Seelenfrieden Martin Platz, Lautten Compagney & Wolfgang Katschner
Album Info
Album Veröffentlichung:
2026
HRA-Veröffentlichung:
29.05.2026
Label: Prospero Classical
Genre: Classical
Subgenre: Vocal
Interpret: Martin Platz, Lautten Compagney & Wolfgang Katschner
Komponist: Johann Philipp Krieger (1649-1725), Andreas Hammerschmidt (1612-1675), Dieterich Buxtehude (1637-1707), Johann Rosenmüller (1619-1684), Heinrich Schütz (1585-1672), Johann Theile (1646-1724)
Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)
- Johann Philipp Krieger (1649 - 1725): Musicalischer Seelen-Friede:
- 1 Krieger: Musicalischer Seelen-Friede: No. 2, Herr, auf dich traue ich (Psam 31) 11:38
- Andreas Hammerschmidt (1611 - 1675): Sei nun wieder zufrieden, meine Seele (Psalm 116):
- 2 Hammerschmidt: Sei nun wieder zufrieden, meine Seele (Psalm 116) 01:54
- Dieterich Buxtehude (ca. 1637 - 1707): Oh Gottes Stadt, BuxWV 87:
- 3 Buxtehude: Oh Gottes Stadt, BuxWV 87 09:04
- Johann Rosenmüller (ca. 1619 - 1684): Sonata Settima à 4:
- 4 Rosenmüller: Sonata Settima à 4 06:33
- Welt ade, ich bin dein müde:
- 5 Rosenmüller: Welt ade, ich bin dein müde 03:24
- Heinrich Schütz (1585 - 1672): Symphoniae Sacrae II:
- 6 Schütz: Symphoniae Sacrae II: Erbarm dich mein, o Herre Gott, SWV 447 (Psalm 51) 03:55
- Ich werde nicht sterben, SWV 346 (Psalm 118):
- 7 Schütz: Ich werde nicht sterben, SWV 346 (Psalm 118) 04:22
- Johann Philipp Krieger: Sonata à 4:
- 8 Krieger: Sonata à 4 09:33
- Benedicam Dominum (Psalm 34):
- 9 Krieger: Benedicam Dominum (Psalm 34) 08:37
- Johann Theile (1645 - 1724): Ach, dass ich hören sollte (Psalm 85):
- 10 Theile: Ach, dass ich hören sollte (Psalm 85) 06:22
- Johann Philipp Krieger: Der Herr ist mein Licht und mein Heil (Psalm 27):
- 11 Krieger: Der Herr ist mein Licht und mein Heil (Psalm 27) 07:09
Info zu Seelenfrieden
Mit Seelenfrieden legen der Tenor Martin Platz, die lautten compagney Berlin und ihr künstlerischer Leiter Wolfgang Katschner eine eindrucksvolle Einspielung geistlicher Musik des 17. Jahrhunderts vor. Das Programm vereint Vokal- und Instrumentalwerke von Johann Philipp Krieger, Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt, Dietrich Buxtehude, Johann Rosenmüller und Johann Theile - Komponisten, die in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher, politischer und religiöser Umbrüche nach musikalischen Ausdrucksformen für Trost, Vertrauen und innere Sammlung suchten. Im Zentrum des Albums stehen Psalmvertonungen und geistliche Konzerte, deren Texte existenzielle Grundfragen berühren: Angst und Bedrängnis, Klage und Bitte, aber auch Zuversicht, Gottvertrauen und Hoffnung.
Martin Platz, Tenor
Lautten Compagney Berlin
Wolfgang Katschner, Leitung
Martin Platz
Seine musikalische Ausbildung erhielt der Tenor Martin Platz an der Hochschule für Musik Würzburg. Er studierte Gesang bei Martin Hummel und Chorleitung bei Prof. Jörg Straube. Daneben besuchte er Meisterkurse u. a. bei Magret Honig und Peter Nelson. Seit einigen Jahren wird er von Tilman Lichdi künstlerisch betreut.
Martin Platz ist festes Mitglied im Opernensemble des Staatstheaters Nürnberg, wo er als lyrischer Tenor Rollen wie Belmonte in Mozarts „Entführung aus dem Serail“, Tamino in der „Zauberflöte“, Don Ottavio in „Don Giovanni“, Steuermann in Wagners „Fliegendem Holländer“ und die Haute Contre-Rollen in Rameaus „Platée“ und „Les Indes galantes“ übernommen hat. In dieser Spielzeit ist er unter anderem als Alan Turing in der Uraufführung von Anno Schreiers Oper „Turing“ und als Fritz in der „Großherzogin von Gerolstein“ zu hören.
Im Oratorienbereich hat Martin Platz viele große Werke aufgeführt. Im Sommer 2022 sang er unter der Leitung von Jordi Savall zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen. Er gastierte außerdem bei der Styriarte Graz, dem Beethovenfest Bonn, dem Berlioz Festival La Côte Saint-André, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, im Palau de la Musica Barcelona, der Philharmonie im Gasteig München, der Laeiszhalle Hamburg und vielen weiteren großen Konzerthäusern in Deutschland und Europa. Sein Schwerpunkt liegt auf den Evangelistenpartien von Bachs Johannes- und Matthäuspassion, die ihm ebenso wie alle anderen Werke von J. S. Bach ein Herzensanliegen sind. Daneben singt er auch viele Konzerte mit Musik von Monteverdi, Händel, Mozart, Mendelssohn, Rossini, Dvořák und vielen mehr. Martin Platz hat unter anderem mit den Dirigenten Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Joana Mallwitz, Christopher Hogwood, Bernhard Labadie, Wolfgang Katschner, Hansjörg Albrecht, Enoch zu Guttenberg, Marcus Bosch, Paul Agnew und Hervé Niquet gearbeitet.
In den letzten Jahren ist er zudem mehrmals mit dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Schubert, der „Schönen Magelone“ von Brahms und Wolfs Mörike-Liedern aufgetreten. Martin Platz unterrichtet seit 2007 als Gesangsdozent an der HfM Würzburg.
Die lautten compagney BERLIN
gehört zu den renommiertesten und innovativsten Ensembles für Alte Musik in Deutschland und darüber hinaus. Für ihr wegweisendes künstlerisches Profil wurde sie 2025 erneut mit dem Opus Klassik als Ensemble des Jahres geehrt.
Gegründet wurde die lautten compagney von den Lautenisten Hans-Werner Apel und Wolfgang Katschner im Jahr 1984 in der ehemaligen DDR. Unter der künstlerischen Leitung Wolfgang Katschners hat sich das Ensemble mit seinem unverwechselbaren Klang, seiner stilistischen Vielseitigkeit und insbesondere seiner außergewöhnlichen Programmatik einen internationalen Namen gemacht. Immer wieder bringt die lautten compagney neue Konzertformate auf die Bühne und arbeitet dabei mit namhaften Partnerinstitutionen und Künstler:innen zusammen. Einen großen Erfolg feierte sie mit Monteverdis L’Orfeo an der Semperoper Dresden mit Rolando Villazón in der Titelrolle – ein Projekt, das den Beginn einer bis heute produktiven Zusammenarbeit mit dem Startenor markiert. Von der interdisziplinären Offenheit des Ensembles zeugen zahlreiche Wort-Musik-Programme, häufig in Zusammenarbeit mit prominenten Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen – darunter Corinna Harfouch, Eva Mattes und Sophie Rois.
Neben Konzertprojekten und musikalisch-literarischen Programmen realisiert die lautten compagney regelmäßig eigene Opernproduktionen. Vielschichtige Zugänge zur Barockoper findet das Ensemble sowohl in historischer Aufführungspraxis als auch in der zeitgenössischen Theaterästhetik – so etwa bei der jüngsten Premiere von Reinhard Keisers Octavia im Rahmen der Händel-Festspiele Halle, mit denen die lautten compagney eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Auch Programme mit Tanz, Schauspiel und Performance schaffen experimentelle Räume jenseits klassischer Konzertformen.
Die lautten compagney gastiert regelmäßig bei führenden Festivals und spielt jährlich rund 100 Konzerte in Deutschland, Europa und weltweit. Große Auslandstourneen führten das Ensemble unter anderem nach China, Kolumbien und in die Mongolei. Gleichzeitig ist es fest in der Berliner Kulturszene verankert – mit Partnern wie dem Humboldt Forum, der Staatsbibliothek Unter den Linden, der Neuköllner Oper und zahlreichen Chören der Stadt. Neben eigenen Auftritten engagiert sich das Ensemble in den letzten Jahren zudem vermehrt in der Nachwuchsförderung und Musikvermittlung. Die lautten compagney ist Mitbegründerin und Ensemble in Residence der AEQUINOX-Musiktage in Neuruppin und des Musik- und Literaturfestivals KALIT in der Uckermark und veranstaltet regelmäßig eigene Festivals in ihrer Heimatstadt Berlin.
Das Ensemble bewegt sich souverän zwischen historischer Aufführungspraxis und zeitgenössischen Formaten und ist bekannt für seine genreübergreifenden Projekte, in denen es Brücken zwischen Musik verschiedener Jahrhunderte schlägt. Dabei folgt die lautten compagney stets dem Anspruch, Alte Musik in die Gegenwart zu holen und für ein breites Publikum neu erlebbar zu machen. Im Zentrum des Aufführungsrepertoires stehen Werke des 17. und 18. Jahrhunderts – von Claudio Monteverdi, Henry Purcell und Georg Friedrich Händel bis zu Johann Sebastian Bach. Gleichzeitig widmet sich das Ensemble mit großer Neugier dem Unbekannten: Es bringt vergessene Werke wieder ans Licht, entdeckt neue Kontexte und entwickelt daraus ungewöhnliche Formate.
Die Diskografie der lautten compagney umfasst mehr als 60 Einspielungen und spiegelt die stilistische Bandbreite sowie die Experimentierfreude des Ensembles wider. Für ihre CD Timeless wurde die lautten compagney im Jahr 2010 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Den OPUS Klassik als Ensemble des Jahres erhielt sie 2019 für die Einspielung War and Peace – 1618:1918 und 2025 für Dancing Queen. Eine weitere bedeutende Ehrung war die Auszeichnung mit dem Rheingau Musik Preis 2012, der die Verdienste der lautten compagney um das gegenwärtige Musikleben würdigte. Seit 2023 wird die lautten compagney im Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ vom Kulturstaatsministerium des Bundes gefördert.
Mit über 40 Jahren Erfahrung und ungebrochener Spielfreude ist die lautten compagney BERLIN eine lebendige Stimme der Alten Musik – traditionsbewusst und experimentierfreudig zugleich. Ihr Schaffen steht für eine musikalische Erzählkunst, die Vergangenheit und Gegenwart in spannungsvolle Dialoge bringt.
Booklet für Seelenfrieden
