Blue & Lonesome The Rolling Stones

Album info

Album-Release:
2016

HRA-Release:
02.12.2016

Album including Album cover

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  • 1Just Your Fool02:16
  • 2Commit A Crime03:38
  • 3Blue And Lonesome03:07
  • 4All Of Your Love04:47
  • 5I Gotta Go03:26
  • 6Everybody Knows About My Good Thing04:31
  • 7Ride 'Em On Down02:49
  • 8Hate To See You Go03:21
  • 9Hoo Doo Blues02:37
  • 10Little Rain03:32
  • 11Just Like I Treat You03:25
  • 12I Can't Quit You Baby05:13
  • Total Runtime42:42

Info for Blue & Lonesome

Die Rolling Stones sind nach über 10 Jahren endlich mit einem brandneuen Album zurück – hier kommt Blue & Lonesome! Die Stones präsentieren 12 handverlesene Blues-Klassiker der 50er und 60er Jahre und gehen damit zurück zu ihren Wurzeln als Band.

Innerhalb weniger Tage im vergangenen Dezember nahmen The Rolling Stones Blue & Lonesome in den British Grove Studios in West London auf – nur einen Steinwurf entfernt von Richmond und Eel Pie Island, wo sie als junge Bluesband in Pubs und Clubs ihre Karriere begannen. Der Ansatz bei den Album-Aufnahmen war, dass alles spontan und live eingespielt werden sollte. Die Band - Mick Jagger (Vocals & Harve), Keith Richards (Gitarre), Charlie Watts (Schlagzeug) und Ronnie Wood (Gitarre) - wurde dabei von ihren langjährigen Tour-Musikern Darryl Jones (Bass), Chuck Leavell (Keyboards) und Matt Clifford (Keyboards) unterstützt. Bei zwei der zwölf Tracks ist zudem ihr Freund Eric Clapton dabei, der zur gleichen Zeit im Studio nebenan sein eigenes Album aufgenommen hat.

“Das Album ist ein Manifest der Reinheit ihrer Liebe zum Musikmachen. Blues ist die Quelle von allem, das die Stones tun”, so Don Was, Co-Producer von Blue & Lonesome über das neue Werk.

Das neue Album wurde von The Glimmer Twins (aka Mick Jagger und Keith Richards) und Don Was gemeinsam produziert. Letzterer war ebenfalls bereits am letzten Album A Bigger Bang (2005) beteiligt.

Mick Jagger, vocals, harmonica
Keith Richards, guitar, vocals
Ronnie Wood, guitar
Charlie Watts, drums
Additional musicians:
Eric Clapton, guitar on "Everybody Knows About My Good Thing" and "I Can't Quit You Baby"
Matt Clifford, keyboards
Chuck Leavell, keyboards
Darryl Jones, bass
Jim Keltner, percussion on "Hoo Doo Blues"

Recorded 3–16 December 2015, April 2016 at British Grove Studios
Produced by Don Was, The Glimmer Twins




Die Rolling Stones
untergruben die Moral. Sie transformierten eine Generation. Sie waren so unbequem, dass man sie zeitweise wie Staatsfeinde verfolgte. Ihren Bandnamen entlehnten sie einem Song von Muddy Waters.

Brian Jones und Co. ließen die Monster hinter den kruden Anspielungen amerikanischer Bluessongs los. Die Stones machten explizit, was der Blues nur andeutete, sie konnten es sich leisten.

Ihre Chemie blieb unerreicht: Mick Jagger, dieser exaltierte Gockel, er änderte für immer die Regeln der Bühnenperformance im Rock. Angeschoben von Keith Richards, dessen Gitarrensound jeden Stones-Song nach Sekunden erkennbar macht. Charlie Watts wurde der Zen-Meister des Rocks – keine überflüssige Handbewegung, jede Geste perfekte Eleganz.

Als ihr erster Manager Andrew Loog Oldham sie am 28. April 1963 zum ersten Mal live auf der Bühne sah, da waren die Rolling Stones ein charismatischer Haufen innerhalb des braven britischen Blues-Revivals um Alexis Korner. Oldham wurde schnell klar, dass die Stones zu den Anti-Beatles werden mussten. Zu einer Band, die Jugendliche für sich selbst behalten konnten, wo die Eltern nicht mehr milde lächelten.

In der Tat brach ein Krieg zwischen den Beatles und den Stones um die Spitze der britischen Charts aus: „With The Beatles“ wurde abgeschossen vom titellosen Debütalbum der Rolling Stones, nach 12 Wochen fiel dieses dort gegen „A Hard Days Night“.

Bis zu ihrem „Aftermath“-Album sollten die Stones vorwiegend Songs anderer berühmt machen: Buddy Hollys „Not Fade Away“, das sie á la Bo Diddley interpretierten, oder „It´s All Over Now“ von Bobby Womack.

Nachdem Oldham Jagger und Richards dazu zwang, eigene Songs zu schreiben, lieferten die Stones 1965 mit „(I Can´t Get No) Satisfaction“ den klassischsten aller klassischen Rocksongs ab, artikulierten den Frust der Jugend im Großbritannien der Nachkriegszeit. Den Stones-Frontmann und seine Freundin Marianne Faithfull rief man zum It-Paar des „Swinging London“ aus.

Mit „Street Fighting Man“ schrieben die Stones den Soundtrack der 1968er-Studentenrevolte. Von Anfang an Anti-Hippies, setzten sie dem „Let It Be“ der Beatles ihr eigenes „Let It Bleed“ entgegen. Während der Aufnahmen von „Let It Bleed“ ertrank der Stones-Mitbegründer Brian Jones in seinem Swimming-Pool, nachdem er zuvor aus der Band gedriftet war.

Die Stones ersetzten Jones mit Mick Taylor und danach Ron Wood. Das melodische Gitarrenspiel beider sollte einen perfekten Gegenpol zum unaufhaltsamen rhythmischen Drive von Keith Richards bilden.

Die kreative Phase der Stones zwischen den späten 1960ern und den frühen 70ern ist unübertroffen. Routiniert tauchen ihre damaligen Alben in den Listen der besten LPs aller Zeiten auf: „Beggar´s Banquet“, „Sticky Fingers“, „Exile On Main Street“, „Goats Head Soup“ – alle damals produziert vom „unglaublichen Rhythmustypen“ Jimmy Miller.

1978 reagierten die Stones mit „Some Girls“ ganz gelassen auf die musikalischen Umwälzungen von Disco und Punk.

„Tattoo You“ von 1981 führt die Bestenlisten ihrer Spätwerk-Alben an. Im Alleingang schob damals die Turbo-#1-Single „Start Me Up“ – ein jahrelang zurückgehaltener Song – das Album ins Rampenlicht.

Stark unterschätzt, steht das 24. Studioalbum „Dirty Work“ im Schatten von „Tattoo You“, gilt aber bei Stones-Fans und -Experten als immer wieder neu zu entdeckendes Highlight. Dort spannten 1986 die Stones Steve Lillywhite vor ihren Karren, den Produzenten der ersten drei Alben von U2.

Er habe von ihm jedes Gitarrenriff kopiert, gab Keith Richards öffentlich zu, als er 1986 Chuck Berry in die Rock´n´Roll Hall of Fame einweihte. „Sie nahmen mir meine Musik, aber sie gaben mir meinen Namen“, sagte Chuck Berry über die Stones.

Nach Erscheinen ihres 1989er-Albums „Steel Wheels“ kehrten die Stones nach sieben Jahren Live-Auszeit wieder auf die Bühne zurück, um ihren Titel der „größten Rock´n´Roll-Band der Welt“ zu verteidigen, den ihnen die Rockpresse zwanzig Jahre zuvor vergeben hatte.

Flankiert von ihren starken Studioalben der 1990er: „Voodoo Lounge“ und „Bridges To Babylon“ – aufgenommen mit dem Miles Davis-Bassisten Darryl Jones, der mit Charlie Watts dort ein formidabel-kongeniales Rhythmus-Gespann bildet.

Die bisherige Studio-Diskografie der Stones schließt das Urknall-Album „A Bigger Bang“ von 2005 ab.

Die Metamorphose des Rocks – von Muddy Waters und Chuck Berry zu AC/DC, Guns´N´Roses, Oasis oder den White Stripes – ohne die Rolling Stones hätte das alles womöglich nicht stattgefunden.

This album contains no booklet.

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