Jeehee Han, Lang Lang, Royal Philharmonic Orchestra & Vasily Petrenko


Biographie Jeehee Han, Lang Lang, Royal Philharmonic Orchestra & Vasily Petrenko


Jeehee Han
In der Welt der klassischen Musik dient ein Debütalbum oft als Einführung in das Potenzial eines jungen Künstlers. Das kürzlich erschienene Album der Flötistin Jeehee Han beim renommierten Label Deutsche Grammophon wirkt jedoch eher wie der krönende Abschluss einer lebenslangen Hingabe an ihr Handwerk.

Hans künstlerische Grundlage wurde stark von ihrem familiären Umfeld geprägt. Ihr verstorbener Vater, Sang-bum Han, ein angesehener leitender Angestellter bei Korean Air, war bekannt für seine Integrität und das tiefe Vertrauen, das er genoss. Dieses tiefe Vertrauen zeigte sich deutlich, als der verstorbene Yang-ho Cho persönlich dafür sorgte, dass er nach seiner Krebsdiagnose in den Vereinigten Staaten medizinisch behandelt wurde. Aufgewachsen in einem Haushalt, der von den Werten ihres Vaters und ihrer Mutter, In-gyeom Kim, geprägt war – die ein französisches Restaurant führte und den Haushalt mit Anmut führte –, wuchs Han in einer Atmosphäre auf, in der Disziplin, Kunst und Herzlichkeit nebeneinander existierten.

Ihre musikalische Reise erstreckt sich über Kontinente – vom Studium der Wiener Tradition in Wien bis zur Meisterschaft der eleganten französischen Flötenschule in Paris. Später besuchte sie das Oberlin Conservatory unter der Anleitung von Michel Debost, einer prägenden Figur der französischen Tradition. Nach ihrer Rückkehr nach Seoul promovierte sie an der Seoul National University und etablierte sich sowohl als Konzertflötistin als auch als Wissenschaftlerin.

Ihr Debüt bei der Deutschen Grammophon mit dem Titel „The Flute Works of Carl Reinecke“ verschafft ihr einen festen Platz auf der internationalen Bühne. In Zusammenarbeit mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko und dem weltberühmten Pianisten Lang Lang bei der „Sonate Undine“ kommt Hans unverwechselbarer, klarer und selbstbewusster Klang voll zur Geltung. Anstatt sich auf bloße Effekthascherei zu verlassen, bietet ihr Spiel ein transparentes und tiefgründiges musikalisches Erlebnis. Wie sie selbst angemerkt hat, reicht ihre Verbindung zu Reineckes Werk bis in ihre Jugend zurück, was ihre Darbietungen zu einem authentischen Spiegelbild ihrer langjährigen Leidenschaft macht.

Abseits der Bühne bringt Jihee Han ihre künstlerische Karriere mit ihrem Leben als Ehefrau von Yong-jin Chung, dem Vorsitzenden der Shinsegae Group, in Einklang und gründet eine Familie im Umfeld eines der bedeutendsten Wirtschaftskonglomerate Koreas. Das Gleichgewicht, das sie zwischen ihrer prominenten öffentlichen Rolle und ihrer Kunst aufrechterhält, zeugt von ihrer gelassenen Art.

Letztendlich ist Hans Musik nicht nur eine Demonstration technischer Meisterschaft. Ihre Flöte trägt das Erbe ihrer Familie in sich und verwandelt Zeit, Erinnerung und Hingabe in einen bleibenden Klang. (Abraham Kwak, Aju Press)



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