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ABUC Roberto Fonseca

Album info

Album-Release:
2016

HRA-Release:
15.11.2016

Label: Impulse! Records

Genre: Jazz

Subgenre: Latin

Album including Album cover Booklet (PDF)

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  • 1Cubano Chant04:27
  • 2Afro Mambo03:45
  • 3Tumbao De La Unidad03:52
  • 4Contradanza Del Espíritu05:41
  • 5Tierra Santa03:47
  • 6Sagrado Corazón04:34
  • 7Family04:23
  • 8Tierra Santa Santiago De Cuba00:56
  • 9Habanera05:01
  • 10Soul Guardians03:39
  • 11Asere Monina Bonco04:09
  • 12Después03:39
  • 13Velas Y Flores03:41
  • 14Cubano Chant (Solo Piano Version)01:19
  • Total Runtime52:53

Info for ABUC

Kuba auf den Kopf gestellt - Roberto Fonseca mischt Nostalgie und Moderne: Wie der "Buena Vista Social Club", dessen Mitglied er jahrelang war, ist auch Pianist Roberto Fonseca einer der musikalischen Exportschlager Kubas. Der in Havanna geborene Musiker hat als Solist längst eine internationale Karriere vorzuweisen. Für eine seiner letzten Arbeiten erhielt er eine Grammy-Nominierung, mit dem jetzt erscheinenden neuen Album "ABUC" hat er dort erneut ein heißes Eisen im Feuer. Obwohl der erste Höreindruck durchaus Verwirrung stiften könnte, denn das, was einem da so rau und roh aus den Lautsprechern entgegentönt, klingt erst einmal nicht, als wäre es 2016 aufgenommen. Die vor Latin-Energie schier platzen wollende Musik erinnert zunächst eher an legendäre afro-kubanische Jazzklassiker, wie sie Machito, Chano Pozo, Dizzy Gillespie und Charlie Parker in den 1940er Jahren eingespielt haben. Doch dann mischt Fonseca unüberhörbar moderne Stilelemente von Hip-Hop und Reggaeton bis Electronica unter die Mambos, Chachachás, Guajiras, Contradanzas und Descargas, und kocht so ein scharfes Süppchen, das in dieser Form bislang einmalig ist.

Aufgenommen hat Fonseca sein mal fett orchestral und mal schlank und funky klingendes Album mit Gästen wie Trombone Shorty, Gitarrist Eliades Ochoa, dem brasilianischen Flötisten Zé Luis Nascimento, den Vokalisten Daymé Arocena, Carlos Calunga und Rafael Lay (vom Orquesta Aragón) sowie Trompeter Manuel "Guajiro" Mirabal. "Die Idee war, einmal ein anderes Kuba zu zeigen", sagt Fonseca. "Deshalb ist Cuba im Titel des Albums auch rückwärts buchstabiert. Ich wollte die gesamte kubanische Musikgeschichte aufarbeiten, so dass die Hörer eine Vorstellung davon bekommen, wie die Bands und Orchester in den glorreichen Zeiten des letzten Jahrhunderts klangen." Das war, wie er zugibt, ein riskantes Unterfangen, weil ein Album wie "ABUC" vom Hörer verlangt, sich in eine Zeit hinein zu versetzen, als die Audioaufnahmetechnik noch simpler war. "Die Musik so einzufangen, wie es in alten Zeiten üblich war, bedeutet Abstand zu nehmen von der heutigen Klangästhetik", meint Fonseca, der zu diesem Zweck einen der ältesten Tonmeister des staatlichen kubanischen Labels EGREM verpflichtete. "Und wenn ein bestimmter Track eine gewisse Zeit heraufbeschwören sollte, als der Klang noch nicht so sauber und perfekt war, mussten wir das auf 'ABUC' halt auch so machen. Ich bin sicher, dass es einige Leute verwirren wird. Sie werden denken, dass diese neuen Stücke schon vor langer Zeit komponiert wurden."

Zwischen den mitreißenden Fonseca-Originalen finden sich auf dem Album auch zwei ganz unterschiedliche Versionen des Latin-Klassikers "Cubano Chant" von Ray Bryant. Zum Albumauftakt präsentiert Fonseca die Nummer mit einem Orchester in geradezu klassischer Manier, um sie zum Ausklang dann noch einmal sehr viel moderner und sehr rasant als Solist auf dem Klavier neu zu interpretieren. Dass dieser Evergreen unter den neuen Titeln nicht heraussticht, beweist die hohe Qualität Fonsecas als Komponist, Arrangeur und Pianist. Mit „ABUC" gelingt ihm eine lebensfrohe Kopfreise nach Cuba.

„Der Titel ist die Umkehrung des Namens von Roberto Fonsecas Heimatland „Cuba“. Ob der Pianist damit ausdrücken will, dass Kuba momentan einer, wenn auch noch zaghaften, Veränderung entgegenstrebt, die dann hoffentlich nicht in eine Rückkehr zu vorrevolutionärer Zeit mündet? Sein Impulse!-Debüt verlegt er musikalisch meist in frühere Zeiten, erzählt so die Geschichte der kubanischen Musik, ohne dabei romantisch verklärend zu klingen. Seine selbstkomponierten Mambos, Cha-Cha-Chas, Boleros und die kleinen, Latin-gefärbten HipHop-Momente halten die Balance zwischen Tradition und zeitgenössischem Arrangement. Am Anfang und Schluss spielt Fonseca das Stück „Cubano Chant“ des 2011 verstorbenen US-amerikanischen Pianisten Ray Bryant, um damit auf die Verbindung kubanischer Musik zum Jazz hinzuweisen.“ (Jazzthing)



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