Album info
Album-Release:
2026
HRA-Release:
17.07.2026
Label: PASCHENrecords
Genre: Classical
Subgenre: Concertos
Artist: Neubrandenburg Philharmonic, Daniel Geiss, Friederike Jahn, Darius Kaunas, Elsa Claveria
Composer: Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Album including Album cover Booklet (PDF)
- Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): CONCERTO FOR THREE VIOLINS IN D MAJOR: BWV 1064R:
- 1 Bach: CONCERTO FOR THREE VIOLINS IN D MAJOR: BWV 1064R: I. (Allegro) 06:04
- 2 Bach: CONCERTO FOR THREE VIOLINS IN D MAJOR: BWV 1064R: II. Adagio 06:04
- 3 Bach: CONCERTO FOR THREE VIOLINS IN D MAJOR: BWV 1064R: III. Allegro 04:24
- CONCERTO FOR TWO VIOLINS IN D MINOR: BWV 1043:
- 4 Bach: CONCERTO FOR TWO VIOLINS IN D MINOR: BWV 1043: I. Vivace 03:28
- 5 Bach: CONCERTO FOR TWO VIOLINS IN D MINOR: BWV 1043: II. Largo ma non tanto 06:20
- 6 Bach: CONCERTO FOR TWO VIOLINS IN D MINOR: BWV 1043: III. Allegro 04:30
- ORCHESTRAL SUITE NO. 3 IN D MAJOR: BWV 1068:
- 7 Bach: ORCHESTRAL SUITE NO. 3 IN D MAJOR: BWV 1068: II. Air on the G String 05:06
- VIOLIN CONCERTO NO.1 IN A MINOR: BWV 1041:
- 8 Bach: VIOLIN CONCERTO NO.1 IN A MINOR: BWV 1041: I. (Allegro) 03:38
- 9 Bach: VIOLIN CONCERTO NO.1 IN A MINOR: BWV 1041: II. Andante 05:54
- 10 Bach: VIOLIN CONCERTO NO.1 IN A MINOR: BWV 1041: III. Allegro assai 03:34
- CONCERTO FOR OBOE AND VIOLIN IN C MINOR: BWV 1060R:
- 11 Bach: CONCERTO FOR OBOE AND VIOLIN IN C MINOR: BWV 1060R: I. Allegro 04:44
- 12 Bach: CONCERTO FOR OBOE AND VIOLIN IN C MINOR: BWV 1060R: II. Adagio 05:16
- 13 Bach: CONCERTO FOR OBOE AND VIOLIN IN C MINOR: BWV 1060R: III. Allegro 03:40
Info for The Bach Project
Just in time for their 75th anniversary, Daniel Geiss and the Neubrandenburg Philharmonic have given us a very special gift: "The Bach Project" is a tribute to Johann Sebastian Bach, the former *Kapellmeister* at the court of Köthen. He composed a large portion of his orchestral works and instrumental concertos while in the service of Prince Leopold, before leaving that prestigious post in 1723 to take up his lifelong appointment in Leipzig. Chief Conductor Daniel Geiss explains why the members of the Neubrandenburg Philharmonic chose "The Bach Project" in particular: the synthesis of tradition and vision, structure and expression, mathematical clarity and emotion—the defining characteristics of Johann Sebastian Bach’s visionary music—offers ideal opportunities for performing "grand chamber music," in which solo passages and every conceivable nuance of the *tutti* blend with unique eloquence. This also explains the program. Alongside the (authentic) Violin Concerto in A minor and the "Air" from the Third Orchestral Suite, the orchestra presents three "hypothetical" works reconstructed in the 20th century. These are based on later harpsichord versions from the Leipzig period and have since become firmly established in the repertoire. These pieces give rise to "grand chamber music": two or three violins vie with one another, then part ways and reunite with the confident string section; a violin and an oboe exchange intimate details against moving backdrops—and once again, this Bach—whom the Leipzig city fathers once hired merely as a stopgap solution—demonstrates that he is truly without equal.
The booklet (in German and English) provides a detailed explanation of "The Bach Project," discusses the unique setting of the "Konzertkirche Neubrandenburg," and allows the soloists to share their enthusiasm in their own words.
"The C minor Concerto for Oboe and Violin (BWV 1060R)—a reconstruction of the concerto for two harpsichords—serves as a brilliant finale. The fact that the oboe takes the lead, thereby relegating the violin to a secondary role, is simply in the nature of the work; it would be wrong to fault the producer for this. What matters is the freshness and inner tension of the performance. As a sort of encore or intermezzo, the famous 'Air' from Orchestral Suite No. 3 (BWV 1068) is performed; its sweeping melody is rendered by the strings with compelling intensity and a complete absence of sentimentality." (Prof. Klaus Trapp, klassik-heute.de)
Elsa Claveria, Violin
Friederike Jahn, Violin
Darius Kaunas, Violin
Frauke Tautorus, Violin
Neubrandenburg Philharmonic
Daniel Geiss, Conductor
Neubrandenburg Philharmonic
Am 17. Juli 1951 gab das erst wenige Monate zuvor gegründete Kreisorchester Neubrandenburg im Volkshaus Friedland sein Debüt. Die Landeszeitung berichtete von einem gelungenen Konzertabend, was der „starke Beifall des bis auf den letzten Platz gefüllten Saales“ eindrucksvoll belegte. Es folgten Konzerte in Woldegk, Burg Stargard und Neubrandenburg. Dirigent Martin Weiland war es gelungen, die ihm Anfang 1951 anvertraute Musiziergemeinschaft zu einem kleinen Sinfonieorchester zu formen – keine leichte Aufgabe, denn für klassisches Repertoire bedarf es einer ausgewogenen Besetzung. Diese musste zunächst improvisiert werden: Musiker wechselten ihre Instrumente, Talente wurden neu entdeckt, und Berufsmusiker aus der Region verstärkten das Ensemble. Schon bald entstanden aus dem Orchester heraus weitere musikalische Formationen, darunter eine Blaskapelle für festliche Anlässe sowie erste kammermusikalische Ensembles. Neben sinfonischen Programmen gehörten auch Kur- und Unterhaltungskonzerte zum vielseitigen Repertoire der Anfangsjahre.
1953 erhielt der Klangkörper den Status eines Staatlichen Kreiskulturorchesters und konnte unter der Leitung von Wolfgang Schumann 1954/55 erstmals Anrechtskonzerte anbieten. In den folgenden Jahrzehnten prägten Dirigenten wie Hans-Georg Reichert, Hermann-Josef Nellessen und Fred Buttkewitz die künstlerische Entwicklung. 1981 wurde das Orchester – inzwischen als Staatliches Sinfonieorchester bekannt – in Neubrandenburger Philharmonie umbenannt. Mit Romely Pfund übernahm 1987 eine außergewöhnliche Persönlichkeit die Leitung: Sie war damals die einzige deutsche Dirigentin mit eigenem Orchester. Unter ihrer Führung entstanden wichtige Impulse, darunter Benefizkonzerte für den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Marienkirche.
Nach der deutschen Wiedervereinigung erweiterte das Orchester seine internationale Präsenz und arbeitete u. a. mit dem Deutschlandfunk und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zusammen. Gastspiele führten die Philharmonie zu renommierten Festivals und Spielstäten im In- und Ausland. Mit der Eröfnung der Konzertkirche Neubrandenburg im Jahr 2001 – nach einem Entwurf des finnischen Architekten Pekka Salminen – erhielt das Orchester endlich eine feste künstlerische Heimat von internationalem Rang.
Die folgenden Jahre waren geprägt von künstlerischer Kontinuität und Innovation. Unter Chefdirigenten wie Nicolas Pasquet und Stefan Malzew entwickelte sich das Orchester stetig weiter. Malzew setzte mit den Neubrandenburger Konzertnächten eindrucksvolle Akzente. Auch unter Sebastian Tewinkel konnte die Philharmonie ihr Profil schärfen und neue Publikumsschichten gewinnen. Seit 2023 steht Daniel Geiss an der Spitze des Orchesters. Es gelang ihm, die Philharmonie nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie wieder erfolgreich zu stabilisieren und neue Impulse zu setzen.
Im Jubiläumsjahr 2026 feiert die Neubrandenburger Philharmonie ihr 75-j.hriges Bestehen mit einem festlichen Konzertprogramm. Höhepunkte sind Aufführungen in der Konzertkirche Neubrandenburg sowie in der Dresdner Frauenkirche – zwei Orte, die wie kaum andere für Wiederaufbau, Versöhnung und kulturelle Erneuerung stehen. Darüber hinaus wird das Orchester 2027 sein Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg geben. Heute präsentiert sich die Neubrandenburger Philharmonie als moderner, vielseitiger Klangkörper. Neben klassischem Repertoire gehören Filmmusik, Jazz und genreübergreifende Projekte selbstverständlich zum Programm. Veranstaltungen wie die MüritzProms, die beliebten Neujahrskonzerte oder die Zusammenarbeit mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern unterstreichen die starke regionale Verankerung und überregionale Strahlkraft. Mit innovativen Projekten wie „ZukunftsMusik“, das sich Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz widmet, sowie durch Kooperationen mit Musikhochschulen, dem Forum Dirigieren und der young academy rostock engagiert sich das Orchester intensiv für die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Die 2023 gegründete Orchesterakademie ist ein weiterer wichtiger Baustein dieser Arbeit.
Zahlreiche CD-Produktionen dokumentieren die künstlerische Bandbreite des Orchesters – darunter Einspielungen mit Werken von Antonio Rosetti, Johann Wilhelm Hertel, Ferruccio Busoni, Giuseppe Martucci, Ottorino Respighi und Emilie Mayer. Mit „THE BACH PROJECT“ erschien zuletzt eine Produktion, bei der Solopartien aus den eigenen Reihen heraus gestaltet wurden. Nach 75 Jahren blickt die Neubrandenburger Philharmonie auf eine bewegte Geschichte zurück und als musikalischer Botschafter der Region zugleich mit Zuversicht in die Zukunft!
Daniel Geiss
gilt als einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation: In Essen geboren studierte er zunächst Dirigieren an der Indiana University Bloomington (USA) bei David Effron, Violoncello bei Janos Starker und Kammermusik bei Menahem Pressler. Weitere Studien folgten an der Hochschule für Musik Köln bei Michael Luig, dem Alban Berg Quartett und Maria Kliegel.
Auf erste Dirigierverpflichtungen in den USA folgten Auftritte am Teatro Colon in Buenos Aires, am Teatro Real Madrid und beim Zürcher Kammerorchester. In den Folgejahren dirigierte Geiss das Gürzenich-Orchester Köln, die Philharmonie Südwestfalen, das Rundfunkorchester des BR und debütierte in der Berliner Philharmonie. Gastspiele führten Daniel Geiss nach Budapest, Linz, Ljubljana, St. Petersburg, Montepulciano, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und nach Graz. Eine intensive Zusammenarbeit mit Katharina Wagner als Regisseurin begann mit einer Version des „Fliegenden Holländers“ als Kinderoper, eigens arrangiert für das Spring Festival Tokyo. Der Erfolg wurde durch zwei direkte Wiedereinladungen für „Tristan und Isolde“ und „Parsifal“ bestätigt. Seit mehreren Jahren fungiert Geiss als künstlerischer und musikalischer Leiter des Belgrade Chamber Orchestra. Als Leiter des BrixenClassics Festivals arbeitete der Dirigent u. a. mit Solisten wie Sir Bryn Terfel, Daniel Hope, Camilla Nylund, Juan Diego Florez, Albrecht Mayer und Klaus-Florian Vogt zusammen.
Seit Beginn der Spielzeit 2023/24 ist Daniel Geiss Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie (Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz). Hier dirigierte er zwei neue szenische Produktionen– Strauss‘ „Die Fledermaus“ und Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ – sowie 30 Konzerte, bei denen Gastsolisten wie Daniel Hope, Lucienne Renaudin Vary und Maxim Lando auftraten.
Weitere Dirigierverpflichtungen führten Daniel Geiss 2023/24 wiederum zum Belgrader Kammerorchester. Neben Konzerten des Staatlichen Symphonieorchesters Thessaloniki stand er auch bei Aufnahmen für die Deutsche Grammophon am Pult des griechischen Orchesters. Er gastierte beim Sofia Philharmonic Orchestra in Bulgarien und dirigierte das Orkestra Simfoniker TSH in Tirana/Albanien bei der Uraufführung einer Bruckner-Symphonie in Albanien.
Im dritten Jahr in Folge leitete Geiss 8 Konzerte von „Wintermärchen“ in der Elbphilharmonie Hamburg mit dem Belgrade Chamber Orchestra.
Booklet for The Bach Project
