Blood Siren Sarah McCoy

Album info

Album-Release:
2019

HRA-Release:
25.01.2019

Album including Album cover

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  • 1New Orleans05:16
  • 2Boogieman02:58
  • 3Hot Shot03:35
  • 4Pistol Whipped04:09
  • 5Someday04:41
  • 6Mamma's Song04:13
  • 7The Death Of A Blackbird02:18
  • 8I Miss Her04:03
  • 9Fearless03:07
  • 10Red Hot02:22
  • 11Ugly Dog03:32
  • 12Devil's Prospects02:52
  • 13Show's Over03:26
  • Total Runtime46:32

Info for Blood Siren

Nichts ist Zufall. Sarah McCoy verbrachte den Großteil ihrer Zwanziger als Sängerin und Pianistin in den Clubs von New Orleans, einer Stadt voller Tradition, Mythen, Schicksalsschlägen – und mit viel Magie. Der perfekte Ort für ihr Aussteigerleben, das sie mit Anfang 20 gewählt hatte. Jetzt, mit 33 Jahren, führt sie eine Tradition fort, die von Tom Waits, Amy Winehouse, Leon Russell und Janis Joplin perfektioniert wurde: Sie macht aus ihrer ganz eigenen Biografie musikalische Poesie.

„Blood Siren“, Sarah McCoys Major-Label-Debüt, fängt ihre mal dunkel hauchende, mal voluminös strahlende Stimme ein, die einen frösteln lassen und tief berühren kann. Die Lieder, allesamt von ihr selbst geschrieben, sind so offen und intim wie Tagebucheinträge:

Ihre Texte, so der Musikjournalist Brett Milano, sind „die Geschichten einer Überlebenden, voller enttäuschter Hoffnungen und verlorener Freundschaften, vorgetragen mit Trotz und Entschlossenheit“. Die Albumproduzenten Chilly Gonzales und Renaud Letang schaffen eine kühle Mitternachtsatmosphäre. Da ist Sarah am Piano und an der Gitarre, ein bisschen Cello und Celesta, ein paar elektronische Klänge und viel Stille, zusammen mit einer Stimme, die so klingt, als wäre sie ganz allein im Studio. Diese Authentizität ist Meilen entfernt von der auto-getunten Künstlichkeit zeitgenössischen Pops.

Aber darum geht es Sarah gar nicht. Geboren wurde sie in Pine Plains, New York, einem Kaff mit knapp 2.500 Einwohnern, als Tochter einer ehemaligen Nonne, Dichterin und Lehrerin und eines gesundheitlich angeschlagenen Kriegsveteranen. Als Sarah noch ein Kind war, zog die Familie um in das wärmere Klima von Charleston, South Carolina. Ihre Eltern versprachen ihr „Alligatoren und Kokosnüsse“, und für ein paar Jahre genoss Sarah es tatsächlich, in unmittelbarer Nähe des Strandes zu leben. Aber dann musste sie sich dem Tod ihres Vaters und ihrer Großmutter stellen, die innerhalb weniger Tage gestorben waren.

Ihre Rettung war ein Klavier, das der verstorbenen Frau eines Familienfreundes gehört hatte. Sarah nahm klassischen Pianounterricht und begann Lieder zu schreiben, die ihre dunklen Gefühle widerspiegelten. In ihren späten Teenagerjahren entdeckte sie dann, dass sie singen konnte: „Ich sang, um mich am Steuer wach zu halten“. Eine zerbrochene Beziehung gab ihr den Anstoß, Charleston zu verlassen, „um den toten Träumen der Sechziger nachzulaufen und aus meiner eigenen Realität zu fliehen. Ich wollte UNBEDINGT wissen, was es sonst noch gab“.

Sarah trampte nach Kalifornien. Mit einer Gitarre bewaffnet, begann sie in San Diego herumzustreunen und das ultimative Nomadenlied „Me & Bobby McGee“ zu singen. Während einer Phase in der sie abwechselnd auf den Sofas von Bekannten und in verlassenen Gebäuden übernachtete, zog sie weiter nach Monterey, wo sie sich für vier Jahre niederließ. Dort machte sie Straßenmusik, spielte Klavier in einer Bar („als Gage gab es Quesadillas“), schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, wohnte in Lieferwagen und machte ein Album, an das sich heute niemand mehr erinnert, auch sie nicht allzu gern.

Heute denkt sie nicht gerne an ihr damaliges Leben zurück. Mehr als alles andere hatte eine „vergiftete Beziehung“ ihr Verhalten gegenüber fast allen ruiniert, die sich um sie gekümmert hatten. Eines Tages, dem Tiefpunkt nahe, traf sie den Gitarristen Salvatore Geloso, der auf der Durchreise war. „Nach einem Nachmittag, an dem ich durch seine Musik und Worte so eine Art spirituelle Wiedergeburt erfahren hatte“, sagt Sarah, „meinte Sal, dass ich, wenn ich ihn mal wiedersehen wolle, nach New Orleans kommen solle“.

Im Februar 2011 machte sie sich mit ihrer besten Freundin Alyssa Potter, einer Glockenspielerin, auf die Reise nach New Orleans, mit einem Auto, das Sarah für 500 Dollar von einer ihrer „Straßenschwestern“ gekauft hatte. Sarah fand Sal – und Zuflucht. „Eine der Sachen, die mich in New Orleans sofort wie zu Hause fühlen ließen, war, dass dort alle ein wenig kaputt sind. Du bist nie der Verrückteste, der die Straße entlangläuft. Es gibt immer jemanden, der durchgeknallter ist“.

Sarah und Alyssa machten Straßenmusik und spielten in jedem Laden, der sie hereinließ, „selbst wenn ich in einer leeren Bar landete und zwei Stunden für drei Betrunkene sang. Im Sommer schnippte ich zwischen den Liedern die Fliegen von meinem Gesicht, während die Finger der anderen Hand auf den glitschigen Klaviertasten hin und her rutschten und meine Schuhe an den zuckrigen Whiskeypfützen festklebten“. Nach einiger Zeit entdeckte sie der namhafte Spotted-Cat-Club im French Quarter der Stadt und stellte sie an, zwei Tage in der Woche rund um die Cocktailstunde Musik zu machen. Dort begann Sarah ihre wirkliche Stimme zu finden. „Ich habe alles gespielt, was ich geschrieben hatte, gruselig oder kitschig, und ein paar kaputte Coverversionen dazu“.

Sie gründete eine Backup-Band, die Oopsie Daisies, deren Mitglieder kamen und gingen. Ein Bassist, Alvin (Dizzy) Rucker, spielte „eine große Tupperware-Wanne mit einem Mopp-Stiel und einer einzelnen Bass-Saite“. Alyssa spielte Glockenspiel, Sal Gitarre. „Ich habe lange ohne Mikrofon gespielt, eine Weile sang ich in einen Eimer hinein. New Orleans ist so reich an unglaublichen Klängen und Geräuschen, Inspiration gab es an jeder Ecke“. Und wenn das einmal nicht reichte, um die Aufmerksamkeit der Leute zu erregen, legte sie sich einfach auf die Bühne, hob ihre Beine in die Luft, ließ Alyssa auf ihre Füße klettern und weiterspielen.

Im Jahr 2013 entdeckte der französische Filmemacher Bruno Moynie, der heute ihr Manager ist, Sarah im Spotted Cat, drehte eine enthusiastische Filmdokumentation über sie und überredete sie schließlich zu einer Konzertreise quer durch Frankreich. Im Januar 2014 veranstaltete OffBeat, das Musikmagazin in New Orleans, seine jährlichen „Best of the Beat“ Awards. Sarah wurde als beste Nachwuchskünstlerin nominiert, neben Cyril Neville von den Neville Brothers, Jon Batiste, Jason Marsalis und Tab Benoit. „Es war mir egal, dass ich nicht gewonnen habe“, sagt sie heute. „Ich habe ein paar Songs gespielt und war danach sofort auf dem Weg nach Frankreich. Wie toll ist das denn?“. Die nächsten drei Jahre pendelte sie regelmäßig zwischen Paris und New Orleans hin und her.

Im April 2017 spielte Sarah in Paris im Vorprogramm von Jarvis Cocker und Chilly Gonzales, die ihr gemeinsames Album „Room 29“ präsentierten. Sarah erinnert sich: „Gott weiß, was einer denken soll, wenn er einer Schlangenfrau mit Reißzähnen begegnet, die in einem barocken Ballsaal auf ein Klavier einschlägt, während ein weißgeschminkter Elfengeist einen Spiegel an ihr Reptiliengesicht hält. Nichtsdestotrotz lud Chilly mich ein, noch am selben Abend im Studio ein paar Testaufnahmen zusammen mit seinem Co-Produzenten Renaud Letang zu machen“. Der aus dem Iran stammende und in Paris lebende Künstler ist der Kopf hinter erfolgreichen Alben von Künstlern aus der ganzen Welt: Feist, Manu Chao, Seu Jorge, Jane Birkin, Jamie Lidell.

Im Oktober zog Sarah endgültig nach Paris. Im Februar 2018 nahm sie mit Gonzales und Letang für Blue Note Records „Blood Siren“ auf. Das Album ist voller umwerfender Details. Auf „Someday“ und „Mammas Song“ spielt Sarah ein unheimliches Spielzeug-Klavier, dessen Klang die kindliche Verzweiflung der Songs unterstreicht. „The Death Of A Blackbird“, ein Klavier-Solo, ist der pure, ungefilterte Klang der Einsamkeit und zeigt ihr frühes klassisches Training.

„Devil’s Prospects“ ist eine Geschichte über New-Orleans-Voodoo. Es duftet nach Gin und klammer Nachtluft. „Am Ende haben wir dann Vincent Taurelle, der auf dem Album Synthesizer spielt, hinzugebeten um alles noch ein wenig zu elektrisieren und dem Ganzen richtigen Druck zu geben“.

In“Fearless“ ist Sarah ein Wanderer, der für alles bereit ist, sogar für den Tod (“I will ride the dark horse that I call fate / Into the very last sunset”). Der Track, sagt sie, ist „mit Renauds elektronischer Magie besprenkelt“, um ihm noch mehr Coolness zu verleihen.

„Blood Siren“ ist das Ergebnis einer persönlichen Wanderung und Katharsis, ein Album, das zwischen Blues, Jazz, Film-Noir-Pop und Unterwelt-Cabaret schwingt und den Hörer mit Schönheit und leisem Schrecken umgarnt. Nach Jahren des Lebens am Rande ist Sarah McCoy heute mit der dunklen, theatralischen Figur, die sie auf dem Album-Artwork verkörpert, im Reinen. „Ich möchte die Leute gern wissen lassen, dass das Monster in ihnen auch in anderen Menschen existiert“.

"Sarah McCoys Kompositionen schlagen den Hörer in den Bann ... Großer Wurf." (Audio)

Sarah McCoy, Gesang




Sarah McCoy
verbrachte den Großteil ihrer Zwanziger als Sängerin und Pianistin in den glühend heißen Clubs von New Orleans - der perfekte Ort für ihr Aussteigerleben, das sie mit Anfang 20 gewählt hatte. Jetzt, mit 33 Jahren, führt sie eine Tradition fort, die von Tom Waits, Amy Winehouse, Leon Russell und Janis Joplin perfektioniert wurde: Sie macht aus ihrer eigenen, komplizierten Biografie musikalische Poesie.

Geboren wurde sie in Pine Plains, New York, einem Kaff mit knapp 2.500 Einwohnern, als Tochter einer ehemaligen Nonne, Dichterin und Lehrerin und eines gesundheitlich angeschlagenen Kriegsveteranen. Als Sarah noch ein Kind war, zog die Familie um in das wärmere Klima von Charleston, South Carolina. Ihre Eltern versprachen ihr "Alligatoren und Kokosnüsse", und für ein paar Jahre genoss Sarah es tatsächlich, in unmittelbarer Nähe des Strandes zu leben. Aber dann musste sie sich dem Tod ihres Vaters und ihrer Großmutter stellen, die innerhalb weniger Tage gestorben waren.

Ihre Rettung war ein Klavier, das der verstorbenen Frau eines Familienfreundes gehört hatte. Sarah nahm klassischen Pianounterricht und begann Lieder zu schreiben, die ihre dunklen Gefühle widerspiegelten. In ihren späten Teenagerjahren entdeckte sie dann, dass sie singen konnte: „Ich sang, um mich am Steuer wach zu halten". Eine zerbrochene Beziehung gab ihr den Anstoß, Charleston zu verlassen, "um den toten Träumen der Sechziger nachzulaufen und aus meiner eigenen Realität zu fliehen. Ich wollte unbedingt wissen, was es sonst noch gab".

Sarah trampte nach Kalifornien. Mit einer Gitarre bewaffnet, begann sie in San Diego herumzustreunen und das ultimative Nomadenlied "Me & Bobby McGee" zu singen. Während einer Phase in der sie abwechselnd auf den Sofas von Bekannten und in verlassenen Gebäuden übernachtete, zog sie weiter nach Monterey, wo sie sich für vier Jahre niederließ. Dort machte sie Straßenmusik, spielte Klavier in einer Bar ("als Gage gab es Quesadillas") und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch. Eines Tages traf sie den Gitarristen Salvatore Geloso, der auf der Durchreise war. "Nach einem Nachmittag, an dem ich durch seine Musik und Worte so eine Art spirituelle Wiedergeburt erfahren hatte“, sagt Sarah, "meinte Sal, dass ich, wenn ich ihn mal wiedersehen wolle, nach New Orleans kommen solle".

Im Februar 2011 machte sie sich mit ihrer besten Freundin Alyssa Potter, einer Glockenspielerin, auf die Reise nach New Orleans, mit einem Auto, das Sarah für 500 Dollar von einer ihrer „Straßenschwestern“ gekauft hatte. Sarah fand Sal - und Zuflucht. "Eine der Sachen, die mich in New Orleans sofort wie zu Hause fühlen ließen, war, dass dort alle ein wenig kaputt sind. Du bist nie der Verrückteste, der die Straße entlangläuft. Es gibt immer jemanden, der durchgeknallter ist“.

Sarah und Alyssa machten Straßenmusik und spielten in jedem Laden, der sie hereinließ, "selbst wenn ich in einer leeren Bar landete und zwei Stunden für drei Betrunkene sang. Nach einiger Zeit entdeckte sie der namhafte Spotted-Cat-Club im French Quarter der Stadt und stellte sie an, zwei Tage in der Woche rund um die Cocktailstunde Musik zu machen. Dort begann Sarah ihre wirkliche Stimme zu finden. Sie gründete eine Backup-Band, die Oopsie Daisies, deren Mitglieder kamen und gingen. Ein Bassist, Alvin (Dizzy) Rucker, spielte "eine große Tupperware-Wanne mit einem Mopp-Stiel und einer einzelnen Bass-Saite". Alyssa spielte Glockenspiel, Sal Gitarre. "Ich habe lange ohne Mikrofon gespielt, eine Weile sang ich in einen Eimer hinein. New Orleans ist so reich an unglaublichen Klängen und Geräuschen, Inspiration gab es an jeder Ecke“.

Im Jahr 2013 entdeckte der französische Filmemacher Bruno Moynie, der heute ihr Manager ist, Sarah im Spotted Cat, drehte eine enthusiastische Filmdokumentation über sie und überredete sie schließlich zu einer Konzertreise quer durch Frankreich. Im Januar 2014 veranstaltete OffBeat, das Musikmagazin in New Orleans, seine jährlichen „Best of the Beat“ Awards. Sarah wurde als beste Nachwuchskünstlerin nominiert, neben Cyril Neville von den Neville Brothers, Jon Batiste, Jason Marsalis und Tab Benoit. "Es war mir egal, dass ich nicht gewonnen habe", sagt sie heute. "Ich habe ein paar Songs gespielt und war danach sofort auf dem Weg nach Frankreich. Wie toll ist das denn?". Die nächsten drei Jahre pendelte sie regelmäßig zwischen Paris und New Orleans hin und her.

Im April 2017 spielte Sarah in Paris im Vorprogramm von Jarvis Cocker und Chilly Gonzales, die ihr gemeinsames Album „Room 29“ präsentierten. Noch am selben Abend lud Chilly sie ein, im Studio ein paar Testaufnahmen zusammen mit seinem Co-Produzenten Renaud Letang zu machen. Der aus dem Iran stammende Künstler ist der Kopf hinter erfolgreichen Alben von Künstlern wie Feist, Manu Chao, Seu Jorge, Jane Birkin und Jamie Lidell. Die Testaufnahmen gerieten fabelhaft. Im Oktober zog Sarah endgültig nach Paris, im Februar 2018 nahm sie mit Gonzales und Letang für Blue Note Records ihr Album „Blood Siren“ auf.



This album contains no booklet.

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