Arianna Savall, Petter Udland Johansen, Die Freitagsakademie & Katharina Suske


Biographie Arianna Savall, Petter Udland Johansen, Die Freitagsakademie & Katharina Suske


Arianna Savall
ist eine katalanische Harfenistin, Sopranistin und Komponistin. Sie studierte klassische Harfe bei Magdalena Barrera in Barcelona und Gesang bei María Dolores Aldea am Konservatorium Terrassa (Katalonien), wo sie beide Ausbildungen abschloss. Es folgten ein Studium der historischen Aufführungspraxis bei Rolf Lislevand am Konservatorium von Toulouse und mehrere Kurse: bei Andrew Lawrence-King ein Postgraduate-Studium in der spanischen Barockharfe, bei Hopkinson Smith sowie bei ihren Eltern. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz 1996, nahm sie ein Aufbaustudium in Gesang bei Kurt Widmer auf und spezialisierte sich in historischer Harfe bei Heidrun Rosenzweig.

Ihr Gesangsdebüt gab Arianna Savall am Gran Teatre del Liceu de Barcelona (Oper Barcelona) mit Orfeo von Claudio Monteverdi in der Rolle der Euridice und unter Leitung ihres Vaters Jordi Savall. Diese Oper wurde von der BBC und von Opus Arte auf DVD aufgenommen und von den Kritikern als eine der schönsten und zauberhaftesten Aufführungen des Orfeo gelobt. Sie trat und tritt mit vielen Ensembles für Alte Musik auf, u.a. Hesperion, Ricercar Consort oder La Fenice, und kann eine lange Liste von Aufnahmen bei bekannten Labels vorweisen. Ihre Auftritte finden grosse Aufmerksamkeit sowohl in Europa als auch den USA, Südamerika, Australien, Japan, Neuseeland und Israel.

Sie gibt regelmässig Workshops und Masterclasses zu Historischen Harfen. Seit März 2017, ist Arianna Savall Figueras Lehrerin für Historische Harfen an der ZhdK, Zürcher Hochschule der Künste.

Petter Udland Johansen
wurde in Oslo, Norwegen, geboren, wo er seinen ersten Musikunterricht in Gesang, Geige und Klavier erhielt. Seine berufliche Ausbildung erhielt er an der norwegischen Musikhochschule Oslo, wo er 1996 mit dem Diplom abschloss. Von 1997 bis 2000 studierte er Alte Musik an der Schola cantorum Basiliensis bei Richard Levitt und ergänzte später seine Ausbildung privat beim deutschen Tenor Hans Peter Blochwitz in Basel.

Johansen ist Sänger, Dirigent, Komponist und Instrumentalist mit einem breiten musikalischen Spektrum. Er fühlt sich in der klassischen Musik ebenso zu Hause wie in der Pop- und Volksmusik. Er hat mit großem Erfolg als Sänger, Dirigent, Komponist/Arrangeur und Instrumentalist mit Ensembles wie Hirundo Maris, Pechrima, Sagene Ring und Capella Antiqua Bambergensis gearbeitet. Mit diesen Ensembles gibt er regelmäßig Konzerte in ganz Europa und macht Aufnahmen bei wichtigen Labels wie ECM Records, Carpe Diem Records, Ramee, CAP Records, Grappa und Muve Records. Zusammen mit Erik Fosse und Per Martinsen bildet er das Trio Sagene Ring, das bei dem norwegischen Label Grappa drei CDs mit eigener Musik und Texten über das Leben aufgenommen hat.

Die Freitagsakademie
Es gibt keine alte Musik! Getreu diesem Credo spielt die Freitagsakademie in unterschiedlichsten Besetzungen und auf Instrumenten der jeweiligen Epoche Musik aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert. Dazu kommen innovative Programme, die sogar einen Bogen von der Tradition bis zur Gegenwart spannen. Auch die regelmässige Zusammenarbeit mit Künstler:innen aus verschiedenen anderen Sparten wie etwa zeitgenössischem Tanz, bildender Kunst, Literatur und Puppentheater, gehört zum Selbstverständnis des Ensembles. Die lebendige Interpretation alter Meisterwerke im Dialog mit anderen Kunstformen führt dabei oft zu überraschenden Wechselwirkungen und besonderen Kunsterlebnissen. Dieses Konzept der künstlerischen Leiterin Katharina Suske hat grosses Echo und regen Zuspruch gefunden: Die Freitagsakademie ist mit ihren zahlreichen Konzerten und Aufnahmen seit Jahren vielbeachtet im schweizerischen und internationalen Musikgeschehen präsent. So war sie mit ihren Puppenopernproduktionen von Händels «Acis und Galathea» und «Alcina» in der Regie von Nikolaus Habjan u. a. bei den Dresdner Musikfestspielen und im Wiener Konzerthaus zu Gast.

Seit 2002 hat die Freitagsakademie ihre eigene Konzertreihe. Nach zehn Jahren im Kunstmuseum Bern ist die Reihe nun im Grossen Saal des Konservatoriums Bern und im Burgerratssaal des Casino Bern beheimatet. In sechs Konzerten pro Saison werden mit jeweils einem thematischen Schwerpunkt Werke vom Frühbarock bis zur Klassik aufgeführt. 2017 wurde die Freitagsakademie für ihre CD-Aufnahme «Wiener Klassik» mit dem renommierten «Diapason d’or de l’année» ausgezeichnet.

Im Juni 2022 ist ihre neue CD «BACH CONCERTOS: LOST AND FOUND» mit unbekannten rekonstruierten Concerti von J. S. Bach (Deutsche Harmonia Mundi / Sony Music) erschienen.

Katharina Suske
studierte in Graz, Wien, Mailand und Den Haag u. a. bei Ku Ebbinge, Hans Peter Westermann und Pedro Memelsdorff.

Im Zentrum ihres vielfältigen Wirkens als Musikerin, Kulturschaffende und Musikvermittlerin steht die Arbeit in der Freitagsakademie, die sie 1993 in Bern mitgegründet hat.

Als Kammermusikerin wie als Solistin wirkte sie zudem in vielen namhaften Ensembles für Alte Musik mit wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Venice Baroque, I Barrocchisti, Wiener Akademie, Opernorchester Zürich La Scintilla, Drottningholms Barockensemble oder London Baroque. Seit ihrem Studienaufenthalt 2002 in New York als Stipendiatin des Kantons Bern entwickelte sie zudem ein verstärktes Interesse an zeitgenössischer Musik.

Sie ist eine gefragte Dozentin an internationalen Meisterkursen und Workshops, u. a. bei der Austria Barockakademie Gmunden.

2019 wurde sie mit dem Musikpreis des Kantons Bern geehrt.



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