Op. 15, Sonatas and Variations for Guitar by Mauro Giuliani and Fernando Sor Njål Vindenes

Album info

Album-Release:
2016

HRA-Release:
04.02.2019

Label: ON IT

Genre: Classical

Subgenre: Instrumental

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  • Mauro Giuliani (1781 - 1829): Sonate, Op. 15:
  • 1Allegro spirito08:12
  • 2Adagio con grand espressione05:08
  • 3Finale Allegro vivace05:18
  • Fernando Sor (1778 - 1839):
  • 4Les Folies d'Espagne Variées et un menuet, Op. 15(a)03:57
  • 5Sonata seconda pour la guitare, Op. 15(b)09:39
  • 6Thème Varié pour la guitare, Op. 15(c)07:48
  • 7Marche du ballet de Cendrillon03:20
  • Mauro Giuliani (1781 - 1829):
  • 8Variations sur un Thème de G. F. Haendel, Op. 10708:49
  • Total Runtime52:11

Info for Op. 15, Sonatas and Variations for Guitar by Mauro Giuliani and Fernando Sor



Ein originelles Programm! Alles dreht sich um „Opus 15“ – einmal bei Giuliani und dreimal bei Fernando Sor.

Dreimal bei Sor? Bei Sor tragen gleich drei Opera die Nummer „15“, das bekannteste oder am häufigsten gespielte davon ist wohl seine „Sonata seconda pour la guitare“, die hilfsweise „op. 15(b)“ genannt worden ist. Mit op. 15(a) sind „Les Folies d’Espagne, variées, et un Menuet“ nummeriert, 15(c) steht über „Thème Varié“, erschienen bei Meissonier mit der Plattennummer 219.

Wie es dazu gekommen ist, dass die Werkzahl „15“ dreimal vergeben worden ist, kann man nur vermuten. Brian Jeffery schreibt zu 15(c) „The opus number 15 is given to this work in a Meissonnier catalogue, although it does not appear in the music itself. For convenience, it may be called op. 15(c). The number ‚op. 15(c)‘ has been given in at least one modern edition to the March from Cendrillon arranged for guitar, but there is no documentary authority for this, although copies of the march are known which are printed together with Folies d’Espagne or the Thème Varié.“ Moser (Fernando Sor: Versuch einer Autobiographie und gitarristische Schriften, Köln 1984, Gitarre & Laute Vlg.) hat sich in seinem Werkeverzeichnis völlig an Jeffery orientiert, allerdings nicht der präzisierten Nummerierung („a–c“) angeschlossen. Später hat er das in einer im Selbstverlag herausgekommenen und mit einem neuen Titel versehenen Neuausgabe des Buches (Ich, Fernando Sor [!], Lyon 2005) halbherzig korrigiert und unversehens eine eigene, aber keineswegs überzeugende Nummernfolge eingeführt (15[a]–15–[15]c).

Njål Vindenes hält sich an die Werkfolge, wie sie bei Meissonnier & Heugel angenommen worden ist, und zwar, wie es dort heißt: „Les quatre numeros réunis“. Ob die vier Werke jemals ein Werk gewesen sind, lässt sich bezweifeln. Das Ganze ist vermutlich nur ein Irrtum, der vielleicht so zustande gekommen ist, dass beispielsweise der Pariser Verleger Meissonnier in seinem Katalog andere Nummern angenommen hat, als in seinen Ausgaben. Solche Dinge sind passiert … und später von Musikologen wie Brian Jeffery richtiggestellt worden.

Njål Vindenes hat, wie er selber schreibt, seinem Programm „als eine Art Zugabe“ Mauro Giulianis Händel- Variationen op. 107 angefügt, dabei hätte er die Auswahl „op. 15“ durchaus weiterführen können. Ferdinando Carulli beispielsweise hat unter dieser Opusnummer „Tema con sei Variazione Per Chitarre Francese“ geschrieben, Johann Kaspar (aka Caspar Joseph) Mertz ein „Divertissement aus der Oper »Don Pasquale« von Donizetti“ und Jacques Bosch „Souvenir de Barcelone (Valse-Dialogue)“. Natürlich findet sich in jedem kompositorischen Œuvre nennenswerten Umfangs ein „opus 15“ – und bei komponierenden Gitarristen sind das auch vornehmlich Stücke für Gitarre. Dass Komponisten wie Carulli über 360 nummerierte Opera hinterlassen haben, ist eine Seltenheit und wird sicherlich nie zu Problemen in der Programmgestaltung führen.

Njål Vindenes ist ein ernsthafter Musiker … und spielt Sor und Giuliani mit dem Respekt, der ihnen und ihren Werken gebührt. Den Kopfsatz der C-Dur-Sonate von Giuliani nimmt er – wie eigentlich sein ganzes Programm – in eher zügigem Tempo und entgeht auf diese Art der Gefahr, zu stark ins „Schwärmen“ zu kommen oder in Betonungsmuster zu verfallen, wie sie aus dem letzten Jahrhundert noch zu bekannt sind. Njål hat seine eigenen interpretatorischen „Eigenarten“ und muss nicht bei Don-Andrés abkupfern, wie so viele seiner Kollegen – und schließlich verfremdet oder entstellt er keineswegs, sondern sagt hie und dort seine Meinung, der man sich auch durchaus anschließen mag.

Njål Vindenes, Gitarre, Laute

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