Sommernachtskonzert 2026 - Summer Night Concert 2026 Wiener Philharmoniker & Lorenzo Viotti

Cover Sommernachtskonzert 2026 - Summer Night Concert 2026

Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
17.07.2026

Label: Sony Classical

Genre: Classical

Subgenre: Vocal

Interpret: Wiener Philharmoniker & Lorenzo Viotti

Komponist: Franz von Suppé (1819-1895), Arrigo Boito (1842-1918), Giacomo Puccini (1858-1924), Giuseppe Verdi (1813-1901), Piotr Ilyich Tchaikovsky (1840-1993), Florence Price (1887-1953), Erich Wolfgang Korngold (1897-1957), Jules Massenet (1842-1912), Richard Wagner (1813-1883), Maurice Ravel (1875-1937), Johann Strauss II (1825-1899)

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

Entschuldigen Sie bitte!

Sehr geehrter HIGHRESAUDIO Besucher,

leider kann das Album zurzeit aufgrund von Länder- und Lizenzbeschränkungen nicht gekauft werden oder uns liegt der offizielle Veröffentlichungstermin für Ihr Land noch nicht vor. Wir aktualisieren unsere Veröffentlichungstermine ein- bis zweimal die Woche. Bitte schauen Sie ab und zu mal wieder rein.

Wir empfehlen Ihnen das Album auf Ihre Merkliste zu setzen.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Ihr, HIGHRESAUDIO

  • Franz von Suppé (1819 - 1895): Leichte Kavallerie:
  • 1 Suppé: Leichte Kavallerie: Overture 07:03
  • Arrigo Boito (1842 - 1918): Mefistofele:
  • 2 Boito: Mefistofele: Son lo spirito che nega 03:32
  • Giacomo Puccini (1858 - 1924): Manon Lescaut:
  • 3 Puccini: Manon Lescaut: Intermezzo 05:11
  • Giuseppe Verdi (1813 - 1901): Falstaff:
  • 4 Verdi: Falstaff: Ehi! paggio!... L'onore! Ladri! 04:29
  • Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840 - 1893): The Nutcracker:
  • 5 Tchaikovsky: The Nutcracker: Trepak 01:14
  • Florence Price (1887 - 1953): Adoration:
  • 6 Price: Adoration 02:39
  • Erich Wolfgang Korngold (1897 - 1957): Straussiana:
  • 7 Korngold: Straussiana 07:06
  • Richard Wagner (1813 - 1883): Das Rheingold:
  • 8 Wagner: Das Rheingold: Abendlich strahlt der Sonne Auge 04:37
  • Jules Massenet (1842 - 1912): Thaïs:
  • 9 Massenet: Thaïs: Méditation 05:49
  • Maurice Ravel (1875 - 1937): Daphnis et Chloé:
  • 10 Ravel: Daphnis et Chloé: Suite No. 2 16:11
  • Jerry Bock (1928 - 2010): Fiddler on the Roof:
  • 11 Bock: Fiddler on the Roof: If I Were a Rich Man 05:35
  • Zequinha De Abreu (1880 - 1935): Tico-Tico no fubá:
  • 12 Abreu: Tico-Tico no fubá 04:04
  • Johann Strauss II:Wiener Blut, Walzer, Op. 354:
  • 13 Strauss II: Wiener Blut, Walzer, Op. 354 09:09
  • Total Runtime 01:16:39

Info zu Sommernachtskonzert 2026 - Summer Night Concert 2026

Das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker zählt zu den großen Höhepunkten des Konzertjahres - für das Orchester ebenso wie für den ORF und die Zuseherinnen und Zuseher in aller Welt. Inmitten der barocken Parklandschaft und eingerahmt von der außergewöhnlichen Szenerie von Schloss Schönbrunn und der Gloriette ist das Sommernachtskonzert geprägt von der Idee, Klassik für alle zu ermöglichen und ist ein alljährliches Geschenk des Orchesters an die Wienerinnen und Wiener und alle Musikliebhaber.

Zum ersten Mal wird der aufstrebende Schweizer Dirigent Lorenzo Viotti am Pult der Open-Air-Bühne in Schönbrunn stehen. Auch der walisische Bassbariton Bryn Terfel, den seit Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern, sei es in der Oper oder bei Konzerten, verbindet, gibt sein Debüt im nächtlichen Schlosspark.

Teufel, Götter, Antihelden und ganz viel Liebe.

Das Programm des Sommernachtskonzerts 2026 führt hochkarätig in die Welt der Oper, Operette und des Musicals, in deren Nachbarschaft auch die Sphäre von Ballett und Tanz und die der Kirche liegt. Am Dirigentenpult feiert Lorenzo Viotti sein Debüt beim Sommernachtskonzert, wie auch der walisische Bassbariton Sir Bryn Terfel, den bereits seit Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit mit dem Orchester in Oper und Konzert verbindet.

Am Beginn steht mit Franz von Suppè ein Vertreter der Wiener Operette, der sich von seinen Zeitgenossen nicht nur durch seine dalmatische Herkunft abhob, sondern auch durch seine einfallsreichen Ouvertüren. Mit ihren Husaren- und Csárdás-Anklängen führt die Leichte Kavallerie als erste Operette in eine weitere Region der Habsburgermonarchie: nach Ungarn. Auf der Bühne hatte es das 1866 am Wiener Carltheater uraufgeführte Militärstück jedoch schwer. Die habsburgische Niederlage gegen Preußen, der Verlust der noch verbliebenen italienischen Gebiete und das neu zu regelnde Verhältnis mit dem Königreich Ungarn ließen das Publikumsinteresse schwinden – mit Ausnahme der Ouvertüre. Sie schaffte es später sogar als Torhymne ins Stadion des deutschen Fußballbundesligisten Eintracht Frankfurt oder in Frank Zappas Song Jesus Thinks You’re A Jerk.

Zeitgleich zur Etablierung der Wiener Operette schlug Arrigo Boito im jungen Königreich Italien neue Wege für die Oper ein. Gegen konservative kulturelle Tendenzen begehrte in Mailand die junge Gruppe der Scapigliatura (»die Zersausten« oder »Strubbelköpfe«) auf. Der mit deutscher Literatur vertraute Boito wagte 1868 in seinem Mefistofele den Neuaufbruch mit Johann Wolfgang von Goethes Faust-Tragödie, die es zuvor mit Hector Berlioz und Charles Gounod vor allem auf französische Bühnen geschafft hatte. Der diabolische Titelheld tritt als »Geist, der stets verneint« mit einer Arie auf, die Goethes Vorlage in ein frech-dramatisches Gewand kleidet und im teils gepfiffenen Refrain die Konventionen sprengt.

Als Wegbereiter der modernen italienischen Oper beeinflusste Boito maßgeblich die jüngere wie auch die ältere Komponistengeneration Italiens. Giacomo Puccini schlug mit seinen Bühnenwerken mit der naturalistischen Darstellung tragischer Schicksale abseits der gehobenen sozialen Schichten den Weg des Verismo ein. Manon Lescaut wird als untreue Geliebte eines reichen Steuerpächters verhaftet und nach Louisiana strafdeportiert, wo sie in den Armen ihres mitgereisten Liebhabers Des Grieux in der Wüste verdurstet. Im Intermezzo sinfonico zeichnet Puccini Manons Gefangenschaft und Überstellung nach Le Havre nach und ergreift für seine ausgegrenzte Protagonistin Partei.

Als Librettist beflügelte Boito auch den fast dreißig Jahre älteren Giuseppe Verdi nach einer langen Schaffenspause zu seinen beiden späten Opern Otello und Falstaff, die beide auf Shakespeare-Stoffen beruhen. Im Falstaff – ihrer Version der Lustigen Weiber von Windsor, deren andere bekannte Vertonung vom Gründer der Wiener Philharmoniker Otto Nicolai stammt – ziehen Librettist und Komponist alle Register der komödiantischen Charakterstudie eines Antihelden. Als der mittellose Ritter John Falstaff zu Beginn der Oper zwei gleichlautende Liebesbriefe an zwei verheiratete Frauen schreibt, um an das Vermögen von deren Ehemännern zu gelangen, und dabei über adlige Ehre nachsinnt, legt ihm Boito eine heitere Variante von Mephistopheles’ Nihilismus in den Mund: »Was ist Ehre? Vermag sie etwas zu leisten? Nichts.«

Der Trepak ist ein in der Kultur von russischen und ukrainischen Kosaken verwurzelter Tanz im 2/4-Takt, der mit spektakulären Sprüngen, rhythmischem Stampfen und dem Kasatschok verwandten Schritten und Hüpfen in der Hocke getanzt wird. In die klassische Musik hielt der Trepak 1892 im Zweiten Akt von Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Ballett Der Nussknacker Einzug. Dort setzt er im »Reich der Süßigkeiten« zu den kulinarisch inspirierten Charaktertänzen von Schokolade, Kaffee, Tee und Ingwer einen Kontrapunkt.

Einen beschaulichen Kontrast zum ausgelassenen Tanz bietet die Adoration der afroamerikanischen Komponistin, Pianistin, Organistin und Pädagogin Florence Price. Ihre Werke erfahren in den letzten Jahren eine umfassende Wertschätzung, nachdem 2009 zahlreiche Manuskripte in ihrem ehemaligen Sommerhaus in Illinois entdeckt wurden. Adoration entstand 1951 für Orgel und erinnert mit seinem kontemplativen Duktus an ein Gebet, das im Amen endet. Im Sommernachtskonzert erklingt Elaine Fines Arrangement für Streichorchester.

Auch Erich Wolfgang Korngold musste als nationalsozialistisch verfolgter Emigrant seinen Platz in den USA erst finden. Seine zweite Karriere machte der renommierte Opernkomponist in Hollywood mit Filmmusiken. Wie fest Korngold trotzdem noch in seiner Heimatstadt Wien verwurzelt war, zeigt sich in seinen Bearbeitungen der Operetten von Johann Strauß im nachromantischen Stil der 1920er und 1930er Jahre, von denen sich Eine Nacht in Venedig bis heute auf den Spielplänen hält. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte er, sich als klassischer Orchesterkomponist wieder in Europa zu etablieren, stand stilistisch aber der Nachkriegsavantgarde denkbar fern. In seiner Straussiana blickte er 1953 nostalgisch aus Kalifornien nach Wien, indem er sich erneut Strauß-Partituren vornahm: zunächst die Neue Pizzicato-Polka, die als Zwischenaktmusik in die Operette Fürstin Ninetta Eingang gefunden hatte; sodann die in eine Mazurka im Dreiertakt verwandelte Polka française Bitte schön! aus Cagliostro in Wien; schließlich einen Walzer aus der Oper Ritter Pásmán, die 1892 von den Mitgliedern der damaligen Wiener Philharmoniker in der Hofoper uraufgeführt worden war. Typisch für Korngolds schillernde Orchesterfarben sind die von ihm ergänzten Schlaginstrumente, das Klavier und die Harfe, der erweiterte Einsatz der Holzbläser sowie schluchzende Streicheraufschwünge. Korngold hatte die Wiener Philharmoniker in der Zwischenkriegszeit mehrfach dirigiert, daher erweist ihm das Orchester mit der philharmonischen Erstaufführung der Straussiana nun seine Reverenz.

Mit Richard Wagners Rheingold, dem ersten Teil seiner Tetralogie Der Ring des Nibelungen, erinnern die Wiener Philharmoniker an deren Gesamturaufführung 1876 in Bayreuth mit der Eröffnung des Festspielhauses auf dem »Grünen Hügel«. Durch den Dirigenten der Uraufführung Hans Richter, der von 1862 bis 1866 als Hornist Mitglied der Wiener Philharmoniker war und dann von 1875 bis 1898 am Pult der philharmonischen Abonnementkonzerte stand, gibt es unmittelbare Verbindungen der Wiener Philharmoniker zu Bayreuth. Musiker aus ihren Reihen wirkten auch im Bayreuther Festspielorchester mit. »Abendlich strahlt der Sonne Auge; in prächt’ger Glut prangt glänzend die Burg«, singt Göttervater Wotan vor dem Einzug der Götter in das nicht zuletzt mithilfe eines Vertragsbruchs neu errichtete Walhall. Der strahlende Glanz wird in den drei folgenden Teilen des Rings freilich dramatisch verblassen.

Auf der französischen Gegenseite Wagners stand der ungemein produktive Jules Massenet, dessen Opern Manon und Werther zugleich den thematischen Bogen zu Puccini und Boito schlagen. Die 1894 uraufgeführte Thaïs atmet dagegen deutlich den Geist des Fin de siècle: Im frühchristlichen Ägypten versucht der Mönch Athanaël, die Schauspielerin und Prostituierte Thaïs zu einem keuschen Leben zu bekehren. Darüber meditiert Thaïs in Violinklängen, während der Moralapostel vor ihrem Haus schläft – oder möglicherweise auch nicht… Die Szene findet zwar vor geschlossenem Vorhang statt; die durchaus süßliche Musik regte das Publikum dafür umso expliziter an, sich die Erotik dieser Entsagungsmeditation auszumalen. Mit der »Méditation« steht erstmals seit über 100 Jahren wieder ein Instrumentalwerk Massenets auf einem Konzertprogramm der Wiener Philharmoniker.

Nach diesen Abend- und Nachtmusiken steht am Beginn von Maurice Ravels zweiter Orchestersuite, die er 1913 aus seinem Ballett Daphnis et Chloé zusammenstellte, ein »Tagesanbruch«. Das einaktige Ballett basiert auf einem antiken griechischen Liebesroman von Longos und spielt auf der Insel Lesbos. Zu betörend magischen Klängen erwacht der Hirte Daphnis und trifft seine Geliebte wieder. Die Schäferin Chloé war zuvor von Piraten entführt worden. Die Musik kündigt darauf das Zusammentreffen des Liebespaares an. In der folgenden »Pantomime« schildert Ravel die großen Gefühle zwischen den Liebenden, die er in die mythischen Figuren Pan und Syrinx verwandelt. Nahezu ekstatisch mündet die Suite in den abschließenden »Allgemeinen Tanz«. Im Rahmen eines abendlichen Festes werden Daphnis und Chloé vereint: ein Szenario wie geschaffen für den Schauplatz des Sommernachtskonzerts im Schlosspark Schönbrunn.

Jerry Bocks 1964 am Broadway uraufgeführtes Musical Fiddler on the Roof zu Texten von Sheldon Harnick greift Erzählungen Scholem Alejchems auf, die zwischen 1894 und 1914 entstanden und von Joseph Stein für die Bühne adaptiert wurden. Im Zentrum stehen Episoden aus dem Leben des jüdischen Milchmanns Tevje im fiktiven russischen Schtetl Anatevka, die Alejchems eigene Erfahrungen in »Yehupetz« – so nannte er die ukrainische Hauptstadt Kyiv – in Erinnerung rufen. In »If I Were a Rich Man« wendet sich Tevje an Gott und wünscht sich genug Geld, um seine drei Töchter sorgenfrei verheiraten zu können. Wiederholt wird Tevje im Laufe des Musicals mit existenziellen Fragen konfrontiert. Doch seine Liebe zur Familie und den Menschen in seiner Umgebung, seine Lebensweisheit und sein Humor bestärken ihn, alle Widrigkeiten zu überstehen. (Silvia Kargl / Friedemann Pestel)

Sir Bryn Terfel,Bassbariton
Wiener Philharmoniker
Lorenzo Viotti, Dirigent




Sir Bryn Terfel
Der walisische Bassbariton Sir Bryn Terfel begeistert mit seiner kraftvollen Stimme und seinen einfühlsamen künstlerischen Fähigkeiten seit mehr als drei Jahrzehnten ein weltweites Publikum. Mit einem Repertoire, das von Oper und geistlicher Musik bis zu Liedern und Musicals reicht, hat er im Laufe der Jahre eine unvergleichliche stilistische Vielfalt erreicht. Den vielen Ehrungen, die ihm zuteilwurden, ist jetzt die Einladung hinzuzufügen, beim Krönungsgottesdienst für König Charles III. am 6. Mai 2023 wie auch tags darauf beim Krönungskonzert in Windsor Castle zu singen. Er war somit der einzige Künstler, der an beiden Ereignissen teilnahm. Während des Gottesdienstes hat Sir Bryn zusammen mit dem Chor der Westminster Abbey Paul Mealors Coronation Kyrie gesungen, das erste Werk in walisischer Sprache überhaupt, das bei einer Krönung gegeben wurde. Beim Krönungskonzert war er dann zusammen mit dem Tenor Andrea Bocelli in »You’ll Never Walk Alone« aus Carousel zu erleben. 2024 begeht Bryn Terfel sein 30-jähriges Jubiläum als Exklusivkünstler von Deutsche Grammophon.

Terfel wurde 1965 in Nordwales geboren. Nach dem Studium an der Guildhall School of Music and Drama in London erregte er 1989 internationales Aufsehen, als er den Lieder-Preis beim Cardiff Singer of the World Competition gewann. Im Jahr darauf gab er sein professionelles Operndebüt als Guglielmo in Così fan tutte an der Welsh National Opera. Seine Karriere nahm 1991 an Fahrt auf mit bemerkenswerten ersten Auftritten als Mozarts Figaro an der English National Opera sowie an der Santa Fe Opera in den USA. Sein großer Durchbruch erfolgte 1992 als überragender Jochanaan in Salome bei den Salzburger Festspielen und mit einem ebenso eindrucksvollen Debüt am Royal Opera House, Covent Garden, als Masetto in Don Giovanni.

Seither ist sein Opernrepertoire ständig gewachsen, es umfasst inzwischen unter anderem die Titelrollen in Boris Godunow, Der fliegende Holländer, Falstaff und Gianni Schicchi; Wotan in Das Rheingold und Die Walküre; Méphistophélès in Faust; die vier Schurken in Les Contes d’Hoffmann; Balstrode in Peter Grimes; Wolfram in Tannhäuser; Nick Shadow in The Rake’s Progress; und Scarpia in Tosca. Er unternahm zudem äußerst erfolgreiche Ausflüge in die Welt des Musicals, wo er beispielsweise in Sweeney Todd und Fiddler on the Roof glänzte.

Sir Bryn ist auch auf dem Konzertpodium zu Hause, zu den Höhepunkten seiner langen, vielfältigen Karriere als Konzertsänger zählen die Eröffnung des Wales Millennium Centre; die Last Night of the Proms in der Royal Albert Hall; ein Galakonzert mit Andrea Bocelli im New Yorker Central Park; und ein Weihnachtskonzert, das im Rahmen der Reihe Met Stars Live in Concert live aus der Brecon Cathedral gestreamt wurde.

1993 unterzeichnete Terfel einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon, in seiner ersten Aufnahme (für Archiv Produktion) sang er die Titelrolle in Le nozze di Figaro unter John Eliot Gardiner. Seine erste Soloveröffentlichung für das gelbe Label waren Schubert-Lieder, 1994 aufgenommen mit Malcolm Martineau, die zweite, The Vagabond, galt dem englischen Liedrepertoire. Es folgten Opera Arias, Something Wonderful mit Erfolgsnummern von Rodgers und Hammerstein und If Ever I Would Leave You, ein Album mit Broadway-Songs.

Seine DG-Diskografie wuchs mit so unterschiedlichen Veröffentlichungen wie We’ll Keep a Welcome, Bryn Terfel Sings Favourites, Simple Gifts, Silent Noon, Tutto Mozart!, Bad Boys und Homeward Bound. Zu Terfels Opernaufnahmen gehören ein Ring-Zyklus (Produktion der Metropolitan Opera), Der fliegende Holländer (Opernhaus Zürich) und Don Giovanni (Mailänder Scala). Zwei Veröffentlichungen von 2022 bzw. 2023 bieten auf dem DG-Label Verbier Festival Gold Liveaufnahmen aus Verbier: ein Recital von 2011 mit Liedern von Schubert, Schumann, Ibert und Quilter sowie eine halbszenische Aufführung von Falstaff aus dem Jahr 2016.

Sein neues Album Sea Songs stellt Shanties, Seemannslieder und maritime Volksweisen von den Küsten von Wales, England, Irland, den Shetland-Inseln oder der Bretagne vor, es erscheint im Februar 2024. In Songs wie »Ar lan y môr«, »The Green Willow Tree«, »Drunken Sailor« oder »The Wellerman« wird Terfel von einer Reihe Gastkünstler:innen begleitet, darunter Sting, Eve Goodman, Sir Simon Keenlyside, Hannah Stone, die aus Cornwall stammenden Fisherman’s Friends und die traditionelle walisische Folkband Calan.

Zu seinen Verpflichtungen in der Saison 2023–24 gehören die Rückkehr an die Wiener Staatsoper als Dulcamara in Donizettis L’elisir d’amore, ans Royal Opera House, Covent Garden, für die Titelrolle in Wagners Der fliegende Holländer und ans Opernhaus Zürich für Sondheims Sweeney Todd; Konzerte im Sala São Paolo und im Teatro Colón in Buenos Aires; und Recitals in New Yorks Carnegie Hall und in Washingtons Kennedy Center.

Sir Bryn wurde mit zahlreichen Grammys, Classical Brit Awards und Gramophone Awards ausgezeichnet. 2003 wurde er für seine Verdienste um die Oper zum CBE (Commander of the British Empire) ernannt; 2006 war er der zweite Empfänger der Queen’s Medal for Music; und 2017 wurde er für seine Verdienste um die Musik zum Ritter geschlagen. Im Februar 2022 verlieh die Wiener Staatsoper ihm den österreichischen Berufstitel des Kammersängers. Ganz im Sinne seines leidenschaftlichen Engagements für Musikerziehung sowie für die Sprache und Kultur seiner walisischen Heimat hat er unlängst in Partnerschaft mit dem Royal Welsh College of Music & Drama eine neue Stiftung ins Leben gerufen: Cronfa Syr Bryn Terfel. Sie wird Stipendien und Studienbeihilfen bieten; Projekte und Auftragswerke unterstützen, die die walisische Sprache und Kultur fördern; und einen neuen zweijährlichen internationalen Gesangswettbewerb veranstalten, bei dem Studierende mindestens ein Lied auf Walisisch und eines in ihrer Muttersprache vortragen.

Lorenzo Viotti


Geboren in Lausanne in eine Musikerfamilie, studierte Lorenzo Viotti Klavier, Gesang und Schlagzeug in Lyon, bevor er Dirigierkurse bei Professor Georg Mark in Wien belegte. Dort trat er auch als Schlagzeuger in verschiedenen renommierten Ensembles auf, darunter das Philharmonische Orchester. Seine Ausbildung setzte er an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar (Klasse von Nicolas Pasquet) fort und gewann bald mehrere internationale Wettbewerbe. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem der Nestlé Young Conductor Award des Salzburger Festspiels (2015), der Preis als Newcomer of the Year bei den International Opera Awards in London (2017) sowie erste Preise bei den Dirigierwettbewerben des Cadaqués Orchestra und des MDR-Sinfonieorchesters.

Als einer der dynamischsten jungen Dirigenten seiner Generation ist Lorenzo Viotti derzeit Musikdirektor der Dutch National Opera, wo er 2025 zwei der meist erwarteten Produktionen der Saison leiten wird: die Amsterdamer Erstaufführung der Fledermaus in der Inszenierung von Barrie Kosky sowie eine neue Produktion von Benjamin Brittens Peter Grimes unter der Regie von Barbara Horáková. Zudem setzt er seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Zürich fort und dirigiert dort Korngolds Die tote Stadt in einer Inszenierung von Dmitri Tcherniakov. Im symphonischen Bereich beendet er seine Zeit als Musikdirektor des Nederlands Philharmonisch Orkest mit sechs Programmen im Concertgebouw sowie einer Tournee durch das ganze Land.



Booklet für Sommernachtskonzert 2026 - Summer Night Concert 2026

© 2010-2026 HIGHRESAUDIO