Electric Fields Johannes Motschmann

Cover Electric Fields

Album info

Album-Release:
2016

HRA-Release:
06.04.2016

Label: Neue Meister

Genre: Jazz

Subgenre: Crossover Jazz

Album including Album cover Booklet (PDF)

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Formats & Prices

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FLAC 96 $ 15.00
  • 1Skywhite02:48
  • 2Parhelia05:07
  • 3Echoes and Drones03:01
  • 4Flow Expansion03:36
  • 5Rotor03:58
  • 6Headland05:10
  • 7Electric Fields06:27
  • 8Tenebrae04:38
  • 9Hidden Tracks09:03
  • Total Runtime43:48

Info for Electric Fields

Der Berliner Komponist Johannes Motschmann vereint in seinem elektro-akustischen Trioalbum große Traditionslinien der deutschen Musikgeschichte: Klassik und Elektronische Musik.

Rau, melancholisch und dunkel ist dieser live gespielte Elektrosound, in dem sich analoge Synthesizer, ein altes Wurlitzer-Klavier und das berühmte CP-70-Piano mit einem riesigen Multipercussionset und Geigenklängen rhythmisch verschachteln und in Flächen verlieren. In dieser Musik spiegelt sich der Werdegang von Johannes Motschmann, der Komposition, Klavier und elektronische Musik studierte und bereits für große Orchester komponiert hat. Schon als Jugendlicher spielte er in unterschiedlichen Bands, liebte New Wave und Elektronische Musik gleichermaßen. Mit dem Album „Electric Fields“ ist ihm ein Abbild eines Ortes gelungen: Er hat die zwei großen Traditionslinien der deutschen Musikgeschichte auf neue Weise zusammengedacht, Stimmungsbilder einer Nachtfahrt durch Berlin eingefangen und dabei seinen eigenen Sound zwischen elektronischer Tanzmusik, Avantgarde und orchestralen Klangsphären geschaffen – umgesetzt in einer klassischen Bandbesetzung als Trio. Bezüge zu Tangerine Dream und anderen Vertretern der Berliner Schule sind hörbar. Bereits in den 70er-Jahren experimentierten sie mit Synthesizern und haben von New Wave über Brian Eno bis zum Techno tiefe Spuren in der Musikkultur hinterlassen. Motschmann nimmt alle diese Einflüsse auf, mischt Ambient-, Industrial- und Dronesounds mit Klangfeldern, die immer wieder Assoziationen zur klassischen Musik erzeugen. Er findet darin den selbstverständlichen Anschluss an die virtuose Kompositionstradition von Bach, Satie oder Stockhausen, deren Handwerk Motschmann erlernt hat. Die Rhythmen von Electric Fields sind minutiös als Notentexte entworfen und wurden von dem Trio im Studio live eingespielt. Alle Instrumente sind im selben Raum aufgenommen worden, sodass der handgemachte Elektrosound plastisch und natürlich klingt. An der Seite Johannes Motschmanns stehen der Multipercussionist David Panzl und der Tonmeister Boris Bolles, der neben weiteren Synthesizerparts auch Violin-Melodien beisteuert.

Johannes Motschmann, Klavier, Synthesizers
David Panzl, Synthesizers, Violine
Boris Bolle, Multi-Percussion

Recorded by Boris Bolles at Studio P4, Nalepastraße Berlin
Engineered by Christian Bader
Eastside Mastering Studios, Berlin
Produced by Sven Schuhmann


Johannes Motschmann
(1978) studierte Komposition bei Jörg Herchet, Klavier bei Gunther Anger, elektronische Musik bei Wilfried Jentzsch und Musiktheorie bei Clemens Kühn und Ludwig Holtmeier an der „Hochschule für Musik Carl-Maria-von-Weber“ in Dresden. Von 2002 bis 2006 war er Schüler von Wolfgang Rihm an der Karlsruher Musikhochschule, wo er Diplom und Konzertexamen ablegte. Anschließend absolvierte er ein Postgraduiertenstudium bei Hanspeter Kyburz an der „Hochschule für Musik Hanns Eisler“ Berlin. Er erhielt ein Stipendium der Höpfner-Stiftung und ein Graduiertenförderungsstipendium des Landes Baden-Württemberg. 2008 gewann er den Bremer Komponistenpreis. Er war Finalist für den Paul-Hindemith-Preis und Teilnehmer beim 5. Internationalen Kompositionsseminar des Ensemble Modern.

Johannes Motschmann erhielt Kompositionsaufträge von renommierten Festivals wie Klangspuren/Schwaz, dem Davosfestival, der Münchner Biennale, dem Beethovenfest Bonn, dem Heidelberger Frühling, dem Alpenklassik-Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und der Biennale für Moderne Musik/Frankfurt am Main. Seine Werke wurden unter anderem beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Rheingau Musik Festival, beim Reeperbahnfestival in Hamburg und in der Yellow-Lounge im Berghain in Berlin aufgeführt.

Zu den Interpreten seiner Werke zählen u. a. Ensemble Modern, Scharoun Ensemble, Minguet Quartett, Jack Quartet, Quartuor Danel, SWR Sinfonieorchester, NDR Radiophilharmonie, Matthias Schorn, François-Frédéric Guy, Johannes Kalitzke, Sean Edwards, Peter Tilling, Alexander Shelley und die Band „Spark“, mit der er 2012 die CD „Folk Tune Rhapsodies“ bei der Deutschen Grammophon veröffentlichte. 2015 folgte gemeinsam mit dem Multipercussionisten David Panzl und dem Tonmeister Boris Bolles die Aufnahme und Produktion der CD „Electric Fields“: 9 Trios für Sythesizer/Klaviere, Multipercussion und Violine (release am 8. April 2016 bei edel Berlin Classics/Neue Meister).

Booklet for Electric Fields

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