Ravel: Ma Mère l'Oye, Le tombeau de Couperin & Shéhérazade, ouverture de féerie Les Siècles & François-Xavier Roth

Cover Ravel: Ma Mère l'Oye, Le tombeau de Couperin & Shéhérazade, ouverture de féerie

Album info

Album-Release:
2018

HRA-Release:
13.04.2018

Label: Harmonia Mundi

Genre: Classical

Subgenre: Chamber Music

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  • Maurice Ravel (1875 - 1937): Ma Mère l'Oye, M. 62:
  • 1Prélude. Très lent03:05
  • 2Ma Mère l'Oye, M. 62, Premier tableau: I. Danse du rouet et scène. Allegro01:58
  • 3Interlude. Un peu moins animé01:15
  • 4Ma Mère l'Oye, M. 62, Deuxième tableau: II. Pavane de la Belle au bois dormant. Lent01:38
  • 5Interlude. Plus lent00:50
  • 6Ma Mère l'Oye, M. 62, Troisième tableau: III. Les Entretiens de la Belle et de la Bête. Mouvement de valse modéré04:00
  • 7Interlude. Lent00:40
  • 8Ma Mère l'Oye, M. 62, Quatrième tableau: IV. Petit Poucet. Très modéré03:32
  • 9Interlude. Lent01:20
  • 10Ma Mère l'Oye, M. 62, Cinquième tableau: V. Laideronnette, impératrice des pagodes. Mouvement de marche03:24
  • 11Interlude. Allegro01:07
  • 12Apothéose. Le jardin féerique. Lent et grave03:35
  • 13Shéhérazade, ouverture de féerie, M. 1713:13
  • Le Tombeau de Couperin, M. 68a:
  • 14I. Prélude. Vif03:00
  • 15II. Forlane. Allegretto05:39
  • 16III. Menuet. Allegro moderato04:42
  • 17IV. Rigaudon. Assez vif03:16
  • Total Runtime56:14

Info for Ravel: Ma Mère l'Oye, Le tombeau de Couperin & Shéhérazade, ouverture de féerie

„Musikalische Sternekost“ und ein „Fest des Klangsinns“ (Spiegel Online): Für den Auftakt ihres Ravel-Zyklus für harmonia mundi mit „Daphnis et Chloé“ erhielten François-Xavier Roth und sein Orginalklang-Ensemble Les Siècles hervorragende Besprechungen und mehrten ihr Renommee als Spezialisten für die farbenreichen Partituren des Franzosen. Jetzt erscheint bei harmonia mundi nun die Fortsetzung: Mit einem von Ravels früheren Werken, „Shéhérazade, ouverture de féérie“, sowie zwei seiner bekanntesten Kompositionen, „Ma mère l’oye“ und „Le Tombeau de Couperin“, erwarten den Hörer drei ursprüngliche Klavierwerke, die Ravel mit Meisterschaft orchestrierte und die Roth und seine Musiker so authentisch wie sinnlich erlebbar machen.

Wenn es um Maurice Ravel geht, kennt François-Xavier Roths Faszination kaum Grenzen. Jedes seiner Werke sei einzigartig und außergewöhnlich, so der französische Dirigent, strebte Ravel doch stets danach, neue musikalische Wege zu beschreiten und Formen auszuprobieren, die in noch keinem seiner vorangegangenen Werke zu finden sind. Die neue Einspielung für harmonia mundi vereint drei Werke, die das besonders deutlich zeigen.

„Shéhérazade“, die selten gespielte „Feen-Ouvertüre“ des erst 24jährigen Ravel, erhielt bei ihrer Uraufführung 1899 sowohl Beifall als auch Buhrufe – Ravel selbst, obwohl zunächst noch überzeugt von dem Werk, verbot später die Publikation, weshalb die Veröffentlichung erst 1975 folgte. Dabei zeigt das Stück deutlich die Entwicklung des Komponisten: In märchenhaften und exotischen Elementen der Musik spiegelt sich Ravels lebenslange Faszination für den Orient und verweist in seinem charakteristischen Stil bereits deutlich auf spätere Werke wie „Daphnis et Chloé“ oder „La Valse“.

Märchenhaft klingt auch die Ballettmusik „Ma mère l’oye“, eines der bekanntesten Werke Ravels und Beweis für sein singuläres Talent, Werke zu orchestrieren und dabei so klingen zu lassen, als seien sie von Beginn an für große Besetzung geschrieben. Es entstand während eines Aufenthalts im Landhaus einer befreundeten Familie, deren zwei Kinder Ravel oft hütete und denen er Geschichten erzählte. So basiert auch „Ma mère l’oye“, das den beiden Kindern gewidmet ist, auf Erzählungen und feierte 1910 als Klavierwerk und 1912 ergänzt und orchestriert als Ballett seine Premiere. Ravel zeigt sich in der Suite von seiner kindlichen Seite, die raffiniert und verspielt, dabei voller Details, fantastische Klangwelten erschafft.

Eine andere Art von Intimität wird schließlich in „Le Tombeau de Couperin“ hörbar, dem dritten Werk der Aufnahme: Maurice Ravel widmete jede der sechs Kompositionen einem seiner im Ersten Weltkrieg gefallenen Freunde. Uraufgeführt im April 1919 und zwei Monate später durch Ravel für Orchester eingerichtet, ist die Suite weniger Hommage an François Couperin, sondern an die französische Musik des 18. Jahrhunderts selbst. So bezieht sich jedes Stück auf einen barocken Tanz und zeigt nostalgisch und melancholisch, aber auch lebhaft und virtuos, Ravels Vorliebe für klassische Formen und sein Können darin, Musik vergangener Epochen neues Leben einzuhauchen und so den Charme früherer Zeiten wiederzubeleben.

Für die Interpretation dieser innigen und dabei so differenzierten Musik kommt Les Siècles die spezifische Spielweise des Ensembles zu Gute: Erst durch Einsatz des Instrumentariums aus Ravels Zeiten wird deutlich, wie der Komponist jede Instrumentenfarbe bis an die Grenzen der Spielbarkeit ausreizte, dabei aber nie den Blick auf das große Ganze verlor und die Instrumente mit ihren Timbres abstimmte und variierte. So machen Les Siècles die Klangvorstellungen Ravels nachvollziehbar – und wahrscheinlich gibt es derzeit kaum ein Orchester, das diese Musik so authentisch und farbenreich spielen kann wie François-Xavier Roths 2003 gegründetes Ensemble.

Les Siècles
François-Xavier Roth, Dirigent



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