniels, Tenor
Jeremy West, Zink
Hildegard Wippermann, Pommer und Flöte
Detlef Reimers, Posaune
Regina Hahnke, Bassdulzian und Flöte
Johannes Vogt, Laute
Peter A. Bauer, Percussion
Katharina Bäuml, Schalmei, Pommer und Leitung


Capella de la Torre
Die Capella de la Torre versammelt Musiker, die sich als Spezialisten für historische Aufführungspraxis einen Namen gemacht haben. Die reiche und bislang zu wenig beachtete Musik aus Mittelalter und Renaissance mit professionellem Anspruch zur Aufführung zu bringen und damit wieder direkt erfahrbar zu machen, bildet den Leitgedanken des Ensembles.

Der Name „de la Torre“ ist auf zweierlei Weise zu verstehen: Die Gruppe widmet sich im Besonderen der Musik für historische Blasinstrumente wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Posaune und Zink, zeitgenössisch als „Capella Alta“ bekannt. Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine solche Besetzung, seine „Danza Alta“. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: „De la Torre“ bedeutet übersetzt „vom Turme“. Bläsergruppen, in Spanien Ministriles genannt, musizierten häufig von Türmen oder Balkonen herab bei Festen und anderen offiziellen Veranstaltungen. So gibt es bis heute in vielen Städten die „Torres de los Ministriles“, und auch Francisco de la Torre hatte seinen Namen sicherlich nicht zufällig.

Capella de la Torre pflegt jedoch nicht nur die spanische Musik, sondern widmet sich den in ganz Europa verbreiteten „Hauts Instruments“, also den „lauten Instrumenten“. Mit „laut“ ist nach der mittelalterlichen Bedeutung weniger das Tonvolumen gemeint, als das Überwältigende und Eindrucksvolle. Die Macht der Musik ist es, die die Menschen von damals bis heute begeistert. In diesem Sinne will das Ensemble die musikalische Tradition von Ministriles, Piffari und Stadtpfeiffern wieder aufnehmen.

Zum virtuosen und gepflegten Spiel von Schalmei, Pommer und Dulzian gehört auch die Modulation der Lautstärke. Das Ensemble wird deshalb durch Gesang, Flöten, Orgel und Laute ergänzt. Zum Repertoire gehört, in verschiedenen Programmen realisiert, die weltliche und geistliche Musik des 14. bis 17. Jahrhunderts. So lassen die Spieler und Sänger den musikalischen Glanz ferner Zeiten wieder aufscheinen.

Die Besetzung der Capella de la Torre vorwiegend mit historischen Doppelrohrblattinstrumenten stellt eine in der heutigen Musikszene wenig gepflegte Praxis dar, die in Deutschland als einzigartig angesehen werden kann. Seit seiner Gründung im Jahre 2005 hat das Ensemble mehrere CD Einspielungen vorgelegt, außerdem gibt es zahlreiche Radiomitschnitte (DLR, RBB, MDR).

Katharina Bäuml
geboren in München, studierte zunächst moderne Oboe bei Klaus Becker, Hannover, Rainer Herweg, Hamburg, und Winfried Liebermann, Mannheim, wo sie ihr Diplom „mit Auszeichnung“ ablegte. Ihre Liebe zur Barockmusik und die Begeisterung für die historische Aufführungspraxis bewogen sie daneben zum Studium der Barockoboe und historischer Rohrblattinstrumente bei Renate Hildebrand (Hamburg) und Katharina Arfken (Schola Cantorum, Basel). Auch dieses schloss sie „mit Auszeichnung“ ab. In Meisterkursen u.a. bei Ku Ebbinge, Alfredo Bernardini, Paul Dombrecht und Bruce Haynes spezialisierte sie sich weiter in verschiedenen Bereichen der Alten Musik. Katharina Bäuml ist nicht zuletzt wegen ihrer großen Bandbreite, angefangen bei Renaissance-Instrumenten wie Schalmei und Pommer, über romantische, klassische und barocke bis hin zur modernen Oboe, eine gefragte Musikerin. So spielte sie z.B. unter Claudio Abbado, Pierre Boulez, Gottfried von der Goltz, Andrea Marcon, Marc Minkowski, Ludger Remy, Michael Schönheit und Monica Huggett, in Ensembles wie dem Orquesta Barroca de Sevilla, Musica Fiata, Les Musiciens du Louvre und der Akademie für Alte Musik Berlin. Ihr besonderes Interesse an der spanischen Renaissancemusik findet ihren Ausdruck in der Arbeit mit der Capella de Ministrers und den Ministriles de Marsias. 2005 gründete sie das Ensemble „Capella de la Torre“, welches sich besonders der Musik des 15.-17. Jahrhunderts widmet. Zahlreiche CD- und Radio-Produktionen mit verschiedenen Orchestern dokumentieren ihre große musikalische Bandbreite. Zusammen mit der Akkordeonistin Margit Kern gründete Katharina Bäuml 2011 das Duo Mixtura, das Musik der Renaissance mit zeitgenössischer Musik kombiniert www.ensemble-mixtura.de

Katharina Bäuml gibt Kurse an den Musikhoschschulen in Genf und Hannover und unterrichtet in Berlin.

Booklet für Harry Our King: Music for King Henry VIII Tudor

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